03. Oktober 2018 / 19:13 Uhr

VfB Lübeck nach Sieg im Traumfinale gegen Weiche 08

VfB Lübeck nach Sieg im Traumfinale gegen Weiche 08

Volker A. Giering
Stefan Richter (Nr. 11, VfB Luebeck), Yannick Deichmann (Nr. 10, VfB Luebeck), Daniel Halke (Nr. 19, VfB Luebeck), Marvin Thiel (Nr. 13, VfB Luebeck) und Dennis Hoins (Nr. 23, VfB Luebeck) freuen sich ueber ein Tor.
Stefan Richter (Nr. 11, VfB Luebeck), Yannick Deichmann (Nr. 10, VfB Luebeck), Daniel Halke (Nr. 19, VfB Luebeck), Marvin Thiel (Nr. 13, VfB Luebeck) und Dennis Hoins (Nr. 23, VfB Luebeck) freuen sich ueber ein Tor. © Agentur 54°
Anzeige

Im zweiten Halbfinalspiels des SHFV-Pokals im Todesfelder JODA-Sportpark hatte der Favorit aus der Regionalliga am Ende wenig Mühe. Auch, weil sich die tapferen Gastgeber selbst schwächten.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Das Traumfinale im SHFV-Landespokal ist perfekt. Am 25. Mai 2019 empfängt der VfB Lübeck den Regionalliga-Konkurrenten SC Weiche Flensburg 08. Während sich die Flensburger mit 2:0 beim Landesliga-Primus SV Preußen Reinfeld durchsetzten, erfüllten die Grün-Weißen ihre Aufgabe beim 3:0 beim Oberliga-Zweiten SV Todesfelde souverän. Neben Ahmet Arslan gelang Kresimir Matovina ein Doppelpack. Für den kroatischen Neuzugang waren es die ersten Tore für die Lübecker.

Todesfelde schwächt sich selbst

1200 Zuschauer sorgten im Joda-Sportpark für eine tolle Kulisse. Einen echten Pokalfight sahen sie aber nicht. Denn schon nach 17 Minuten verloren die Todesfelder ihren Abwehrchef Kai-Fabian Schulz wegen einer angeblichen Notbremse an VfB-Stürmer Daniel Franziskus kurz vor der Strafraumgrenze. „Ich habe ihn kurz gehalten. Wenn er fällt, gibt es Rot. Franziskus läuft aber weiter. Das ist bitter, auch weil wir den Ball hatten. Uns diesen aber zu weit vorlegen“, sagte Schulz, der sich das weitere Geschehen auf der ausverkauften Tribüne anschaute. Beide Trainer waren sich später einig, dass der frühe Platzverweis für den ehemaligen Schönberger der „Dosenöffner“ aus Sicht der Gäste war.

Den fälligen Freistoß verwandelte Arslan (17.) sicher flach rechts unten. „Anfangs war die Partie noch ausgeglichen. Danach war es für den Gegner schwierig, zurückzukommen“, bilanzierte Gästetrainer Rolf Landerl. „Mit einer Roten Karte ist es immer schwierig. Gerade gegen einen höherklassigen Verein“, sagte Tramm.

VfB fahrlässig vor dem Tor

Beide Trainer hatten im Tor auf ihre jeweiligen Ersatzleute gesetzt: Der Ex-Eutiner Lukas Benner bei den Gastgebern und auf der anderen Seite Neuzugang Kevin Tittel. In der Folge hatte Benner deutlich mehr zu tun. Einziges Manko war, dass der Favorit nicht schon vor der Pause bei den Möglichkeiten von Franziskus (32.), Yannick Deichmann (38., Benner klärte spektakulär auf der Linie) und Thiel (42.) für eine Vorentscheidung in einer einstigen Partie sorgte.

Für diese sorgte dann Matovina (46.) wenige Sekunden nach Wiederanpfiff nach guter Vorlage von Deichmann. Überhaupt schaltete sich der Linksverteidiger mehrmals nach vorne ein und belohnte sich in der 65. Minute mit seinem zweiten Treffer nach Vorlage von Dennis Hoins für eine starke Leistung. „Das Ziel war ein Sieg und das Finale in unserem Stadion“, freute sich Matovina. „Wir sind mit viel Respekt in das Spiel gegangen, haben aber gezeigt, dass wir mehr Qualitäten hat.“ Zu seinem Doppelpack sagte der 26-Jährige: „Das ist ein schönes Gefühl. Ich bin glücklich, versuche immer nach vorne zu gehen. Heute hat es gut geklappt.“

Mehr Fußball aus der Region

"Tofe"-Coach Sven Tramm enttäuscht

Bei den tapfer kämpfenden Segebergern fehlte in Unterzahl einfach die Entlastung nach vorne. Die einzigen Torchancen besaßen Rafael Krause (54.) und Janick Losse (80.), der aus 20 Metern den linken Pfosten traf. Ein höheres Ergebnis vergaben indes Deichmann und der eingewechselte Stefan Richter jeweils per Kopfball an Benner (76.). „Wir haben nichts anbrennen lassen. Wobei uns die Rote Karte in die Karten spielt“, befand VfB-Kapitän Daniel Halke. Sein Coach Landerl meinte: „Wir konnten völlig verdient nachlegen und haben unser primäres Ziel erreicht.“ Etwas geknickt war Tramm. „Im zweiten Abschnitt hatten wir uns etwas vorgenommen. Das schnelle 2:0 war ärgerlich. Wir wollten etwas mehr Paroli bieten und ein knapperes und spannenderes Pokalspiel liefern“, resümierte der 40-Jährige.

VfB Lübeck träumt vom DFB-Pokal

Begeistert zeigte sich Tramm von der Zuschauerresonanz: „Das ist gigantisch für uns. Das war eine überragende Sache. Auch für unsere viele freiwilligen Helfer.“ Lübecks Vorstandssprecher Thomas Schikorra blickte derweil nach vorne. „Das ist das Endspiel, das wir haben wollten. Das wird sicherlich ein gutes Spiel vor einer ansprechenden Kulisse. Wir haben immer gesagt, dass wir anlässlich unseres 100-jährigem Vereinsjubiläums im DFB-Pokal spielen wollen“, sagte er. Hiervon sind Halke & Co. jetzt nur noch einen Schritt entfernt.


SV Todesfelde: Lukas Benner – Koth, Schulz, Petzold – Jaacks, Urbanski (73. Loose), Stehnck, Kukanda – Bento, Bruhn (46. Kevin Benner) – Krause (73. Studt).

VfB Lübeck: Tittel – Thiel, Halke (69. Sezer), Gruppe, Weißmann, Matovina – Arslan (56. Hoins), Nogovic, Deichmann – Löffler, Franziskus (56. Richter).

Wir haben die besten Bilder des Pokalhalbfinals für euch in der Galerie:

Zur Galerie
Anzeige
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Lübeck
Sport aus aller Welt