04. September 2018 / 21:52 Uhr

VfB Lübeck testet Torwart vom Chemnitzer FC  

VfB Lübeck testet Torwart vom Chemnitzer FC  

Jürgen Rönnau
VfB-Kandidat Kevin Tittel bekam in Chemnitz nach dem Drittliga-Abstieg keinen neuen Vertrag
VfB-Kandidat Kevin Tittel bekam in Chemnitz nach dem Drittliga-Abstieg keinen neuen Vertrag © imago/Picture Point
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Kevin Tittel ist ein Hamburger Jung, hat Drittligaerfahrung und könnte den langzeitverletzten Benni Gommert ersetzen

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Der VfB Lübeck hat auf die schwere Schulterverletzung von Stammkeeper Benjamin Gommert (wude bereits operiert) reagiert. Schon am Dienstag (4.9.) stand ein neuer Mann beim Training zwischen den Pfosten an der Lohmühle: Kevin Tittel, 24 Jahre alt, gebürtiger Hamburger mit Drittligaerfahrung beim Chemnitzer FC – seit Juli arbeitslos und damit auch nach Ende der Transferperiode am vergangenen Freitag sofort ablösefrei zu verpflichten.

Kevin Tittel beim HSV und bei Eintracht Norderstedt ausgebildet


Vorher aber wird der Tormann, der beim HSV und Eintracht Norderstedt die Grundausbildung genoss, dann in der HH-Oberliga für Halstenbek spielte, 2013 nach Chemnitz wechselte und dort als Nummer zwei 15 Oberliga- und 12 Drittligaspiele bestritt, beim VfB auf Herz und Nieren geprüft.

**VfB Lübeck-Sportdirektor Stefan Schnoor informiert sich bei Keeper-"Legenden" Claus Reitmaier und Jürgen Stars

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Sportdirektor Stefan Schnoor holte sich im Vorfeld Infos über den potentiellen Gommert–Ersatz bei den Keeper-„Legenden“ Claus Reitmaier und Jürgen Stars ein, die Tittel beide aus gemeinsamen Halstenbeker Tagen kennen, Sportvorstand Michael Hopp zog Ex-VfB-Scout und Hamburg-Fußballinsider Jörg Franke zu Rate. Alle empfahlen, dem bodenständigen Teamplayer Tittel eine Chance zu geben. Die bekommt er nun.

Kevin Tittel erst mit Solo-, dann mit Teameinheit


Dienstag absolvierte er am Vormittag eine Soloeinheit mit Torwarttrainer Steven Torge, am Nachmittag nahm er am Teamtraining teil. Am Donnerstag wird er erneut zweimal getestet. Schnoor: „Wenn’s dann passt, könnte es sehr schnell mit einer Verpflichtung als neue Nummer zwei gehen. Denn das haben wir Kevin gleich gesagt: Unsere Nummer eins heißt jetzt Malte Schuchardt - er hat unser volles Vertrauen.“

Beim Chemnitzer FC drei Jahre Ersatztorwart


Für Kevin Tittel könnte der VfB eine neue Chance sein, nachdem er in Chemnitz nach drei sehr loyalen Jahren als Reservetormann überraschend keinen neuen Vertrag bekam - obwohl er ein absoluter Liebling bei den Fans war, sich hundertprozentig mit dem Klub identifizierte. Wenn er nicht im Kader war, stand er im Block der treuesten CFC-Fans. Entsprechend wurde er nach dem letzten Drittligaspiel der Chemnitzer, dem 1:1 gegen Hansa Rostock, wie kein anderer Spieler verabschiedet. In der Südkurve wurden Plakate entrollt mit der Aufschrift: "Dieser Tittel war ein Riesengewinn". Und: "Danke Kevin - einer von uns!"

Neue Herausforderung für Hamburger Jung Kevin Tittel beim VfB Lübeck


Warum musste er trotzdem gehen? CFC-Sportdirektor Thomas Sobotzik erklärte bei "Tag24": "Die sportliche Leitung wollte sich auf dieser Position neu aufstellen. Ihm die Entscheidung mitzuteilen, hat weh getan. Er ist ein guter Typ, aber Kevin ist mit 24 in einem Alter, wo er Spielpraxis braucht. Bei uns wäre er nur die Nummer zwei gewesen. Ihm etwas anderes zu versprechen, wäre nicht fair gewesen."  Dass Tittel nun auch beim VfB zunächst als Nummer zwei anfangen muss, scheint für den Hamburger Jung kein Problem, sondern eher eine Herausforderung zu sein.

Der VfB Lübeck bleibt die Mannschaft der Stunde in der Regionalliga Nord und gewinnt auch gegen den Hamburger SV

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