H0702839 Verdens Marlin Stenzel (l.) setzte sich in einem von einigen fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen beeinflussten Spiel mit 1:0 gegen den FSV Langwedel-Völkersen durch. © Björn Hake
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Verden 04 siegt 1:0 - doch im Mittelpunkt steht der Schiedsrichter

Bezirksliga-Spitzenreiter setzt sich gegen Langwedel durch / Sportliches rückt in den Hintergrund

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Im Sport sollte eigentlich immer das Sportliche im Vordergrund stehen, so auch beim Fußball. Im Nachhinein sollte von dem Geschehen auf dem Platz gesprochen werden, welche Szenen in Erinnerung bleiben, welche Spieler den Unterschied ausgemacht haben. Doch nach der Bezirksliga-Partie zwischen dem FC Verden 04 und dem FSV Langwedel-Völkersen – 1:0 (1:0) für den FCV – am Mittwochabend war zumeist die Rede von der Leistung des Schiedsrichters. Denn die sorgte bei Spielern, Trainer und Zuschauern für Unverständnis.

Das Kuriose dabei: Spielentscheidende Fehlentscheidungen traf der Unparteiische nicht mal. Und dennoch stand Daniel Piotrowski (SV Dohren von 1974) im Mittelpunkt. Bereits in den ersten Minuten der Partie wurde auf dem Platz eine harte Gangart an den Tag gelegt. Bei manchem Foul wäre eine Gelbe Karte gerechtfertigt gewesen. Doch Piotrowski verzichtete auf den Karton. Auf dem eh schon harten Verdener Kunstrasen – Temperatur von minus vier Grad – ging es somit weiterhin teils überengagiert und ruppig zur Sache. Die Forderungen von außen und auf dem Platz selbst nach einer Karte wurden zwar lauter, fanden beim Unparteiischen aber kein Gehör. Der Schiedsrichter zog seine Linie durch, ahndete die Foulspiele zwar mit einem Pfiff, beließ es aber dabei. Lediglich zwei Gelbe Karten zückte Piotrowski, dabei hätten es durchaus eine Handvoll mehr geben können – wenn nicht gar müssen.

In Minute 90 zückte er dann noch einen weiteren Karton, der hatte aber gleich die Farbe Rot. Verdens Ibrahim Djassa Koua sah ihn. "Das war ein grobes Foul an der Mittellinie, Rot kann man geben", betonte FCV-Coach Sascha Lindhorst, "aber dann muss er vorher mehr Gelb zeigen. In diesem Moment hat er seine Linie verlassen. Die Spieler stellen sich auf eine gewisse Gangart ein, die er vorgibt", monierte Lindhorst. Den gleichen Tenor schlug sein Pendant Dariusz Sztorc an: "Er hat auf beiden Seiten viel durchlaufen lassen. Vorher gab es mehrfach Situationen, in denen eine Gelbe Karte nötig gewesen wäre, und dann zieht er plötzlich Rot am Ende. Das passt nicht zusammen."

So viel Wirbel die Entscheidungen des Schiedsrichters verursachten, Einfluss auf das Endergebnis nahmen sie nicht. Nach Schlusspfiff verbuchte der gastgebende Spitzenreiter einen verdienten Sieg, der jedoch zu niedrig ausgefallen war. "In der ersten Halbzeit haben wir bereits zwei, drei Chancen und ab der 80. Minute ganz klare Dinger. Die müssen wir besser machen", haderte Lindhorst. Eine Möglichkeit wurde aber genutzt. In Minute 27 wurde Maximilian Schulwitz am rechten Strafraumeck freigespielt. Der Stürmer fackelte nicht lange und sein abgefälschter Schuss landete unhaltbar im Winkel.

Unhaltbar war ansonsten aber kein Schuss für Langwedels Keeper Moritz Nientkewitz, der viele Verdener Chancen mit teils sehr starken Paraden vereitelte. Die anderen Möglichkeiten der Gastgeber versiebten sie selbst. Nientkewitz' Vordermänner bekamen in der Offensive jedoch wenig zustande. Die destruktive Spielweise des FSV führte zwar zu einigen
Ballgewinnen, die folgenden Konter wurden jedoch nicht konsequent zu Ende gespielt. Auch Verden hatte seine Mühe und Not im Spielaufbau. "Wir haben wieder nicht klar genug gespielt. Spielen wir mal ein paar Kurzpasskombinationen, kommt danach ein halbhoher Ball ins Nichts", monierte Lindhorst. Die Langwedeler Hoffnung auf einen "Bonuspunkt" (Sztorc) blieb somit erhalten. Ein Zittersieg war es jedoch nicht, da dafür der FSV zu wenig Torgefahr ausstrahlte.

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