11. März 2018 / 17:13 Uhr

VfB Lübeck: Marathon beginnt mit Spitzenspiel gegen den HSV

VfB Lübeck: Marathon beginnt mit Spitzenspiel gegen den HSV

Jürgen Rönnau
Im Hinspiel unterlag der VfB dem HSV II mit 0:2. Doppelter Torschütze für die Hamburger war Ex-Reinfelder Matti Steinmann (hier gegen Halke).
Im Hinspiel unterlag der VfB dem HSV II mit 0:2. Doppelter Torschütze für die Hamburger war Ex-Reinfelder Matti Steinmann (hier gegen Halke). © Agentur 54°
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Morgen, 20.15 Uhr (live bei Sport1), kommt der Hamburger SV II zur Lohmühle

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Morgen beginnen sie, die 62 Tage der Wahrheit für Regionalligist VfB Lübeck. 17 Punktspiele müssen in diesem Zeitraum ausgetragen werden – und der verrückte Marathon beginnt gleich mit den schwersten Gegnern, mit dem Tabellenführer HSV II und fünf Tage später mit dem Landesduell beim Liga-„Vize“ Weiche Flensburg. Danach weiß der VfB, ob noch ’was geht in Sachen Drittligaaufstieg.

„Bis dahin ist es ein weiter Weg, erstmal kommt jetzt der HSV“, sagt Trainer Rolf Landerl. Gestern hatte er seinen Kader schon vormittags zur Lohmühle bestellt, auf tiefem Boden wurde im Nieselregen Gas gegeben. Anschließend inspizierte der Coach den Rasen im Stadion, urteilte: „Es wird jeden Tag ein bisschen besser. Das wird bis Montag kein Golfrasen mehr, aber wir werden spielen können.“ Einen kurzfristigen Spielausfall schließt man beim VfB aus. Vorstand Florian Möller inspizierte den Rasen am Sonntagnachmittag,
meinte: „Es ist wohl nicht nötig für Montag noch eine Platzkommission einzuberufen.“

Das Abschlusstraining am Sonntagvormittag rund 36 Stunden vor dem Anpfiff verlief knapp (60 Minuten), konzentriert und locker. Landerl: „Wenn wir verkrampfen bringt das gar nichts, wir haben einen Plan für das Spiel, dem vertrauen wir und fühlen uns gut vorbereitet.“ Zwei Fragen die Mannschaft betreffend sind offen. Wer ersetzt den eigentlich unverzichtbaren aber gelbgesperrten Moritz Marheineke in der Innenverteidigung? Und welche drei Spieler streicht Landerl, um auf seinen 18er-Kader zu kommen? Antwort eins lässt der Coach bis zwei Stunden vor dem Anpfiff offen, erst um 18.45 Uhr löst er auf, ob Kapitän Dennis Wehrendt endlich mal wieder in der Startelf steht, oder ob Tim Weißmann den Job bekommt. Wer den bitteren Gang auf die Tribüne antreten muss, steht dagegen fest: Marvin Thiel, Leon Dippert und Tim Queckenstedt haben es nicht in den Kader geschafft, Henrik Sirmais – der ebenfalls wackelte – ist dabei. Landerls Begründung: „Simme ist links und rechts einsetzbar, das spricht für ihn.“

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Den HSV II hat Landerl gemeinsam mit Sportdirektor Stefan Schnoor beim 5:1 gegen Norderstedt beobachtet. Schnoor: „Der HSV gehört zu den drei besten Regionalligisten in Deutschland, aber auch sie sind schlagbar, wir haben Ansätze gesehen. Man darf sie nicht ins Spielen und Kombinieren kommen lasse, aber wenn man sie aggressiv und konsequent
attackiert, dann geht was, das mögen sie nicht.“ Zudem setzt er auf die Lohmühle. „Die HSV-Jungs kennen doch nur Kulissen von 250 oder 300 Zuschauern“, sagt Schnoor. „Da setz ich auf unsere Fans, dass sie der zwölfte Mann sind.“ Wen die Hamburger mit zur Lohmühle bringen werden, ist unklar. Bakery Jatta und Top-Torjäger Törles Knöll sind sicher gesetzt, Tatsuya Ito, der den VfB im Hinspiel (2:0 für den HSV) schwindlig spielte, war schon jüngst beim Hamburger 5:1 gegen Norderstedt dabei, wird in der Startelf erwartet. Und vielleicht ist sogar Shooting-Star Fiete Arp auf der Lohmühle dabei. Überraschend und ohne Begründung hatte Profitrainer Bernd Hollerbach den Segeberger nicht mit nach München genommen, ihm so das 0:6-Debakel erspart.

Bilder von der Hinspielniederlage des VfB Lübeck beim HSV II

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Das Interesse am Topspiel am Montagabend ist groß. Der Vorverkauf läuft besser als zuletzt, besser auch als beim Regionalderby gegen Eutin, dem „Jahresopener“ für den VfB, den Grün-Weiß gewann. Es war übrigens der fünfte Sieg in Folge – jahresübergreifend allerdings, über vier Monate verteilt wegen der vielen Spielausfälle. Der HSV hat dagegen vor dem 5:1 gegen Eintracht Norderstedt etwas geschwächelt, dreimal nur Remis gespielt.

Die Wertigkeit der Partie wird zudem durch das TV-Interesse verdeutlicht. Zum dritten Mal ist Sport1 auf der Lohmühle, überträgt bundesweit im Free-TV. Vier Kameras werden das Geschehen einfangen und transportieren, Reporter ist morgen ab 19.55 Uhr Markus Höhner. Und wie üblich bei Live-TV-Spielen wird das Schiedsrichtergespann um den Bremer Yannick Rath durch einen vierten Offiziellen verstärkt. Diesen Part übernimmt der Hartenholmer Malte Göttsch. Schließlich nutzt der VfB die große Präsenz, um für die Aktion „Internationale Wochen gegen Rassismus“ zu werben. Dazu wurden die Trikots mit dem Logo der Kampagne beflockt. Vorstand Florian Möller: „Wir wollen ein Zeichen setzen, da kommt es gelegen, dass dies ein Livespiel ist.“

VfB-Kader: Gommert, Langer, Sirmais, Thelen, Halke, Wehrendt, Weißmann, Gomig, Mende, Deichmann, Nogovic, Gebissa, Hoins, Isitan, Löffler, Richter, Sezer, Noel

Nicht dabei: Moritz Marheineke (gesperrt), Eric Birkholz (Aufbautraining nach Schambeinentzündung, Thiel, Queckenstedt, Dippert (keine Kaderberufung)

Schiedsrichter: Yannick Rath (27/Bremen, pfiff bereits das 4:2 bei Eutin 08, insgesamt sein sechstes VfB-Spiel. Assistenten: Christopher de Vries, Sebastian Schiller. Vierter Offizieller: Malte Göttsch (TuS Hartenholm)

Kassen: Kartencenter bereits ab 17.15 Uhr geöffnet, sechs Tageskassen ab 19.15 Uhr
Anpfiff: Montag, 12. März, 20.15 Uhr, Lohmühle Lübeck

Medien: Liveticker online im LN-Sportbuzzer, TV-Liveübertragung ab 19.55 Uhr bei Sport1.

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