VfB Lübeck Lizenz für Liga 3. Florian Möller, Leiter der Geschäftsstelle und Vorstandsmitglied © hfr
VfB Lübeck Lizenz für Liga 3.

VfB stellt Antrag auf Drittligalizenz

Die Lübecker erfüllen alle Kriterien für die dritte Profiliga - ausgenommen der Rasenheizung...

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Seit heute um 11.30 Uhr ist es amtlich: Der VfB Lübeck bewirbt sich um eine Lizenz für die 3. Liga. Um sechs Uhr früh hatte sich Geschäftsstellenleiter Florian Möller mit allen erforderlichen Unterlagen per Bahn auf den Weg zum DFB nach Frankfurt gemacht, um halb zwölf übergab er den Antrag mit allen umfangreichen Anlagen in der Otto-Fleck-Schneise in der Zentrale des deutschen Fußballs dem Lizenzierungsausschuss.

Wochenlang hatten die VfB-Verantwortlichen alle Fragebögen zur Lizensierung ausgefüllt. „Das war sehr aufwändig, es ging tief in die Details“, verriet Schatzmeister Andreas Popien. Und die Anforderungen sind hoch – aber erfüllbar. Bis auf den Knackpunkt Rasenheizung. Die gibt’s auf der Lohmühle nicht kurzfristig, darum forderte der DFB eine entsprechende Ausweicharena. Die wurde gefunden. Vorgestern Abend traf die schriftliche Bestätigung des Hausherrn, des HSV ein: im Notfall trägt der VfB als Drittligist im Winter 2017/18 seine Heimspiele im Hamburger Volksparkstadion aus.

Die Kalkulation für die 3. Liga fällt defensiv aus, der VfB plant mit einem Etat von knapp 2,7 Millionen Euro (aktuell in der Regionalliga sind’s 1,38 Mio). Popien: „Damit liegen wir in der Liga ganz weit hinten.“ Im Schnitt beträgt der Etat der 20 Drittligisten rund sieben Millionen Euro. Die Lücke zwischen den beiden Finanzansätzen 3. und 4. Liga soll durch garantierte TV-Gelder (711 000 Euro pro Saison) und höhere Zuschauereinnahmen geschlossen werden. Mit 3500 Fans im Schnitt rechnet der VfB, die Preise werden minimal angehoben. Popien: „Auch beim Eintritt würden wir in der Liga ganz unten rangieren.“ Zudem gibt es erste Zusagen von Sponsoren, ihr finanzielles Engagement zu erhöhen.

Auf der Ausgabenseite schlagen höhere Reisekosten (19 Auswärtsspiele in ganz Deutschland), Schiedsrichterspesen (60 000 Euro) – und vor allem natürlich die Personalkosten für das Team zu Buche (aktuell 535 000 Euro). Hier wird man wohl in den siebenstelligen Bereich vorstoßen, mindestens 14 Spieler sollen als Vollprofis angestellt werden – so der Plan. Popien: „Bei der Einnahme-Ausgaberechnung landen wir bei einer schwarzen Null. 10 000 Euro plus stehen unterm Strich.“ Wirtschaftsprüfer haben sämtliche Posten abgeklopft und dem VfB ein blitzsauberes Testat ausgestellt.Die Funktionäre haben ihre Arbeit getan, nun ist die Mannschaft gefordert. Denn um die mögliche Drittligalizenz in Anspruch zu nehmen, müsste der VfB im ersten Step Tabellenführer Meppen überholen. Noch sind’s elf Punkte Rückstand. Aber am Sonntag haben die Grün-Weißen es selbst in der Hand, den Abstand zu verkürzen – denn dann müssen sie in Meppen antreten.

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