Markus Krug streicht sich das Torwarttrikot über Lok-Kapitän Krug streifte sich in Berlin das Torwarttrikot über. © Matthias Koch
Markus Krug streicht sich das Torwarttrikot über

Verrücktes Spiel vom 1. FC Lok: Keeper mit offener Wunde – Krug im Tor

Der Kapitän der Probshteidaer ist da, wenn Not am Mann ist, auch zwischen den Pfosten.

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Berlin. Für Markus Krug war gleich klar: „Ich gehe ins Tor.“ Es ist die 82. Spielminute im Auswärtsspiel des 1. FC Lok Leipzig bei Viktoria Berlin. Die Gäste liegen 2:3 zurück und möchten am liebsten nicht hinschauen. Stammkeeper Julien Latendresse-Levesque windet sich vor Schmerzen, seine linke Hand ist blutüberströmt. Kurz zuvor war ihm ein Berliner auf den Handschuh gestiegen. Lok hat zu diesem Zeitpunkt schon dreimal gewechselt, darf nicht mehr tauschen und der Torhüter muss vom Feld. Eigentlich wollte Trainer Heiko Scholz seinen Abwehrmann Robert Zickert zwischen die Pfosten stellen. Krug signalisiert aber: „Ich mache das.“

Im Training ist für den 28-Jährigen das Tor zwar tabu. „Wenn ich mit Kumpels bolze, stelle ich mich aber gern mal hinten rein“, so der gebürtige Wolfener. In Berlin erlebt er acht turbulente Minuten. Viktoria geht in der ersten Halbzeit schnell mit 2:0 in Führung. Lok schafft zwar bis zur Halbzeit den Ausgleich, fängt aber nach der Pause den dritten Treffer. Ein Missverständnis von Krug mit Zickert macht für die Berliner den Weg frei.

Dann die Schlussphase vor 624 Zuschauern im Stadion Lichterfelde. Lok wirft noch einmal alles nach vorn, stürmt auf das Berliner Tor an. Krug beobachtet das Spiel von hinten, muss bis dahin nur einmal einen Rückpass wieder mit dem Fuß zurück ins Feld spielen. In der 90. Minute flankt Leipzigs Becker und Djamal Ziane ist mit dem Kopf zur Stelle – 3:3. „So ein verrücktes Spiel hatte ich im Männerbereich noch nie“, gab der Torschütze zu.

Die Viktoria hat in der Nachspielzeit noch eine Chance. Den letzten Schuss der Berliner pariert Krug mit dem Knie. Es folgen der Abpfiff und Leipziger Jubel über den geretteten Punkt. „Markus musste ja nicht viel machen, stand bei diesem Schuss aber genau richtig“, so Heiko Scholz.

Am Dienstag geht es für den 1. FC Lok (Anpfiff 19 Uhr) bereits gegen den FSV Luckenwalde weiter. Klar ist: Latendresse-Levesque wird ausfallen. Glück im Unglück, der Kanadier hat sich nichts gebrochen. Die Wunde musste genäht werden und die Ärzte im Leipziger Sankt-Elisabeth-Krankenhaus stellten eine starke Prellung fest.

Am Montag steigt Ersatzkeeper Benjamin Kirsten wieder ins Training ein. Für ihn kommt ein Einsatz gegen die Brandenburger wohl noch zu früh. Im Moment spricht vieles für den dritten Mann, für Christopher Schulz. Definitiv fehlen wird Zickert gegen Luckenwalde. Er sah seine fünfte gelbe Karte.

Matthias Roth / Matthias Koch

Region/Leipzig 1. FC Lokomotive Leipzig 1. FC Lokomotive Leipzig (Herren) Regionalliga Nordost Region Nordostdeutschland (Herren) Markus Krug (1. FC Lokomotive Leipzig) FC Viktoria 1889 Berlin-1. FC Lokomotive Leipzig (19/03/2017 14:30)

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