15. Januar 2018 / 13:03 Uhr

Verwirrung ums Kapitänsamt beim VfL Wolfsburg

Verwirrung ums Kapitänsamt beim VfL Wolfsburg

Redaktion Sportbuzzer
Schmidt-Arnold
Kein Kapitänswechsel: VfL-Profi Paul Verhaegh trug in Dortmund erneut die Binde. Maximilian Arnold, den sich viele Fans als Mannschaftsführer gewünscht hatten, nahm die Entscheidung gelassen. © dpa
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Es sollte Klarheit herrschen, es herrschte Klarheit – aber irgendwie auch wieder nicht. Nicht Maximilian Arnold, nicht Josuha Guilavogui, sondern Paul Verhaegh führte den VfL beim 0:0 in Dortmund erneut aufs Feld. Nach seiner Rückkehr soll allerdings Ignacio Camacho Mannschaftsführer des Fußball-Bundesligisten bleiben.

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Bis kurz vor dem Anpfiff mussten sich die VfL-Fans gedulden, um endlich eine Antwort auf die Frage zu bekommen, wer nach dem Abgang von Mario Gomez nach Stuttgart neuer Mannschaftsführer wird. „Es hat sich nicht aufgedrängt, mitten in der Saison etwas zu verändern“, begründete Trainer Martin Schmidt. Die Entscheidung war bereits im Vorfeld gefallen, aber nicht kommuniziert worden. Auch Verhaegh selbst wurde erst gestern darüber unterrichtet. Ebenfalls hatte Schmidt betont, dass die Kapitänsfrage „intern kein großes Thema“ gewesen sei, sondern sich eher die Medien und die Fans damit beschäftigen.

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Das Thema beenden wollte der Schweizer am Sonntag aber scheinbar auch nicht. „Wenn Cama zurückkommt, werden wir noch mal sprechen“, sagte der 50-Jährige vor der Partie. Im Anschluss hieß es dann: „Ich habe mit den Jungs gesprochen. Wenn Camacho zurück ist, ist er Stand jetzt Kapitän.“ Das klingt immer noch nicht endgültig. Zumindest sieht es aber danach aus, dass es bis Sommer so bleibt und sich an der Hierarchie beim VfL zunächst nichts ändert. Das unterstrich auch Verhaeghs Aussage nach Schlusspfiff: „Wir haben eine klare Rangfolge und die bleibt auch so bestehen.“ Und der Niederländer weiter: „Der Trainer hat es so gelassen, alles andere wird sich zeigen. Für mich ist es nicht so wichtig, wer die Binde trägt. Ob mit oder ohne Binde, ich werde immer Verantwortung übernehmen.“

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Und Arnold? Der trägt die Entscheidung mit Fassung – und könnte das Kapitänsamt eventuell in der kommenden Spielzeit bekleiden. In Dortmund blieb der 23-Jährige ganz cool. „Nein, ich war absolut nicht sauer. Ich mache mich da nicht verrückt. Paul macht seinen Job ziemlich gut“, sagte das Eigengewächs, das viele VfL-Anhänger gern als Kapitän gesehen hätten – das hatte eine Sportbuzzer-Umfrage (74 Prozent der Stimmen) ergeben. Auch Guilavogui, der zum Kandidaten-Kreis gezählt hatte, blieb gelassen. „Paul ist eine gute Entscheidung“, so der Franzose.

Zusammenfassend: Verhaegh bleibt in Abwesenheit von Camacho Kapitän, Arnold ist zweiter Stellvertreter. Und wann kann der Spanier, der nach seiner Sprunggelenk-OP noch Probleme mit der Wundheilung hat, wieder für den VfL auflaufen? „Ich erwarte ihn Mitte Februar zurück“, so Schmidt.

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