31. Mai 2018 / 22:13 Uhr

VfB Lübeck will seine Fußballer aus dem Verein ausgliedern

VfB Lübeck will seine Fußballer aus dem Verein ausgliedern

Jürgen Rönnau
Wird es beim VfB Lübeck zu einer Ausgliederung kommen?
Wird es beim VfB Lübeck zu einer Ausgliederung kommen? © Wolfgang Maxwitat
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Trotz Martin Kind, 50+1, München 60 und Fanprotesten

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Im Jahr seines 100. Geburtstages 2019 stellt der VfB Lübeck die Weichen in Richtung Zukunft. Dazu werden jetzt die Vorarbeiten geleistet. In Stapelfeld trafen sich der Aufsichtsrat und der Vorstand der Grün-Weißen in der Firma von Ratsmitglied Ralf Dümmel. Ein zentraler Tagesordnungspunkt stand auf der Agenda. Und der VfB Lübeck macht ein Fass auf: Der Aufsichtsrat beauftragte den Vorstand,  eine umfangreiche Strukturreform auf den Weg zu bringen, nämlich die Ausgliederung der Leistungsfußballer aus dem VfB Lübeck e.V.

Thema ein rotes Tuch bei den Fans

Zunächst sollen ganz vorsichtig die Möglichkeiten einer solchen "Revolution" ausgelotet werden. Denn das Thema ist vor allem bei den Fans ein rotes Tuch. Man denkt an Martin Kind, Hannover 96 und die Diskussion um 50+1 , denkt an RB Leipzig oder an München 60. 15 von 18 Bundesligisten der Saison 2017/18 haben ihre Lizenzabteilung längst ausgegliedert, Schalke aber zum Beispiel nicht. Die Fans wollten das nicht.

Durch Ausgliederung externe Investoren an Land ziehen?

Dass ein Viertligist wie der VfB Lübeck jetzt über eine Ausgliederung seiner Leistungsfußballer (ja nicht mal Lizenzfußballer) nachdenkt, ist die Ausnahme. Aber es spricht auch dafür, dass man sich in Lübeck tatsächlich professionell aufstellen will. Eine Ausgliederung bietet einerseits die Möglichkeit, externe Investoren für ein finanzielles (je nach Modell vom Klub kontrollierbares) Engagement zu gewinnen, andererseits die Mitglieder des VfB Lübeck e.V. im schlimmsten Fall einer Löschung des Vereins aus dem Amtsregister vor persönlichen finanziellen Risiken zu schützen. Und die Grün-Weißen kennen diese Sorgen, sind zweimal dem Insolvenz-Henker vom Haken gekommen.

VfB schaltet Expertenkanzlei ein

Vorstandssprecher Thomas Schikorra, der wie Finanzvorstand Andreas Popien und Vorstand Florian Möller (Orga, Medien) ein weiteres Jahr im Amt bleiben wird (neu im Vorstand ist ab 1. Juli Michael Hopp, der Wolf Müller ablöst), erklärt dazu: „Wir werden die Möglichkeiten, Chancen und Risiken einer Ausgliederung prüfen, werden dazu eine externe Expertenkanzlei einsetzen.“ Und der Rechtsanwalt verspricht. „Wir werden das Thema größtmöglich transparent diskutieren, werden die Fans und Mitglieder einbeziehen. Sie müssen schließlich am Ende auch darüber abstimmen.“

Jedes Spiel ein Bild: Der Saisonverlauf des VfB Lübeck 2017/2018 in der Galerie!

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