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VfB Lübeck: Stimmen zum Heimsieg gegen Hannover 96 II

Clemens Behr
Cemal Sezer nach dem Sieg gegen 96 II: "Auf der Lohmühle wollen alle was holen." © Agentur 54°

Landerl lobt Sezer - Deichmann "kurz weg" - Mende schaut weit zurück

VfB-Trainer Rolf Landerl:

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Zum Spiel: "Wir Haben gewusst, dass Hannover eine sehr spielstarke Mannschaft ist, die im Vergleich zum letzten Jahr nochmal gereift ist. Vor dem Gegentor haben wir nicht konsequent genug den Gegenangriff unterbunden. Wie wir uns danach zurückgefightet haben - davor ziehe ich meinen Hut. So ein Spiel schweißt die Mannschaft zusammen."
Zum Torschützen Cemal Sezer: "Er war in den letzten Woche oft enttäuscht, wenn er nicht von Anfang an gespielt hat. Er hat heute ein Statement gesetzt und das muss ein Zeichen an alle Spieler sein, die momentan vielleicht etwas hinten dran sind." 
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_Zur Kadersituation nach den Sperren von Daniel Halke (5. Gelbe) und Sven Mende:
"Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir defensiv nicht die große Breite im Kader haben. Wir werden für die nächste Woche Lösungen finden."

96-Trainer Christoph Dabrowski: "Das Spiel hat eine Eigendynamik angenommen was die Emotionalität anbetrifft. Wir sind natürlich extrem enttäuscht. Glückwunsch an Lübeck, dass sie sich für den Aufwand belohnt haben. Ich bin hochzufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft. Am Ende wurde es hitzig, aber Emotionalität gehört dazu. Wir sind ein Verlierer, der dem Gegner Respekt zollt. Lübeck hat eine hohe Qualität und wird am Ende der Saison oben zu finden sein."

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Scorerrangliste: VfB Lübeck (2018/2019). Strand: 12.11.2018

Daniel Franziskus: 11 Tore, 2 Vorlagen. Der Neuzugang vom VfB Oldenburg erwischte einen Traumstart in Lübeck und erzielte sechs Treffer in seinen ersten sieben Ligaeinsätzen.  © Agentur 54°
Ahmet Arslan: 4 Tore / 4 Vorlagen. Der Lübecker Jung bereitete bei seiner Rückkehr auf die Lohmühle gegen Lupo Martin Wolfsburg erst ein Tor vor und traf dann selbst. Zuletzt traf er beim 1:5 beim VfB Oldenburg. © Agentur 54°
Dennis Hoins: 4 Tore / 2 Vorlagen. Der Flügelflitzer traf gegen Germania Egestorf/Langreder gleich doppelt und wunderte sich selbst über seine plötzliche Torgefahr. © Agentur 54°
Kresimir Matovina: 1 Tor / 4 Vorlagen. Der kroatische Linksverteidiger bereitete zuletzt das 2:0 gegen den VfL Oldenburg vor. Traf bei der Auswärtsniederlage in Drochtersen sehenswert. © Agentur 54°
Cemal Sezer: 3 Tore / 1 Vorlage. Der Stürmer legte das 2:0 gegen seinen Lieblingsgegner SSV Jeddeloh auf und traf beim 1:1 gegen Eintracht Norderstedt sowie gegen St. Pauli als Joker. © Agentur 54°
Florian Riedel: 1 Tor / 3 Vorlagen. Gegen Egestorf/Langreder konnte der Neuzugang seine Qualitäten als Vorlagengeber unter Beweis stellen, indem er gleich für zwei VfB-Treffer Pate stand. Traf beim 2:0 gegen den VfL Oldenburg selbst.  © Agentur 54°
Marvin Thiel: 2 Tore / 1 Vorlage. Gegen SC Weiche Flensburg legte Thiel das 1:0 für Franziskus auf und machte das 2:0 kurz darauf selbst. © 54°
Yannick Deichmann: 1 Tor / 2 Vorlagen. Der Mittelfeldallrounder zeigte gegen den FC St. Pauli einen Gala-Auftritt - traf selbst und leitete mit tollem Steilpass das 2:0 ein. Zudem mit einem Assist beim 1:2 in Drochtersen.  © Thore Juergensen
Aleksandar Nogovic: 1 Tor / 1 Vorlage. Der zweikampfstarke Mittelfeldspieler traf gegen Jeddeloh zum 3:0-Endstand, obwohl "Nogo" nicht gerade als Torjäger bekannt ist. Schickte zudem Sezer vor dem 3:0 gegen "Pauli" per Kopfball auf die Reise. © Agentur 54°
Leon Dippert: 1 Tor / 1 Vorlage. Bei seinem Startelfdebüt gegen Germania Egestorf legte Dippert das 1:0 auf und machte das 4:1 selbst. © 54° / Garve
Tommy Grupe: 2 Tor / 0 Vorlagen. Traf gegen Hannover 96 II aus dem Gewühl zum 2:1 und in Oldenburg per Kopf nach einer Ecke.  © Agentur 54°
Nico Löffler: 0 Tore / 1 Vorlage. Der Österreichische Mittelfeldspieler legte nach einem Konter das Nogovic-Tor gegen Jeddeloh auf.  © Agentur 54°
Sven Mende: 0 Tore / 1 Vorlage. Bereitete das 1:1 gegen Hannover 96 II per Traumpass auf Sezer vor.  © Agentur 54°

