07. Februar 2018 / 17:42 Uhr

VfB Lübeck beantragt Drittliga-Lizenz

VfB Lübeck beantragt Drittliga-Lizenz

Jürgen Rönnau
VfB-Trainer Rolf Martin Landerl (l.) und Vorstandssprecher Thomas Schikorra.
VfB-Trainer Rolf Martin Landerl (l.) und Vorstandssprecher Thomas Schikorra. © FELIX KÖNIG/54°
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Regionalliga-Platz 8, 13 Punkte zurück auf die Spitze – aber Grün-Weiß greift an. Logen-Tickets für Partie gegen Jeddeloh zu gewinnen

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Die Frist des DFB läuft erst am 1. März ab, aber schon jetzt bezieht Regionalligist VfB Lübeck klar Position. „Wir werden definitiv eine Drittliga-Lizenz für die Saison 2018/19 beantragen“, sagt VfB-Vorstandssprecher Thomas Schikorra. „Wir haben alles vorbereitet, unsere Zahlen stimmen.“

Ein Signal, ein Aufruf! Denn sportlich hinkt Grün-Weiß den eigenen Ansprüchen hinterher: Platz acht in der Regionalliga, 13 Punkte Rückstand auf Tabellenführer HSV II. Nur der Champion erhält das Recht, an der Aufstiegsrunde zur 3. Liga teilzunehmen. Wenn der nicht will oder darf, rückt der tabellarisch Rangnächste nach, der eine Lizenz beantragt hat. Das wären aktuell Weiche Flensburg und VfL Wolfsburg II.

„Noch ist doch alles möglich.“


„Wir machen das trotzdem“, sagt Schikorra. „Noch ist doch alles möglich.“ Sein Vorstandskollege Florian Möller ergänzt: „Wir sind es dem eigenen Anspruch, unserer Strategie, den Fans und Sponsoren schuldig, diesen Antrag zu stellen, solange die theoretische Aufstiegschance besteht. Und es schadet ja auch nicht, die Spieler unter Druck zu setzen, die wir geholt haben, um mit dem VfB den nächsten Schritt zu machen.“ Darum sind elf Spielerverträge zusätzlich der von Trainer Rolf Landerl bis 2019 datiert, alle gültig auch für die 3. Liga. Die Antragskosten sind überschaubar (vierstellig), da der VfB das ganze Prozedere vor einem Jahr schon einmal durchgeführt hat.

Aufstieg der HSV-Reserve vom Klassenerhalt des Dinos abhängig


Aber die Lage ist etwas verwirrend. Kann der VfB als Tabellen-Midfielder überhaupt noch aufsteigen? Ja, das geht. Zwar führt die HSV-Reserve die Liga an, ist aber abhängig vom Wohl und Wehe der Hamburger Führungsetage. Wenn der Liga-Dino aus der Bundesliga absteigt, ist längst nicht sicher, dass die Zweite eine Drittliga-Lizenz beantragen würde. Das wäre zwar möglich, aber bei der angespannten Finanzlage gibt's da klubintern einige Vetos. Auch Vorstandsboss Heribert Bruchhagen soll intern angedeutet haben, dass die Zweite nicht aufsteigt, wenn die Erste zweitklassig wird.

Für den VfB wäre das ein Geschenk. Aber auch der Tabellenzweite Weiche Flensburg ist dem VfB enteilt. Hier beträgt der Rückstand zehn Punkte. Die Rechnung könnte lauten: Der VfB, der schon sechs Spielausfälle zu verzeichnen hat, gewinnt seine Nachholspiele. Und dann auch das Duell gegen Flensburg. Man wäre wieder dran. Trainer Rolf Landerl sagt: „Rechenspiele! Damit beschäftigen wir uns nicht.“

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Etat würde auf mehr als 2,7 Millionen Euro verdoppelt


Gerechnet aber wird längst beim VfB in Richtung 3. Liga. Möller, der das Prozedere seit mehr als zehn Jahren kennt: „Wir haben ja schon ein bisschen Routine, Lizenzen zu beantragen.“ Der Etat würde laut Lizenzantrag etwa verdoppelt auf mehr als 2,7 Millionen Euro, was in der Liga ein absoluter Minuswert wäre. Zum Vergleich: Der SV Meppen arbeitet mit einem 3,5 Millionen-Etat, der FSV Zwickau mit 5,3 Millionen, der VfL Osnabrück mit rund 9 Millionen und Hansa Rostock mit rund 15 Millionen Euro (allein 4 Millionen für Spielergehälter).

Zusatzeinnahmen in der 3. Liga


Allerdings gäbe es als Drittligist auch satte Zusatzeinnahmen. Allein über TV-Gelder, die für den VfB in der Regionalliga bisher trotz Livesendungen bei Sport1 knapp fünfstellig waren, würde der VfB 842 000 Euro in der neuen Spielklasse generieren. Dazu kämen von den Liga-Partnern bwin 110000 Euro und Adidas als Ballsponsor 10000 Euro. Mehr als eine Million Euro für den Aufstieg – eine satte Motivation.

Logen-Tickets für Partie gegen Jeddeloh zu gewinnen


Nach 87 Tagen soll die Regionalliga-Zwangspause des VfB Lübeck am Sonnabend vorbei sein – dann wollen die Grünweißen um 14 Uhr gegen den SSV Jeddeloh ihre Aufholjagd fortsetzen. In den letzten vier Spielen 2017 holte der VfB zehn Punkte, bevor er von der Absagen-Serie ausgebremst wurde.
Und acht LN-Leser können gegen Jeddeloh gratis als VIPs dabeisein. Wir verlosen 4x2 Logen-Tickets (Eintritt inklusive Bewirtung). Gewinnen kann nur, wer sich bis Donnerstag, 15 Uhr online per Stichwort LN-Loge (Telefonnummer wg. Rückruf nicht vergessen) bewirbt unter: verlosungen@ln-luebeck.de

Jedes Spiel ein Bild: Der Saisonverlauf des VfB Lübeck 2017/2018 in der Galerie!

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