12. Juli 2018 / 19:27 Uhr

Verteidiger Saracchi: Der neue Trendsetter bei RB Leipzig

Verteidiger Saracchi: Der neue Trendsetter bei RB Leipzig

Anne Grimm
RB Leipzigs Neuzugang Marcello Saracchi: Er hat seine Freundin Luciana und Hund Thor nach Leipzig mitgebracht. 
RB Leipzigs Neuzugang Marcello Saracchi: Er hat seine Freundin Luciana und Hund Thor nach Leipzig mitgebracht.  © Picture Point
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Das Geheimnis des Matetees: Marcelo Saracchi bringt als erster Uruguayer bei RB Leipzig neue Inspiration und das Kultgetränk aus seiner Heimat mit zum Bundesligisten.

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Leipzig. Marcelo Saracchi und der Matetee gehören zusammen wie Ralf Rangnick und die Detailversessenheit. Der Uruguayer sagt zur Bedeutung seines Nationalgetränks: „Der Matetee ist mein Red Bull. Das gibt mir Energie“. Für den defensiven Neuzugang von RB Leipzig ist der Trunk ein Teil seiner Kultur, ein ständiger Begleiter. Aus der Heimat brachte er viele Kräuter für die Teezubereitung mit, doch lange reichen werden sie nicht. „Ich benötige ein bisschen Nachschub, habe schon einige Bestellungen von meinen neuen Mitspielern bekommen, die sehr interessiert sind und wissen wollen, warum ich das trinke und immer bei mir habe“, sagt der 20-Jährige. Der erste Uruguayer ist Exot und gleichzeitig neuer Trendsetter am Cottaweg.

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Warum kommen aus diesem kleinen Land so viele gute Fußballer? „Das hängt damit zusammen, dass viele Jungs hart arbeiten, um nach oben zu kommen und diese Aufstiegschance zu nutzen“, sagt der Verteidiger und spricht dabei gleichzeitig von seinem Werdegang. Er opferte früh sehr viel für den Sport, zog mit 13 Jahren aus seiner Geburtsstadt Paysandu ins 360 Kilometer entfernte Montevideo, um dort beim Hauptstadt-Klub Danubio FC anzuheuern, der in Uruguay als wahre Spielerfabrik gilt.

Der quirlige Kicker ließ sein Elternhaus und drei Schwestern zurück. In der Familie lernte er bei so vielen Frauen, sich durchzusetzen. Mit fünf Jahren begann der kleine Marcelo das Fußballspielen. „Aber ich war sehr schlecht“, erinnert er sich. Heimweh kennt der inzwischen 20-Jährige nicht mehr. Er ist bereit, für seine Karriere unbändigen Einsatz zu zeigen. Ein Charakter wie aus dem Rangnickschen Bilderbuch.

„Matetee ist mein Red Bull. Das gibt Energie!“

Über seinen neuen Coach sagt Saracchi: „Dass er Trainer geworden ist, spielt für mich insofern keine Rolle, als das ich sowieso bei null anfangen und mich beweisen muss.“ Bei Schalke arbeitete Rangnick schon mit den Uruguayern Gustavo Varela und Dario Rodriguez zusammen: „Das ist gut. Dann kennt er schon ein bisschen unsere Art“, meint der Südamerikaner. Internationale Erfahrung sammelte der Verteidiger seit der U15 im Nationalteam seines Heimatlandes, stand 2017 mit Uruguay sogar im Halbfinale der U20-Weltmeisterschaft.

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Saracchi füllt in Leipzig die Lücke, die nach der Verletzung von Marcel Halstenberg in der Rückrunde der vergangenen Saison auf der linken Außenverteidigerposition wie ein großes Loch klaffte. In den ersten Wochen kann sich der 1,72 Meter kleine Linksfuß bei Testspielen sowie in der Europa-League-Qualifikation bereits empfehlen, denn bisher trainiert Halstenberg nach seinem Kreuzbandriss noch nicht wieder mit der Mannschaft.

Mit der Verständigung wird es zunächst schwer für den spanisch sprechenden Uruguayer. Eine der wichtigsten RB-Vokabeln im Umgang mit dem Ball hat er allerdings schon gelernt: „Drei Kontakte“. Bei den Rasenballern bekommt er das Trikot mit der Drei von Ex-Verteidiger Bernardo. Damit muss er sich zumindest bei der Nummer nach seinem Wechsel vom argentinischen Rekordmeister River Plate, der elf Millionen Euro kassierte, nicht umgewöhnen.

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Nach Leipzig hat er seine Freundin Luciana und Hund Thor mitgebracht. Zusammen gehen die Drei viel spazieren. Die größte Hürde im Moment: Ohne Deutsch- und Englischkenntnisse Essen bestellen. Mit einem Fünfjahresvertrag ausgestattet hat der junge „Chelo“ allerdings noch bisschen Zeit, um sich hier einzugewöhnen.

Transferinfo: RB Leipzig hat sich Verteidiger Matthew Bondswell von Nottingham Forest geschnappt. Der 16-jährige Engländer wechselt aus der U18 des ehemaligen Vereins von Oliver Burke in die U17 der Rasenballer. Laut LVZ-Informationen war der umworbene Juniorennationalspieler ein Schnäppchen, kostete nur etwas mehr als 100.000 Euro.

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