Torschütze Cemal Sezer: "Das war ein anstrengendes Spiel. Auf der Lohmühle wollen alle was holen, das hat man heute wieder gesehen. Dass Rolf an der Linie ein bisschen hitziger ist, wissen wir alle. Die Hannoveraner Bank hat in dem Punkt heute aber gut dagegengehalten. Wir haben einen Rückstand gedreht, zeitweise in Unterzahl gespielt und trotzdem gewonnen. Darauf kann man aufbauen. Bei dem Tor laufe ich einfach durch. Mein Gegenspieler hat da ein bisschen gepennt. Als ich den Kopf dazwischen bekommen habe, stand ich alleine vorm Tor."

VfB-Kapitän Daniel Halke:
Zum Spiel: "Wir haben in der Saison schon weitaus besseren Fußball gespielt, aber solche ekligen Spiele zu gewinnen ist im Laufe einer Saison manchmal umso wichtiger."
Zu den ständigen Disputen mit der Hannoveraner Bank: "Wir haben uns alle nach dem Spiel die Hand gegeben und damit sollte die Sache erledigt sein. Beide Seiten haben sich nichts genommen. Spiele werden manchmal emotional, aber dafür sind wir Fußballer."

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Einzelkritik: VfB Lübeck beim VfB Oldenburg

