08. April 2016 / 22:53 Uhr

VfB gewinnt nach "Scheißwoche": Hopp-Debüt gelingt

VfB gewinnt nach "Scheißwoche": Hopp-Debüt gelingt

Marcel Diederichsen
Es geht doch: Dennis Wehrendt bejubelt mit Dennis Voß eines der VfB-Tore. USER-BEITRAG
Es geht doch: Dennis Wehrendt bejubelt mit Dennis Voß eines der VfB-Tore. © Felix König
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Das erste Spiel unter dem Interimstrainer gewann der VfB Lübeck mit 4:2.

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Gegen das angeschlagene Kellerkind BV Cloppenburg gewann der VfB Lübeck am Freitagabendabend in der Regionalliga Nord vor 1187 Zuschauern mit 4:2. Für die Lübecker war es erst der zweite Sieg in diesem Jahr. Nach der Entlassung von Trainer Denny Skwierczynski stand man zudem unter Druck, zumal die Abstiegsränge immer näher rückten.

So sagte auch Interimscoach Michael Hopp: "Die drei Punkte mussten wir heute holen". Der VfB startete auch in der Tat gut und kam durch Stefan Richter (3.), Kubilay Büyükdemir (8.) und Marvin Thiel (10.) zu ersten Chancen. Doch sie alle konnten sie nicht verwerten. Die Leistungskurve zeigte in der Folge nach unten. Der BV Cloppenburg kam in der 18. Minute durch den Ex-Lübecker Arnold Suew zu einer ersten Gelegenheit. Doch Toboll parierte seinen Freistoß. Ärgerlich: Dennis Wehrendt sah seine fünfte Gelbe Karte und wird gegen Weiche Flensburg fehlen - genau wie Nils Lange wenig später. "Nach gutem Beginn haben wir den Faden verloren", musste auch Michael Hopp erkennen.

Daher stellte er in der Halbzeit um. Büyükdemir verließ das Feld und Voß kam. Viele werden sich gewundert haben, so war der junge Büyükdemir mit Thiel einer der besseren Spieler auf dem Platz - allerdings Gelb-Rot-gefährdet. Doch Voß zahlte das Vertrauen von Hopp mit einer Vorlage zurück. In der 59. Minute schickte er Maletzki mit einem klasse Pass. Der junge Mittelfeldmann, der zuletzt sogar suspendiert worden war, schloss sicher ab. Der Bann war gebrochen. Glück hatte er zudem. Denn Schiedsrichter Rath zückte nicht den gelben Karton. Maletzki hatte sein Trikot ausgezogen.

Danach kam von Cloppenburg nicht mehr allzu viel. Fünf Minuten später köpfte Dennis Wehrendt eine Freistoßflanke von Thiel ins Netz. Die Stimmung im Stadion wurde nun auch merklich besser. Spätestens als Christoph Kramer (74.) das 3:0 nachlegte, gab es keine Zweifel mehr am Sieg. Zwischenzeitlich holte sich aber auch Abräumer Lange seine fünfte gelbe Karte ab.

Zehn Minuten vor Schluss gelang es Cloppenburg, durch einen Kopfballtreffer von Suew zu verkürzen. Doch schon kurz darauf (85.) zog Bohnsack an der Strafraumgrenze ab und versenkte den Ball in der unteren rechten Ecke. Willens Treffer in der Schlussminute und damit das 4:2 ging dann im Jubel unter. Er setzte sich nach einer Ecke per Kopf durch.

Kapitän Moritz Marheineke war erleichtert: "Das war eine Scheißwoche. Wir haben gewonnen. Das ist das wichtigste für den Verein. Wir sind einfach happy. Man hat gesehen, dass das 1:0, 2:0 ein echter Brustlöser war. Wir hoffen dass es jetzt besser wird. Das 4:2 tut gut. Alles weitere werden wir in der nächsten Woche sehen."

Der Ex-Eicheder und Strander auf Cloppenburger Seite, Flodyn Baloki, sah ebenfalls die Phase nach der Pause als Knackpunkt: "Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg verdient. Wir haben die Bälle zu leicht verloren. In den ersten 20 Minuten nach der Pause haben wir es nicht geschafft, uns zu befreien. Der VfB hat gedrückt. Mit dem 3:0 war das Spiel entschieden."

(mit Jürgen Rönnau, Sönke Gorgos und Volker A. Giering)

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