01. September 2018 / 07:37 Uhr

Gespräch mit Kyrgios: Wirbel um US-Open-Schiedsrichter

Gespräch mit Kyrgios: Wirbel um US-Open-Schiedsrichter

Redaktion Sportbuzzer
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Beim Zweitrundenmatch von Nick Kyrgios ist es zu einem merkwürdigen Zwischenfall gekommen
Beim Zweitrundenmatch von Nick Kyrgios ist es zu einem merkwürdigen Zwischenfall gekommen © imago
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Ein ungewöhnlicher Zwischenfall sorgt bei den US-Open für Aufsehen: In einem Zweitrunden-Match baut der Schiedsrichter den Australier Nick Kyrgios in einer Pause nach einer schlechten Phase auf. Nach deutlichen Vorwürfen ist der Schiedsrichter jetzt verwarnt worden.

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Ein bizarres Gespräch mit dem australischen Tennisprofi Nick Kyrgios bleibt für den schwedischen Schiedsrichter Mohamed Lahyani bei den US Open ohne weiterreichende Konsequenzen. In einer Stellungnahme erklärten die Veranstalter am Freitag zwar, Lahyani sei zu weit gegangen. Sie werden den langjährigen Schiedsrichter aufgrund seines sonst stets tadellosen Verhaltens aber weiter einsetzen. Seine Leistungen würden jedoch beobachtet.

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Lahyani hatte in einer Spielpause am Donnerstag ungewöhnlicherweise seinen Schiedsrichter-Stuhl verlassen und auf Kyrgios eingeredet. Der 23-Jährige Australier Kyrgios, der wegen wiederholten Fehlverhaltens schon etliche Strafen erhalten hat, wirkte in seinem Zweitrundenmatch gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert lustlos und wurde von den Zuschauern ausgebuht.

Beim Stand von 4:6, 0:3 erkundigte sich Lahyani bei Kyrgios, ob es ihm gut gehe. Er machte ihm aber auch klar, dass er kein gutes Bild für den Sport abgebe. Er werde als Schiedsrichter gegebenenfalls einschreiten. "Ich will Ihnen helfen", sagte Lahyani unter anderem. Kyrgios ließ sich beim nächsten Seitenwechsel nach eigenen Worten etwas Salz reichen und siegte noch 4:6, 7:6 (8:6), 6:3, 6:0. Herbert kritisierte Lahyani: "Das ist nicht sein Job. Er ist Schiedsrichter, kein Coach. Er sollte auf seinem Stuhl bleiben", meinte der Franzose.

Tennis-Legende John McEnroe sah das etwas anders: Auf den Vorfall angesprochen gestand er zwar ein, dass Herbert dass Spiel hätte gewinnen müssen. Allerdings forderte er auch dass Lahyani nicht bestraft werden sollte: "Ich will nicht, dass er bestraft wird, für eine Situation, in der er eigentlich versucht hat, etwas zu tun, das gut für das Spiel ist."

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Kyrgios wies bei seiner Pressekonferenz mit teils sarkastischen Antworten den Vorwurf des Coachings zurück. "Das ist lächerlich. Ich habe seit Jahren keinen Coach", meinte der 30. der Weltrangliste. Es sei ja bekannt, welche große Spielerkarriere Lahyani gehabt habe, erklärte er bissig. Kyrgios trifft am Samstag auf Roger Federer, nach seinen eigenen Stärken gefragt, meinte er selbstironisch: "Ich bewege mich unglaublich. Meine Returns, meine mentale Stärke."

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