Kevin Rene Tittel: Bei allen Oldenburger Toren machtlos. Offenbarte nicht zum ersten Mal kleinere Schwächen bei Flanken. Kurz vor der Pause „flutschte“ ihm ein Ball aus den Händen und fiel einem Oldenburger vor die Füße – das blieb aber folgenlos. © Agentur 54°
Tim Weißmann: Heute ein Unsicherheitsfaktor in der Defensive. Leistete sich einen dicken Klops vor dem 0:2, als ihm ohne Gegnerdruck der Ball vom Fuß sprang. © Agentur 54°
Florian Riedel: Grobe Abwehrschnitzer – das muss in dieser Partie positiv erwähnt werden – unterliefen ihm nicht. Nach vorne blieb aber auch er heutige einiges schuldig. Flanken blieben auch von seiner Seite Mangelware. © Agentur 54°
Daniel Halke: Wirkte im Kopf immer einen Schritt zu langsam. Seine Anspiele nach vorne waren viel zu ungenau. © Agentur 54°
Aleksandar Nogovic: Landerl verzichtete darauf den erfahreneren Halke auf die Zentrale in der Innenverteidigung zu setzen. Und das zu Recht. „Nogo“ ersetzte Grupe gut, machte noch den stabilsten Eindruck in der VfB-Abwehr und konnte - abgesehen vom 0:3 - bei den Gegentoren nicht mehr eingreifen. © Agentur 54°
Kresimir Matovina: War auf Links vollkommen abgemeldet, nichts war von der starken Form der Vorwoche zu sehen. Wurde zur Pause rausgenommen. © Agentur 54°
Sven Mende: Verlor den Ball vor dem 0:1 im Aufbauspiel in der Zentrale. Sowas darf ihm nicht passieren. Offensiv mit zwei, drei guten Zuspielen, insgesamt aber unter Normalform. Gute Flanke auf Arslan zum 1:4, doch da war das Spiel gelaufen. © Agentur 54°
Ahmet Arslan: Setzte nach einer Minute die erste Duftmarke, als er von der Strafraumkante den Ball knapp am Tor vorbeischlenzte. Dabei blieb es dann aber auch. Hatte kaum überraschende Aktionen, die dem Spiel noch eine Wendung hätten verleihen können. Immerhin gelang ihm der Ehrentreffer per Kopf zum 1:4. © Agentur 54°
Daniel Franziskus: Hatte enormes Abschlusspech. Im ersten Durchgang nach Sezer-Vorlage noch neben das Tor - nach 51 Minuten zunächst per Kopf, eine Minute später mit dem Fuß erneut ans Aluminium. © Agentur 54° / John Garve
Cemal Sezer: Kam zur Halbzeit für Dippert. Brachte mehr Schwung rein, doch vergab auch die beste VfB-Chance nach 55 Minuten, als er aus spitzem Winkel das leere Tor nicht traf und damit auch die Möglichkeit verpasste, das Spiel nochmals spannend zu gestalten. © Agentur 54°
Leon Dippert:  Kein Faktor im VfB-Spiel. Bekam wenige Bälle und offenbarte dann Tempo- und Technikdefizite. Nahm nach der Pause auf der Bank Platz. © Agentur 54°
Yannick Deichmann: Aktiver als Matovina, doch das war nicht schwer. Unglücklich, als er etwas unkoordiniert Arslan im Mittelfeld anschoss, was zum Konter zum 0:4 führte. © Agentur 54°
Marvin Thiel: Eigentlich auf Außen beheimatet, musste er heute auf ungewohnter Position als Sechser ran. Machte seine Sache gut, spielte starke Pässe in die Tiefe und zeigte sich Ballsicher. © Agentur 54°

Der angeschlagene Yannick Deichmann: "Ich finde wir haben etwas schwer ins Spiel gefunden. Bei meinem Abschluss nach ein paar Minuten konnten der Abwehrspieler noch auf der Linie retten. Danach haben wir zu viele Konter zugelassen. Nach dem Schuss an meinen Kopf war ich kurz weg. In der zweiten Hälfte habe ich schnell gemerkt, dass es nicht mehr viel Sinn macht, zumal fitte Spieler auf der Bank waren. Das zeichnet uns in den letzten Wochen aus, dass die Spieler von der Bank ihre Sache super machen. Cemals Tor vor der Pause war für alle ein Weckruf."

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Ex-Hannoveraner Dennis Hoins: "Es war der erwartet schwere Gegner. Hannover hat viele sehr fitte und schnelle Spieler. Einige kenne ich noch aus meiner Zeit. Bei dem Gegentor haben wir uns blöd angestellt. Umso besser, dass wir das Ding noch drehen konnten. Chapeau an die Mannschaft. Hannover hat den Ball gut laufen gelassen, dennoch haben wir nichts zwingendes zugelassen. Unsere Abwehr stand wie immer sicher. Es ist gut zu wissen, dass auch mal ein Gegenspieler durchbrechen kann, ohne dass was passiert."

Der vom Platz gestellte Sven Mende: "Wir sind zu Beginn schwer in die Zweikämpfe gekommen und häufig hinterhergelaufen. Der Gegentreffer kann so passieren. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal vom Platz musste. Ich glaube in der E-Jugend. Bei der zweiten Gelben habe ich ihn nicht getroffen. Das war kein Foul."

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