12. Februar 2018 / 14:06 Uhr

VfL Wolfsburg: Bei Knoche schrillen die Alarmglocken

VfL Wolfsburg: Bei Knoche schrillen die Alarmglocken

Marcel Westermann
Ist zurzeit hinten dran: Wolfsburgs Innenverteidiger Robin Knoche saß zuletzt dreimal in Folge nur auf der Bank.
Erlebte den Fast-Abstieg des VfL in der vergangenen Saison mit: VfL-Innenverteidiger Robin Knoche. © imago/regios24
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Er ist der dienstälteste VfL-Profi, kennt den Abstiegskampf aus der Vorsaison und weiß, wie es sich anfühlt, den Klassenerhalt erst in der Relegation klarzumachen: Nach dem peinlichen Auftritt in der ersten Halbzeit beim 1:3 in Bremen schrillen bei Innenverteidiger Robin Knoche die Alarmglocken. Nicht noch einmal möchte das Eigengewächs des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten so lange zittern. 

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"Viele von uns kennen so eine Situation noch nicht, aber der Großteil kennt sie. Man kann die aktuelle Lage nur annehmen", fordert Knoche. Beim 1:3-Debakel an der Weser gehörte der Abwehrmann noch zu den besseren VfLern. An ihm lag es in erster Linie nicht, dass die Wolfsburger derart unter die Räder kamen. Dennoch ließ die Mannschaft Einsatzbereitschaft, Mentalität und Willen vermissen - insbesondere in den ersten 45 Minuten. "So eine erste Halbzeit geht gar nicht. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, das darf uns nicht passieren", ärgerte sich der 25-Jährige auch noch am Montag. Und er erwartet vom gesamten Team eine 180-Grad-Wendung. "Wir haben uns vorgenommen, Bremen unter Druck zu setzen, haben es aber nicht gemacht. Jetzt sollte sich jeder Einzelne mal fragen, wieso es so war. Wir können uns noch bei Koen bedanken, dass wir nicht höher verloren haben." Torhüter Casteels hatte das Team mit einigen guten Paraden lange im Spiel gehalten.

Eine Begründung für die Nicht-Leistung in Bremen hatte Knoche nicht: "Wenn wir wüssten, woran es liegt, dann würden wir es anders machen." Ratlosigkeit scheint sich beim VfL langsam breit zu machen - ähnlich wie in der vergangenen Saison. "Natürlich sind wir ein Team, aber es geht jetzt darum, es besser zu machen, sich zu unterstützen. Jeder muss sich fragen: Wie kann ich mich noch mehr einbringen?", so Wolfsburgs Nummer 31. Schönreden will Knoche nichts und sagt: "Wir haben im Sommer viele Neue geholt, aber das kann ein Dreivierteljahr später keine Ausrede mehr sein."

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Der Druck auf Trainer Martin Schmidt und Sportdirektor Olaf Rebbe wächst. Den Coach sieht der Verteidiger nicht als Schuldigen. "Der Trainer hat seinen Plan. Für die erste Halbzeit sind allein wir Spieler verantwortlich", so Knoche. Auf die Frage, ob der Plan des Trainers nicht zur Spielvorstellung der Mannschaft passt, wollte der VfLer nicht antworten. Dass der Coach in der Pause mal richtig laut geworden ist und sogar gegen Blechkisten getreten hatte, kann der Profi nachvollziehen. "Das gehört zum Trainerdasein dazu, dass man seinem Ärger freien Lauf lässt", sagt Knoche und ergänzt: "Wenn man die letzten Spiele gesehen hat, könnte man es so sehen, als könnten wir es nicht besser. Es bringt auch nichts, immer über die Qualität zu reden."

Dennoch hat Knoche den Glauben nicht verloren, dass der Klassenerhalt in dieser Saison früher als zuletzt klargemacht wird. "Wenn ich die Hoffnung nicht hätte, bräuchte ich mich nicht jedes Wochenende auf den Platz zu stellen. Es geht darum, dass wir das umsetzen, was wir im Training einstudieren", sagt Knoche. Der einstellige Tabellenplatz, der vor der Saison als Ziel ausgegeben worden war, ist ad acta gelegt. "Über Ziele brauchen wir gar nicht zu reden. Aus solchen Spielen wie in Bremen müssen wir unsere Lehren ziehen", fordert Knoche.

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