12. Juni 2018 / 19:55 Uhr

Verbandsliga: Gnoiener SV zieht sein Team zurück

Verbandsliga: Gnoiener SV zieht sein Team zurück

Johannes Weber
Trainer Arne Schmiedeberg sprach seiner Mannschaft nach dem Abpfiff im Teamkreis Mut zu.
Trainer Arne Schmiedeberg (h.) sowie einige weitere Spieler verlassen den Gnoinener SV. Der Verein wird zur neuen Saison in der Kreisliga neu anfangen. © Johannes Weber
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Aus personellen Gründen melden sich die Warbelstädter von der Landesebene ab / Neustart in der Kreisliga.

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Nachricht mit Knalleffekt: Der Gnoiener SV wird in der kommenden Saison keine Mannschaft in der Verbandsliga stellen. Die Warbelstädter ziehen sich von der Landesebene komplett zurück und starten zur neuen Spielzeit in der Kreisliga. Das bestätigte Klubchef Ottmar Schug am Dienstag auf SPORTBUZZER-Nachfrage.

"Wir bekommen für die neue Saison keine verbandsligataugliche Mannschaft zusammen", so Schug, der ergänzt, dass die Entscheidung vor einer Woche in einer Versammlung der Abteilungsleitung getroffen wurde. Aus der aktuellen Verbandsliga-Mannschaft würden nach aktuellem Stand nur 13 Spieler im Verein bleiben.

Personelle Situation schon vor einem Jahr angespannt

Den sportlichen Neuanfang will der GSV in der Kreisliga wagen. Die zweite Mannschaft stieg kürzlich in die zweithöchste Kreisspielklasse auf. Die Gnoiener streben an, zwei Herrenteams zu stellen. Die neue Reserve-Auswahl soll in der 2. Kreisklasse starten.

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Im vergangenen Sommer wagte der Gnoiener SV als Tabellenzweiter der Landesliga Nord den Sprung in die höchste MV-Spielklasse. Staffelsieger Bölkower SV verzichtete aus personellen Gründen. "Schon damals war unser Kadersituation angespannt", gab Schug zu. Kapitän Thomas Ehlert, Marco Balz, Thilo Taschkuhn und Andy Millert wollten bereits vor einem Jahr ursprünglich aufhören, entschieden sich aber, den Weg in die Verbandsliga mitzugehen. Dort schaffte der GSV bereits zwei Spieltage vor Saisonende den Klassenverbleib. "Die Mannschaft spielt seit Jahren zusammen und hatte den großen Ehrgeiz, sich in der Verbandsliga zu beweisen", fügte Schug hinzu.

Nachwuchs schwer zu begeistern​

Die personelle Situation verbesserte sich im Laufe der aktuellen Spielzeit nicht. Einige Akteuren, die außerhalb von Gnoien wohnen, war der Aufwand in der Verbandsliga zu spielen, zu groß. "Wir zahlen Spielern, die zu uns kommen wollen, keine Gehälter", betont Außenbahnspieler Benjamin Peter und ergänzt: "Am Ende musste man einsehen, dass wir personell so nicht weitermachen können."

Präsident Ottmar Schug beklagt ebenfalls, dass es schwer sei, Nachwuchsspieler für den Verein zu gewinnen. "Viele junge Leute aus der Region ziehen in die große Stadt. Wir haben mit einer positiven Stimmung im Verein vieles versucht, aber leider gibt zu wenig Nachwuchs bei uns", sagt er.

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Zahlreiche Spieler werden verabschieden​

Beim abschließenden Heimspiel am kommenden Sonabend gegen den Grimmener SV werden Thomas Ehlert (wechselt zu Anker Wismar II), Peterson Appiah (wechselt zum Greifswalder FC), Bob Binnenböse, Tobias Schoknecht, Paul Placzek, Paul Bebenroth, Philipp Franke (alle Ziel unbekannt) sowie das Trainerduo Arne Schmiedeberg und Jens Lembke verabschiedet. Entgegen vielen Abgängen sollen die Routiniers Marco Balz, Marius Gugat, Alexander May und Andy Millert signalisiert haben, auch in der Kreisliga beim GSV bleiben zu wollen. Benjamin Peter will den Weg in die Kreisebene zunächst nicht mitgehen, schaut sich nach einer neuen sportlichen Herausforderung um.

Durch den Rückzug des Gnoiener SV könnte der TSV Friedland (15 Punkte), der auf dem ersten Abstiegsrang steht, nun doch in der Verbandsliga verbleiben. Die TSV-Kicker müssen ihre Platzierung am letzten Spieltag (Heimspiel gegen Boizenburg) noch gegenüber Schlusslicht SV Görmin (14) verteidigen. Die Abmeldung des GSV könnte auch Auswirkungen auf die Auf- und Abstiegsfrage der unteren Landesspielklassen haben.

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