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VfL Lübeck-Schwartau unterliegt dem deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt 27:36

Hinweise des Trainers gut umgesetzt: VfL-Linkhshänder Antonio Metzner warf gegen den Deutschen Meister Flensburg-Handewitt acht Tore in den 40 Minuten, die er spielte. © Agentur 54°

Beim Handball-Zweitligisten ist man zufrieden mit der Generalprobe für den DHB-Pokal.

Der DHB-Pokal kann kommen. Vier Tage vor den ersten Pflichtspielaufgaben der Saison haben sich SG Flensburg-Handewitt und VfL Lübeck-Schwartau in einem letzten Test in guter Form gezeigt. Der Deutsche Meister gewann letztlich standesgemäß mit 27:36 (15:18) beim Zweitligisten.

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Torge Greve zufrieden mit dem Auftritt

Im Spiel gegen Flensburg werden wir schon mal eine Kostprobe von dem bekommen, was uns gegen Magdeburg erwartet“, hatte VfL-Trainer Torge Greve vor dem Gastspiel des Meisters in der mit 1871 Zuschauern gut besetzten Hansehalle gesagt. Und nach den 60 Minuten gegen das Team von Meistertrainer Maik Machulla stellte er zufrieden fest: „Das war ein toller, couragierter Auftritt von uns. Es ist natürlich schwer, bei dem Tempo und der Hitze in der Halle die Konzentration hoch zu halten. Ende der ersten Halbzeit und auch in den letzten Minuten des Spiels war das zu merken, sonst hätten wir vielleicht nur mit sechs statt mit neun Toren verloren.“

Schult und Metzner überzeugen

Tatsächlich lieferte seine Sieben insbesondere in der ersten Halbzeit ein überzeugendes Spiel, agierte in der Deckung sehr aufmerksam (allein Holger Glandorf fand mehrfach eine Lücke aus dem Rückraum) und spielte im Angriff beweglich und diszipliniert bis zur guten Wurfchance. Vor allem über die Halben traf der VfL, Jan Schult wirkte hoch motiviert, und bei Antonio Metzner konnte man den Eindruck gewinnen, er wolle sich für höhere Aufgaben empfehlen. „Torge hatte mir ein paar Hinweise mit ins Spiel gegeben, die habe ich versucht umzusetzen“, verriet der 22-jährige 2,07-Meter-Linkshänder und war nach acht Toren während seiner 40-minütigen Einsatzzeit „ausnahmsweise mal zufrieden. Das war ein gutes Spiel für mich und auch für die Mannschaft.“

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Unentschieden bis zur 27. Minute

Das sahen auch die Zuschauer so, die ihr Team nicht nur anfeuerten, solange es sogar auf Augenhöhe agierte (14:14, 27. Minute). Sondern auch, nachdem die SG bis zur Halbzeit auf 18:15 weggezogen war und Mitte der zweiten Halbzeit beim 28:19 (46.) die Kräfteverhältnisse doch geklärt waren. Greve variierte nun im Positionsspiel, bot zeitweise mit Neuzugang Dadi Runarsson (unauffälliges Hansehallen-Heimdebüt) sowie Tim Claasen und Markus Hansen (die abwechselnd als Ersatz-Linksaußen spielten) alle drei Spielmacher gleichzeitig auf. Hansen sprang zudem im linken Rückraum ein, wenn Schult eine Pause brauchte, weil Pavel Genda mit Schulterproblemen kurzfristig passen musste. Und im rechten Rückraum benötigte Jasper Bruhn als Metzner-Ersatz nach seiner Einwechslung (40.) ein paar Anläufe, bei denen er zunächst an Flensburgs dänischem 115-Kilo-Neuzugang Simon Hald (2,03 Meter) abprallte, bevor er an seinem 22. Geburtstag doch noch SG-Torwart Benjamin Busic überwand.

Coach Machulla lobt den VfL

Und die SG? Sie hatte nach Wiederbeginn ihre Abwehrarbeit deutlich verbessert, zudem war Simon Jeppsson im linken Rückraum kaum zu stoppen (sechs Tore in der zweiten Hälfte), über Gegenstöße und die zweite Welle gelangen nun auch „einfache“ Tore. SG-Trainer Maik Machulla, der das Spiel gegen den VfL als willkommene Generalprobe vor dem Pokal-Auftritt am Sonnabend gegen Nordhorn-Lingen bezeichnet hatte, war nachher zufrieden: „Im Angriff haben wir sehr strukturiert gespielt, Lösungen gefunden, waren kreativ. In der Abwehr wollten wir es in der ersten Halbzeit zu perfekt machen, haben zu viel nachgedacht.“ 

Dem VfL stellte er ebenfalls ein gutes Zeugnis aus: „Man hat gesehen, dass sie mit einer klaren Struktur spielen. Da muss man wach sein und bereit, um gegenzuhalten. Sie können jeden Erstligisten ärgern.“ Und mit Blick auf das VfL-Pokalspiel in Hildesheim gegen Erstligist Magdeburg ergänzte er: „Der SCM ist gut geraten, sich optimal auf dieses Spiel vorzubereiten.“

Statistik zum Spiel:

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1.-30./ 6 Paraden/1 Siebenmeter), Mallwitz (ab 31./4/1)- Glabisch 4/3, Hansen, Ranke, Schult 7, Köhler, Schrader, Kretschmer 2, Claasen 4/3, Runarsson 1, Möller, Bruhn 1, Metzner 8.

SG Flensburg-Handewitt: Bergerud (1.-30./5 Paraden), Buric (ab 31./5) – Karlsson, Hald 1, Glandorf 5, Svan 2, Wanne 4/1, Jeppsson 6, Steinhauser 3, Zachariassen 1, Jöndal 5/3, Gottfridsson 3 , Lauge 4, Golla, Röd, Baijons 2

Siebenmeter: 6/6 -6/4. 

Zeitstrafen: 1 / 2.

Spielfilm: 2:0 (3.), 4:4 (7.), 6:7 (11.), 12:12 (21.), 14:14 (26.), 14:17 (29.), 15:15 (HZ) - 17:23 (36.), 18:25 (40.), 19:28 (46.), 23:30 (50.), 26:32 (55.), 27:34 (59.), 27:36 (Ende)

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