12. Oktober 2018 / 22:09 Uhr

VfB Lübeck nimmt Bollwerk Drochtersen nicht ein

VfB Lübeck nimmt Bollwerk Drochtersen nicht ein

Jürgen Rönnau
Drochtersen-Schlussmann Patrick Siefke faustet den Ball weg. Der VfB Lübeck kam gegen die Niedersachsen nicht durch. 
Drochtersen-Schlussmann Patrick Siefke faustet den Ball weg. Der VfB Lübeck kam gegen die Niedersachsen nicht durch.  © Jürgens
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Trotz der zweiten Saisonniederlage bleibt Grün-Weiß Tabellenzweiter

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Irgendwie hatte der VfB schon kein richtig gutes Gefühl vor dem „ekligen“ Auswärtsspiel beim SV Drochtersen/Assel. Und tatsächlich fuhren die Grün-Weißen mit leeren Händen nach Hause. Mehr Spielanteile, mehr Chancen, mehr Ecken – aber mindestens ein Tor zu wenig. Der VfB unterlag im Kehdinger Stadion mit 1:2, leistete sich die zweite Saisonniederlage, bleibt zwar Tabellenzweiter – verpasste aber die Möglichkeit, Spitzenreiter VfL Wolfsburg II hauteng auf den Fersen zu bleiben . . .

Dabei hatte man den Weg diesmal besser geplant als vor der ersten Niederlage 2018/19 beim TSV Havelse (ebenfalls 1:2). Da hatte man sich nämlich logistisch vertan, war zu spät losgefahren, verpasste quasi den Anpfiff. Diesmal hatte man es besser gemacht, hatte mehr Zeit eingeplant – denn den üblichen Stau auf der Autobahn gab es genau wie damals. 90 Minuten vor dem Anpfiff war der VfB vor Ort – und Trainer Rolf Landerl hatte eine Überraschung parat: Im Tor stand nicht Malte Schuchardt, sondern Kevin Tittel. Den gesperrten Tim Weißmann ersetzte erwartungsgemäß Aleksandar Nogovic, Yannick Deichmann den erkrankten Dennis Hoins. Und Cemal Sezer löste Leon Dippert in der Startelf ab.

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Der VfB übernimmt auf dem nicht regionalligatauglichen Rasen sofort das Kommando, Drochtersen formiert sich massiv in der Defensive, verlegt sich aufs Kontern – es entwickelt sich genau das Spiel, das Landerl erwartet hatte. Wie gegen Rehden wird einer gesucht, der die harte Nuss knacken könnte – und dieser jemand ist schließlich Kresimir Matovina.

Matovina sorgt mit Traumtor für die Führung

22. Minute – ein verrückter Angriff! Der VfB überlupft drei Verteidiger, zuletzt Sezer auf Deichmann. Der schlägt eine Bogenlampe auf Matovina, der im Rückraum den Ball über den Spann und in den Winkel rutschen lässt. 1:0 für Grün-Weiß. Geht doch – denken die wohl 150 Fans aus Lübeck. Der VfB-Express nimmt Fahrt auf.

Und dann wird er urplötzlich wieder gestoppt. 31. Minute – einen Standard faustet Tittel aus dem Strafraum und erwischt dabei Kapitän Halke, der liegen bleibt. Dadurch ist die VfB-Defensive bei der erneuten Hereingabe unsortiert. Marcel Andrijanic trifft zum 1:1.

Halbzeit. Danach das gleich Bild wie zuvor. Der VfB stürmt, Drochtersen wartet ab – wie im DFB-Pokal gegen Bayern München vor ein paar Wochen, als die Niedersachsen unglücklich mit 0:1 verloren, weil Robert Lewandowski in der 81. Minute doch noch für den FCB traf.

Die Lübecker Niederlage in Drochtersen in der Einzelkritik:

Kevin Tittel: Sah beim 1:1 unglücklich aus. Dass er Halke umreißt kann passieren, doch muss dann weiter auf das Spiel fokussiert sein. Sieht beim 2:1 den Ball spät. Ansonsten mit wenigen Chancen sich auszuzeichnen.  Zur Galerie
Kevin Tittel: Sah beim 1:1 unglücklich aus. Dass er Halke umreißt kann passieren, doch muss dann weiter auf das Spiel fokussiert sein. Sieht beim 2:1 den Ball spät. Ansonsten mit wenigen Chancen sich auszuzeichnen.  ©
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Der VfB ist nicht der FCB...

Aber der VfB ist nicht der FCB. Das Glück ist nicht mit den Gästen – und so donnert Franziskus’ Kopfball nur an die Latte (56.). Kurz darauf scheitert Deichmann an Keeper Siefkes – und der eben erwähnte Franziskus will es anschließend (und auch schon vorher) zu eigensinnig machen. Das rächt sich.

71. Minute – ganz schlecht verteidigt von der gesamten VfB-Elf. Nach einem Eckball bleiben die Hausherren ewig in Ballbesitz und kommen gegen elf Lübecker Verteidiger zum Abschluss, wieder ist es Andrijanic. 2:1 für die Gastgeber Der VfB versucht danach alles, bekommt vom Schiri sogar sechs Minuten Nachspielzeit. Es nützt nichts. Die zweite Saisonniederlage ist perfekt.

SV Drochtersen/Assel: Siefkes – Fiks, El Saleh, Stöhr, Mau, Hermandung (90. Sung Hyun Jung), Rogowski, Ioannou, Gooßen (90. Kleine), Andrijanic, Neumann (86. Edeling)
VfB Lübeck: Tittel – Riedel, Halke, Grupe, Nogovic, Matovina – Mende, Arslan, Deichmann (80. Löffler) – Franziskus, Sezer (80. Dippert)
Schiedsrichter: Timo Hippel (Bremen) – Z.: 1114
Tore: 0:1 Matovina (22.), 1:1 Andrijanic (31.), 2:1 Andrijanic /71.)
Gelbe Karten: Mende (3) , Arslan (3), Halke (7) – Rogowski, Mau, Ioannou, Gooßen

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