15. September 2018 / 21:47 Uhr

VfL Lübeck-Schwartau im Rimparer Wolfsrevier

VfL Lübeck-Schwartau im Rimparer Wolfsrevier

Redaktion Sportbuzzer
Markus Hansen bejubelt den 31:29-Sieg über Rimpar am 10. Juni 2017 – mit dem Schwartau Rimpar die Aufstiegsparty verdirbt.
Markus Hansen bejubelt den 31:29-Sieg über Rimpar am 10. Juni 2017 – mit dem Schwartau Rimpar die Aufstiegsparty verdirbt. © FELIX KÖNIG/54°
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Die Zweitliga-Handballer sind am Sonntag (17 Uhr, live bei sportdeutschland.tv) bei den Rimparer Wölfen zu Gast. Im Vorjahr zerstörte der VfL den Aufstiegstraum der Franken – seitdem verbindet beide Teams eine besondere Rivalität.

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„Kein normaler Gegner“, „ein heißes Duell“. Wenn Schwartaus Zweitliga-Handballer am Sonntag im  Revier der Wölfe aus Rimpar auflaufen (17 Uhr, live auf sportdeutschland.tv), wird sie eine besondere Atmosphäre erwarten. Ob auf der Vereinshomepage oder im TV-Sender „Mainfranken“ – überall wird in den Vorberichten an den 10. Juni 2017 erinnert. Jenen Tag, der sich auf der Wölfe-Festplatte eingebrannt hat. Jenen Tag, an dem der VfL im letzten Saisonspiel in der heimischen Hansehalle den Wölfe-Traum vom Aufstieg  zerstörte, Spieler, Trainer und mehr als 500 mitgereiste Fans ins Tal der Tränen schickte. Im Unterfränkischen, im kleinsten Handball-Dorf der Bundesliga (8000 Einwohner), ist das noch nicht vergessen. Daran änderten auch die zwei DJK-Siege in der vergangenen Saison nichts.

Greve: „Rivalität wird von außen reingetragen“

Von einer besonderen Rivalität will VfL-Trainer Torge Greve aber nichts wissen: „Die wird von außen reingebracht.“ Zwischen ihm und Trainer Matthias Obinger gebe es keine Animositäten, auch nicht zwischen den Spielern. „Es waren bisher aber immer kampfbetonte Spiele auf Augenhöhe, meist sehr eng, deshalb auch besonders hitzig.“ Aber Rivalität? Nein. „Der Rest ist für mich Schnee von gestern.“ Greve weiß aber, dass ihm und seinen Jungs in der s.Oliver Arena, dem Wohnzimmer der Würzburger Erstliga-Basketballer, warm werden wird: „Das ist Rimpars erstes Heimspiel. Da müssen wir dagegen halten.“ Im Wolfsrevier klappte das bisher nicht so gut. In fünf Partien gelang bisher erst ein Remis. Und das ist auch schon mehr als vier Jahre her.

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Zwischenstopp in Großwallstadt

Greve ist aber „sehr optimistisch. Die Jungs haben gut trainiert, waren sehr fokussiert.“ Bereits am Samstag ging es knapp 600 Kilometer gen Süden. Eine holprige Fahrt mit etlichen Staus bis zum Zwischenstopp in Großwallstadt, der Junioren-Akademie des Zweitliga-Aufsteigers. Für VfL-Torjäger Antonio „Peitsche“ Metzner vertrautes Terrain. Von 2012 an war es für drei Jahre sein Domizil, ehe der 2,07-m-Riese zum VfL wechselte. In seiner ehemaligen Trainingshalle stand für die VfL-Truppe am Abend noch eine Lockerungseinheit an. Am Sonntag geht es dann nach Spaziergang, Videostudium und Mittagessen weiter ins gut 100 Kilometer entfernte Würzburg. Nicht an Bord ist neben den zwei Langzeitverletzten (Waschul/Schult) auch Sebastian Damm. Der Linksaußen liegt mit Grippe flach.

Will Region Würzburg Spitzenhandball?

Für die Wölfe aus Rimpar, die furios in die Saison gestartet, als einziger Zweitligist ins Pokal-Achtelfinale eingezogen sind, geht es in dieser Saison um die Perspektive. „Sexy, aber arm. Zwischen dem sportlichen Wunsch, auch künftig Spitzenhandball zu spielen, und der wirtschaftlichen Wirklichkeit klafft eine canyongroße Lücke“, schrieb die  „Main-Post“ in der Saisonvorschau. Beim Wölfe-Projekt 2020, die Mannschaft dauerhaft unter den deutschen Top-25-Teams zu platzieren, hat das Team zweimal geliefert, doch der anvisierte Millionen-Etat ist mit 820 000 Euro (VfL-Etat: 1,2 Millionen Euro) auch in dieser Saison weit weg. Geschäftsführer Roland Sauer beerdigte so auch das Projekt. „Vorerst“. Trotz 150 Partnern komme bei der Sponsoren-Akquise zu wenig rum. So fragte er schon provokant: „Will die Region Würzburg Spitzenhandball?“ Eine erste Antwort erhielt er jetzt, präsentierte einen neuen Trikotsponsor. Über eine Namensänderung, das Würzburg im Namen, wird - wie einst beim VfL – auch nachgedacht. Und Sauer weiß: Siege helfen auch.

Die helfen auch dem VfL, der ebenfalls  ein Projekt 2020 hat, damit aber Erstliga-Ambitionen anmeldet. Ein Sieg im Wolfsrevier wäre ein Fingerzeig. Für Keeper Dennis Klockmann ist es auch eine Antwort auf die Frage nach dem Saisonstart:  „Aktuell ist der weder versaut noch gelungen.“ Jens Kürbis

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