14. Juni 2018 / 07:50 Uhr

"Wollen und werden ihn nicht abgeben": Verlängert Hannover 96 mit Niclas Füllkrug?

"Wollen und werden ihn nicht abgeben": Verlängert Hannover 96 mit Niclas Füllkrug?

Uwe von Holt
Erneutes Veto für Füllkrug-Wechsel: 96-Präsident Martin Kind positioniert sich klar.
Erneutes Veto für Füllkrug-Wechsel: 96-Präsident Martin Kind positioniert sich klar. © imago/dpa
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96-Präsident Martin Kind hat das Verkaufsveto für Stürmer Niclas Füllkrug erneuert. Der Clubchef will den Publikumsliebling und Leistungsträger unter keinem Umständen verkaufen. Auch nicht für 18 Millionen Euro Ablöse nach Gladbach. Stattdessen soll Füllkrugs Vertrag bei den Roten verlängert werden - inklusive saftiger Gehaltserhöhung.

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Keine zwei Jahre her, da flossen aus Hannover 2,2 Millionen Euro auf das klamme Konto des 1. FC Nürnberg. Die Ablösesumme für Niclas Füllkrug, auch noch mit erfolgsabhängigen Nachzahlungen verbunden, schien vielen zu hoch in Hannover, es gab Kritik am damaligen Manager Martin Bader.

Im Juni 2018 allerdings hat sich das komplett relativiert – 96 könnte Füllkrug sofort für 15 Millionen Euro an Mönchengladbach verkaufen, sogar 18 Millionen scheinen nach weiteren Pokerrunden möglich auf dem verrückt gewordenen Transfermarkt.

Die Summen führen aber zumindest den entscheidenden Mann bei 96 nicht in Versuchung. Clubchef Martin Kind erneuerte am Mittwoch gegenüber dem Sportbuzzer sein Verkaufsveto: „Wir wollen und werden Füllkrug nicht abgeben.“ Das Gleiche gelte für die auf dem Markt heißbegehrten Waldemar Anton und Ihlas Bebou, wie „Fülle“ sind sie für Kind Publikumslieblinge, Identifikationsfiguren und sportliche Leistungsträger.

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"Fans würden nicht verstehen, wenn wir sie einfach so ziehen lassen"

Der Boss denkt dabei nicht wie ein Geschäftsmann: „Das Thema ist hochemotional.“ Der frühere Ricklinger Junge Füllkrug und auch Anton „stehen für 96 und Hannover, die Fans würden nicht verstehen, wenn wir sie einfach so ziehen lassen“. Teile des 96-Managements bewerten das kühler. Für Horst Heldt ist Füllkrug nicht unverkäuflich, wenn der Preis stimmt – der Plan des Managers entspricht seinem Berufsbild: viel Geld einnehmen, nach einem möglichst ausgefuchsten Plan investieren, die Mannschaft so besser machen.

Durchzudringen scheint Heldt bei seinem Boss mit dieser Strategie jedoch nicht, es ist wohl eine Frage des Vertrauens. Kind ist davon überzeugt, dass 96 durchaus den Spagat beherrsche – die beliebten Stars halten und gleichzeitig investieren.

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Kind sieht noch Spielräume im Etat

„Wir haben derzeit Überschüsse.“ Salif Sané, Felix Klaus und Martin Harnik brachten etwas mehr als 13 Millionen Euro. Eingekauft hat 96 erst für vier Millionen, dafür kam der Japaner Genki Haraguchi von Hertha BSC. Verteidiger Kevin Wimmer und Offensivmann Takuma Asano sind geliehen, für beide zusammen wird eine Gebühr von 2,5 Millionen Euro fällig.

Kind sieht noch zusätzliche Spielräume im Etat, wenn weitere Spieler von der Gehaltsliste verschwinden. Und dann „gibt es ja noch die Gesellschafter“. Wie viel Millionen aus der Quelle der reichen Männer für Verstärkungen sprudeln könnten, will der 96-Boss allerdings nicht verraten: „Das hängt von vielen Faktoren ab.“

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Vertragsverlängerung mit Gehaltserhöhung?

Im Fall Füllkrug empfiehlt Kind nun sogar eine Blitzwende in den Verhandlungen. Dem 25-jährigen Stürmer, der Mönchengladbach dem Vernehmen nach durchaus reizvoll findet und dort angeblich 2,5 Millionen Euro pro Jahr verdienen könnte, soll ein deutlich verbessertes Hannover-Paket geschnürt werden. Füllkrugs 96-Vertrag, aktuell bis 2020 datiert, könnte mit einer Gehaltserhöhung auf knapp zwei Millionen Euro aufpoliert und verlängert werden, 96 müsste vermutlich aber einige Ausstiegsklauseln schlucken.

Kind: 96 ist voll handlungsfähig

Auch Heldt ist auf dem Laufenden, was die Vorstellungen des 96-Chefs betrifft. Der Manager hatte gestern Vormittag ein längeres Gespräch mit Kind – mit auf den Weg bekam Heldt keinen Geldkoffer, sondern eine be­lastbare Aussage von Martin Kind: „Wir sind voll handlungsfähig. Auch ohne Füllkrug zu verkaufen.“

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