07. Oktober 2018 / 13:04 Uhr

Kommentar zum Korkut-Aus beim VfB Stuttgart: Michael Reschke ist angezählt

Kommentar zum Korkut-Aus beim VfB Stuttgart: Michael Reschke ist angezählt

Markus Merz
Sportvorstand Michael Reschke ist nach dem Aus von VfB-Trainer Tayfun Korkut besonders gefordert – meint Redakteur Markus Merz.
Sportvorstand Michael Reschke ist nach dem Aus von VfB-Trainer Tayfun Korkut besonders gefordert – meint Redakteur Markus Merz. © Fotomontage/dpa
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Nach der Entlassung von Trainer Tayfun Korkut rückt Sportvorstand Michael Reschke beim VfB Stuttgart in den Fokus. Der Manager muss nun beweisen, dass er seinen Job beherrscht  meint Redakteur Markus Merz.

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Tayfun Korkut ist nicht mehr Trainer des VfB Stuttgart. Eine Genugtuung für fast alle Fans des aktuellen Tabellenletzten. Schon bei der Amtseinführung von Korkut Ende Januar waren der Präsident Wolfgang Dietrich und der Sportchef Michael Reschke Ziel heftigster Kritik für genau diese Entscheidung. Wohl noch nie hatte ein VfB-Trainer von Beginn an einen so schlechten Stand bei der Anhängerschaft wie Tayfun Korkut. Mit Ausnahme des einst vom ungeliebten Karlsruher SC verpflichteten Winfried Schäfer. Die erfolgreiche Rückrunde kaschierte nur für einige Monate die grundsätzlich ablehnende Haltung gegenüber dem 44-Jährigen.

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Jetzt ist Korkut weg. Nachfolger wie Markus Weinzierl und Ralph Hasenhüttl stehen im Raum. Und Michael Reschke ist gefordert, nicht nur schnell eine adäquate Lösung zu präsentieren. Sondern auch eine, welche die Stimmung im Verein aufhellt. Vor allem aber eine Lösung, die Michael Reschke selbst in seinem Amt stärkt. Sonst ist auch der Rheinländer längste Zeit in verantwortlicher Position beim VfB gewesen.

Nach Sturz ans Tabellenende: Stuttgart entlässt Korkut

15 Stunden lagen zwischen der Reschke-Aussage („Die Trainerfrage stellt sich nicht. Wir werden alles dransetzen, in dieser Konstellation erfolgreich zu sein.“) und der offiziellen Entlassung des Deutschtürken. Deutlich weniger Zeit war vergangen, ehe sich die VfB-Vorstände auf das Ende von Korkut festgelegt hatten. Noch am Abend hatte Wolfgang Dietrich Reschke und die anderen Vorstände zu sich gebeten, um eine Entscheidung zu fällen. Und am Ende den Daumen in der Causa Korkut zu senken.

Michael Reschke muss zeigen, ob er ein guter Sportchef ist

Ausbaden muss dies nun vor allem Michael Reschke. Der Präsident gibt den Takt vor, der Sportchef führt dessen Willen aus. Reschke ist angezählt, Korkut war „sein Trainer“. Dietrich hatte ihm diesen Wunsch im Januar gestattet. Und bei der Mitgliederversammlung im Sommer ohne Not eine Vertragsverlängerung von Korkut obendrauf gepackt. Das rächt sich jetzt. Michael Reschke muss nun zeigen, ob er ein guter Sportchef ist – oder am Ende doch nur ein guter Kaderplaner im Hintergrund. Sonst senkt sich der Dietrich-Daumen bald ein zweites Mal.

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