09. Oktober 2018 / 11:40 Uhr

Verfolgerduell geht an den KSV Hicretspor

Verfolgerduell geht an den KSV Hicretspor

Ralf Kilian
Hicretspor-Stürmer Germain Martens erzielte gegen den SV Tungeln bereits zum vierten Mal in dieser Saison einen Doppelpack. Er kommt nun auf insgesamt zehn Treffer.
Hicretspor-Stürmer Germain Martens erzielte gegen den SV Tungeln bereits zum vierten Mal in dieser Saison einen Doppelpack. Er kommt nun auf insgesamt zehn Treffer. © Ingo Moellers
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Nach dem 3:1-Erfolg gegen den SV Tungeln bleibt das Team im Aufstiegsrennen weiterhin ein heißer Tipp

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Im Aufstiegsrennen der 1. Fußball-Kreisklasse bleibt der KSV Hicretspor weiterhin ein heißer Tipp: Durch einen verdienten 3:1 (2:0)-Sieg gegen den zuvor punktgleichen SV Tungeln wahren die Delmenhorster mit 24 Punkten den Anschluss an den VfL Wildeshausen II (28) und den VfL Stenum II (27) – vermutlich reicht Platz drei am Ende ohnehin für den Aufstieg. Germain Martens glänzte schon zum vierten Mal in dieser Saison mit einem Doppelpack (19./89.) und kommt nun auf zehn Saisontore. Der Treffer des Tages gelang allerdings Innenverteidiger Emre Hitaloglu per Fallrückzieher nach 32 Minuten. Leider waren keine Kameras im Stadion, dieser Treffer wäre ansonsten reif für eine Auszeichnung.Statt einer Medaille nahm KSV-Trainer Timur Cakmak auch gerne die drei Punkte mit. „Das war verdient, weil wir in der ersten Halbzeit besser waren. In der zweiten haben wir dann das Ergebnis zu sehr verwalten wollen. Momentan können wir unsere vielen Verletzten noch ganz gut kompensieren“, sagte er. Am schlimmsten hat es Mittelfeld-Abräumer Anil Erol erwischt, der mit einem Kreuzbandriss für den Rest der Saison ausfällt. Auch Tungeln trat mit Ersatz an, in der Startelf standen gleich vier A-Junioren des Jahrgangs 2000. Trainer Jörg Gehrmann sah den Grund für die Niederlage dann auch in der mangelnden Erfahrung: „Die Jungs hatten viel zu viel Respekt, einige sind noch zu grün hinter den Ohren“, sagte er. Das muss auch für Ersatztorwart Aaron Wille gelten, der Martens das 1:0 ermöglichte. Einen 50-Meter-Freistoß von Hitaloglu ließ Wille aus den Händen gleiten, Martens staubte ab .

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Den Grund für diesen Lapsus hatten Tungelns Zuschauer schnell ausgemacht: „Solche Handschuhe würde ich höchstens zur Gartenarbeit anziehen“, meinte einer der Besucher. Schade für Tungeln, denn die Mannschaft hat sich unter Gehrmann im letzten Jahr fußballerisch sehr gut entwickelt. Früher war der SVT im Landkreis der Inbegriff des typischen „Kick and rush“, jetzt wird ein feiner Ballbesitzfußball gespielt. Das kann man mit den vielen Talenten und besonders mit Mittelfeldregisseur Florian Fröhlich so machen. Fröhlich war früher beim VfL Oldenburg in der Oberliga aktiv und ist in Tungeln der Mann, der immer gesucht wird.

Wenn man dann aber so ein Traumtor wie das 2:0 schlucken muss, kann die Euphorie schon mal in Respekt umschlagen. Hitaloglu hatte vor drei Wochen gegen Hude II per Seitfallzieher eingenetzt, in der 33. Minute machte er es noch komplizierter. Nach einem weiten Freistoß von Meric Özdemir stand Hitaloglu am Sechzehner mit dem Rücken zum Tungelner Tor und platzierte den Ball per Fallrückzieher über den verdutzten Wille hinweg unter die Latte. Ansonsten verzeichnete Hicretspor wenige klare Möglichkeiten, Tungeln allerdings bis auf einen 22-Meter-Direktschuss von Pascal Buchholz (28.) auch nicht. Trotz aller Spielanteile für den SVT musste Hicretspors Schlussmann Harun Uzun nur bei einem Freistoß von Fröhlich (25.) zupacken.

In die Defensive gedrängt

Nach dem Seitenwechsel hatte Tungeln noch mehr Ballbesitz. „Da haben sie uns hinten reingedrückt“, so Cakmak. Doch richtig eng wurde es nicht mehr, zumal der Anschlusstreffer von Lennart Grigoleit erst in der 82. Minute fiel. Auch dieser Treffer war sehenswert, Tungelns Joker traf von der linken Strafraumkante in den rechten Winkel. Das letzte Wort hatte jedoch Martens, obwohl sein Gegenspieler Tarek Otten einen guten Job machte. Doch nach einem Freistoß von Izzet Saglam köpfte Martens das entscheidende 3:1 (89.). „Hicretspor war im Zweikampf einfach viel stärker. Wir hätten noch stundenlang weiterspielen können, ohne ein Tor zu erzielen“, lieferte Gehrmann das passende Fazit.

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