USER-BEITRAG Denny Skwierczynski wurde heute Abend von seinem Amt entlassen. In der Rückrunde gab es nur vier Punkte. © Susanne Huebner

VfB Lübeck entlässt Trainer Skwierczynski, Hopp kommt

Angst um den Klassenerhalt: VfB zieht die Reißleine und entlässt den Trainer

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Denny Skwierczynski ist nicht mehr Trainer des VfB Lübeck, auch sein Co-Trainer Henning Meins muss seinen Posten räumen. Das Abschlusstraining heute vor dem „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Cloppenburg (morgen, 19.30 Uhr) leitet der künftige Chefscout, Analyst und Kaderplaner Michael Hopp zusammen mit Timo Neumann.

Nachdem der VfB nach einer Reihe schwacher Auftritte zuletzt sogar in Abstiegsgefahr geraten ist, der Klub dadurch seine Ziele – „Projekt 2019 – Drittligaaufstieg“ mit dem ab Juli neuen Trainer Landerl – gefährdet sieht, nach gründlicher Analyse der Situation und intensiven Beratungen im Vorstand und Aufsichtsrat, hatte Sportvorstand Wolf Müller die undankbare Aufgabe, die Situation am Donnerstag mit Skwierczynski zu beleuchten. Gestern Abend fanden dann abschließende Gespräche auf der Lohmühle statt, um die Entscheidung endgültig mitzuteilen. Das Duo ist ab sofort freigestellt, das restliche Funktionsteam behält seine Ämter. Wenig später wurde die Mannschaft informiert.

Müller: „Die sportliche Entwicklung war zuletzt leider nicht so, wie wir es uns gemeinsam vorgestellt haben. Wir alle können die Tabelle lesen wir stehen nur vier Punkte vor einem Abstiegsplatz - und heute weiß noch niemand, wie viele Absteiger aus der Regionalliga es tatsächlich geben wird. Fakt ist: wir haben eine negative sportliche Tendenz, die Mannschaften unter uns dagegen überwiegend positive Tendenzen.“ Man könne nicht tatenlos zusehen. Und er erinnert sich an die Zweitligasaison 2003/4, als der VfB unter Dieter Hecking die Gefahr nicht erkennen wollte – und am Ende überraschend abgestiegen war. „Das darf uns nicht passieren.“

Müller selbst war jahrelang Assistent von Skwierczynski, beide sind gut befreundet, das gesamte VfB-Führungsteam pflegt eher einen familiären Umgang. Darum fiel die Entscheidung besonders schwer. Müller: „Wir haben Denny als Menschen und Trainer sehr schätzen gelernt und gemeinsam eine tolle Zeit verbracht. Er hat dem neuen Weg ein Gesicht gegeben und wird es auch weiterhin sein.“ Der 42-Jährige war seit Juli 2009 Trainer beim VfB, coachte 117mal die VfB-Reservemannschaft und 111mal das Ligateam. Er hielt dem Klub auch in der Insolvenzphase die Treue, brachte ihn zurück in die Regionalliga, führte ihn in den DFB-Pokal und auch jetzt wieder ins Landespokalfinale (28. Mai).

Dass der neue künftige Trainer Rolf Landerl die Mannschaft sofort übernimmt, ist nicht möglich, da er vertraglich noch in Wien gebunden ist. Und so springt A-Lizenzinhaber Michael Hopp kurzfristig ein. Der 35-Jährige brach gestern seinen Holland-Urlaub ab, um heute um 19.30 Uhr das Training der VfB-Ligamannschaft zu leiten. „Das kam überraschend für mich“, sagte Hopp den LN, „aber für meinen zukünftigen Arbeitgeber übernehme ich diese Aufgabe natürlich.“ Hopp ist ab Juli im Funktionsteam unter Landerl an entscheidender Stelle engagiert.
„Hopper“ war selbst aktiver VfB-Spieler, coachte später die A-Jugend bis in die Bundesliga, entwickelte zahlreiche Talente – und will jetzt „zwei Monate voll Power“ geben, will Impulse setzen, das Selbstbewusstsein der Spieler stärken und „heute Nacht erstmal drei, vier Videos von Cloppenburg-Spielen studieren“.

VfB Lübeck Region/Lübeck VfB Lübeck (Herren)

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