10. November 2018 / 14:51 Uhr

VfB Lübeck wieder mit Goalgetter Daniel Franziskus beim VfB Oldenburg

VfB Lübeck wieder mit Goalgetter Daniel Franziskus beim VfB Oldenburg

Volker A. Giering
Daniel Franziskus, bester Torschütze des VfB Lübeck.
Daniel Franziskus, bester Torschütze des VfB Lübeck. © Agentur 54°
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Zerrung im Hüftbeuger auskuriert: „Wir wollen drei Punkte mitnehmen und unsere Auswärtsbilanz weiter aufbessern.“

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Die selbe Prozedur wie vor genau einer Woche: Morgen um neun Uhr treffen sich Spieler und Trainerteam des VfB Lübeck an der Lohmühle, dann geht’s im Bus nach Niedersachsen zum Auswärtsspiel. Allerdings gastieren die Grün-Weißen dieses Mal nicht bei Regionalliga-Neuling VfL Oldenburg, sondern beim Stadtnachbarn VfB Oldenburg (14 Uhr).

Beide Vereine liegen nur fünf Kilometer auseinander. „Wir müssen nur anders abbiegen“, sagt Daniel Franziskus. Der Lübecker Toptorjäger muss es wissen. Schließlich spielte der 27-Jährige von 2008 bis 2010 und die letzten zwei Jahre beim Traditionsklub. Rechtzeitig vor dem Wiedersehen mit vielen alten Bekannten hat der Lübecker Neuzugang seine Zerrung im Hüftbeuger auskuriert. Sein Trainer Martin Landerl macht keinen Hehl daraus, dass der „heilige Franziskus“ in die Startelf zurückkehrt. „Er ist unser torgefährlichster Mann und arbeitet ungemein fürs Team“, sagt der Österreicher über den Ex-Oldenburger (elf Saisontreffer).

Scorerrangliste: VfB Lübeck (2018/2019). Strand: 5.11.2018

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Obwohl Franziskus jetzt schon fast fünf Monate in der Hansestadt kickt, ist der Kontakt zum Ex-Klub immer noch sehr eng - vor allem zu drei Spielern. Mit Ahmet Saglam, Süleyman Celikyurt und Ibrahim Temin hat er nicht nur eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe. Die Kumpels machen zudem zusammen Urlaub. Trotzdem soll die Freundschaft während der 90 Minuten ruhen. „Wir wollen drei Punkte mitnehmen und unsere Auswärtsbilanz weiter aufbessern“, sagt der Offensivallrounder, der in der vergangenen Saison Vizekapitän der Oldenburger war. Bei den Fans war „Unser Franz“ der Publikumsliebling. Deshalb glaubt der Neu-Ahrensböker (dort wohnt er mit Bullterrier Jaycob) auch nicht, dass er ausgepfiffen wird. Wie etwa der Ex-Lübecker Gary Noel (SC Weiche Flensburg 08) erst kürzlich bei dessen Rückkehr an der Lohmühle. „Ich bin mal gespannt. Normalerweise erwarte ich solch eine Reaktion aber nicht. Bei dem was ich für den Klub geleistet habe. Das wäre respektlos“, meint er, „ich habe im letzten Jahr alle Spiele gemacht, sogar mit einem Bänderriss gespielt und mich fit spritzen lassen für den Abstiegskampf. Die letzte Spielzeit war schwierig, durch den Trainerwechsel unruhig.“

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Beim 1:1 im Hinspiel traf Franziskus zur frühen Führung per Kopfball und jubelte ausgelassen mit einem Salto. „Das hat aber nichts mit Respektlosigkeit zu tun. Ich stehe halt zu dem Klub, bei dem ich gerade spiele“, klärt er auf. Sollten die Fans dennoch pfeifen, sei ihm das egal. Ungeachtet dessen möchte er die Zeit in Oldenburg nicht missen. „Gerade in den letzten zwei Jahren habe ich mich weiterentwickelt, bin als Führungsspieler gereift.“ Der Stürmer erwartet zum Rückrundenstart einen heißen Fight im Maschwegstadion (im Schnitt kamen bislang in acht Spielen 1495 Zuschauer). „Man darf nicht vergessen, dass Oldenburg nur drei Spiele verloren hat. Wir dürfen sie nicht unterschätzen. Hinten stehen sie ganz gut, vorne fehlte etwas die Durchschlagskraft.“ Der Weggang des Publikumslieblings hat eine große Lücke hinterlassen.

Aleksandar Nogovic für Tommy Grupe?

Auch in dieser Saison gab´s schon einen Trainerwechsel bei den Niedersachsen: Marco Elia folgte im September auf Stephan Ehlers. „Durch den Wechsel machen sie einen deutlich aggressiveren und stabileren Eindruck. Da ist mehr Feuer drin“, erklärt Landerl. Unter Elia verlor man von neun Partien nur eine (1:3 gegen Drochtersen/Assel) und punktete gegen die Spitzenteams Holstein Kiel II, VfL Wolfsburg II (jeweils 0:0) und zuletzt auch gegen Meister Weiche Flensburg (2:2). „Das wird eine harte Partie. Wir wollen jedoch dort weitermachen, wo wir aufgehört haben. Wir haben noch fünf Wochen bis zur Winterpause und werden nochmal Vollgas geben“, betont der Coach. Während auch Daniel Halke einst in Oldenburg (2012 bis 2014) gespielt hat, wird Franziskus nicht die einzige personelle Veränderung im Vergleich zum 2:0 beim VfL Oldenburg sein. Denn in der Abwehr sitzt der Ex-Rostocker Tommy Grupe, der eigentlich unverzichtbar ist, eine Gelb-Rote Karte ab. Für ihn dürfte Aleksandar Nogovic in der Dreierkette spielen – wie bei Drochtersen/Assel (1:2) und gegen Werder Bremen II (3:1), als Tim „Whity“ Weißmann mit Roter Karte fehlte. Da zudem Stefan „Hosch“ Richter (dickes Knie) aus Verletzungsgründen ausfällt, stehen Verteidiger Krenar Svirca und erneut Stürmer Lucas Will aus der U23-Elf im Ligakader.

VfB-Kader: Tittel, Schuchardt, Riedel, Halke, Weißmann, Thiel, Matovina, Nogovic, Mende, Deichmann, Hoins, Arslan, Löffler, Franziskus, Sezer, Dippert, Svirca, Will
Nicht dabei: Grupe (Gelb-Rote Karte), Richter, Bombek, Demircan (alle verletzt), Gommert, Hobsch, Parduhn, Tetik (alle Aufbautraining), Weidemann (bei der U23)
Schiedsrichter: Patrick Mewes (29/Laatzen), Assistenten: Sebastian Otto, Philipp Kittel
Anstoß: Sonntag, 14 Uhr, Marschwegstadion, Oldenburg

VfB Lübeck: Die Regionalliga-Saison 2018/19 in der Galerie. Strand: 5.11.2018

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