12. März 2018 / 22:15 Uhr

VfB Lübeck funkt SOS

VfB Lübeck funkt SOS

Jürgen Rönnau
Benjamin Gommert, Platzwart Torsten Kastens und Daniel Halke (v.l.) zeigen es an: Hier geht gar nichts.
Benjamin Gommert, Platzwart Torsten Kastens und Daniel Halke (v.l.) zeigen es an: Hier geht gar nichts. © 54°
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13. Spielabsage in dieser Regionalliga-Saison – Spitzenduell mit Hamburger SV II kurzfristig gecancelt

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Erst der Schnee, dann die Schmelze, jetzt zuviel Wasser. Unglaublich – aber am Montag musste kurzfristig bereits das 13. Regionalligaspiel des VfB Lübeck in dieser Saison abgesagt werden. Diesmal traf es das Spitzenspiel gegen den HSV II. Jetzt erscheint es fast unmöglich, die noch immer verbleibenden 17 Punktspiele binnen 58 Tagen bis zum 13. Mai ordnungsgemäß zu absolvieren. Am Dienstag trifft sich der zuständige Spielausschuss des Norddeutschen Fußballverbandes (NFV) in Hamburg, um einen Krisenplan zu entwickeln.

Eigentlich sah es gut aus für diese mit großer Spannung erwartete Partie gegen den Tabellenführer Hamburger SV II. Nicht mal eine Platzkommission war zunächst einbestellt worden. Der Boden war zwar tief, aber er wirkte durchaus noch bespielbar. Besondere Brisanz verlieh dem Match der Trainerwechsel beim HSV. Denn Christian Titz, der die HSV-U21 am Abend auf der Lohmühle coachen sollte, war am Mittag zum Proficheftrainer aufgestiegen, nachdem Bernd Hollerbach gefeuert worden war. Die Medien freuten sich, den neuen, unbekannten HSV-Hoffnungsträger unter die Lupe nehmen zu können – für Sport1 ein Hauptgewinn, denn der Sender wollte ab 20.15 Uhr live von der Lohmühle übertragen.

Trostlose Szenerie

Doch die Lage kippte. Erst nieselte, dann regnete es. Vorstand Florian Möller checkte den Wetterradar – und berief um neun Uhr besorgt eine A-hoc-Kommission ein. Man hatte Bedenken, aber war noch immer guter Hoffnung. Die normale Spielvorbereitung lief also weiter. Das Catering wurde vorbereitet, der Druck für das Stadionheft musste gestartet werden, um 11 Uhr trafen sich die VfB-Spieler wie üblich vor einem Abendspiel zum „Anschwitzen“. Die Kommission vertagte sich, wollte um 14.30 Uhr eine endgültige Entscheidung treffen. Der Regen wurde stärker. Möller stieg hoch in eine VIP-Loge, beobachtete von dort die trostlose Szenerie, schrieb um 12.45 Uhr per Whatsapp: „Ich bin ratlos und gucke zu, wie sich überall Pfützen bilden.“

Wasser im Spielertunnel

Gegen 14 Uhr folgte schließlich die ultimative Platzbegehung der „Kommissare“ Möller, Boris Hoffmann und Ingo Schubert. Fast wie ein SOS-Ruf sendete Möller um 14.04 Uhr: „Das Wasser läuft inzwischen in den Spielertunnel und in Richtung Kabinen. Hier geht nichts, das Spiel fällt aus.“ Um 14.21 Uhr meldete der NFV offiziell die Absage „leider aufgrund von Unbespielbarkeit des Platzes“. Und: „Über einen Nachholtermin werden wir sobald wie möglich informieren“.

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Hinter den Kulissen wurde bereits mit Terminen jongliert. Der VfB wäre bereit gewesen, bereits am Mittwoch einen erneuten Versuch gegen den HSV zu unternehmen, die Hamburger winkten aber ab. Wegen Problemen mit der „Trainingssteuerung“. In der „Englische-Woche-Taktung“ bis zum 13. Mai (Spiele immer mittwochs und an den Wochenenden), hat der VfB eigentlich nur noch einen freien Termin am 24. März. Dazu müsste aber das bereits an diesem Tag angesetzte Spiel HSV II - Hannover 96 II verlegt werden.

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