04. Dezember 2018 / 18:02 Uhr

VfL Wolfsburg bei Turbine Potsdam: „Man hasst uns da ein bisschen“

VfL Wolfsburg bei Turbine Potsdam: „Man hasst uns da ein bisschen“

Jasmina Schweimler
Fußball-Bundesliga, Frauen, VfL Wolfsburg - TSG 1899 Hoffenheim
Umkämpft: Gegen Hoffenheim gab’s für Alexandra Popp (r.) und den VfL einen 3:1-Sieg, heute geht’s in Potsdam weiter. © Roland Hermstein
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Mit einem Top-Spiel geht's für den VfL Wolfsburg in der Frauenfußball-Bundesliga weiter. Am Mittwoch (19 Uhr) gastiert die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch bei Turbine Potsdam.

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Nach dem schwer erkämpften 3:1-Heimsieg gegen Hoffenheim am Sonntag geht es für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg schon heute der Bundesliga – mit einem Top-Spiel. Um 19 Uhr gastiert die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch bei Turbine Potsdam. Die Brandenburgerinnen sind seit sechs Liga-Spielen ungeschlagen – und Flutlicht-Partien im Karl-Liebknecht-Stadion sind immer was Besonderes. „Wir stellen uns auf ein enges Spiel ein“, so Lerch. „Wir müssen mutig sein und kämpfen. Vor allem unter den Bedingungen im Karli.“

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Bedingungen, die auch VfL-Nationalspielerin Alexandra Popp kennt und mag: „Das ist speziell, mit den vielen Fans, die nah am Platz sind. Da ist es immer laut.“ Und nicht zuletzt weil viele Ex-Potsdamerinnen in den vergangenen Jahren den Weg zum VfL fanden, ist man vor den Toren Berlins nicht immer gut auf den VfL zu sprechen. Popp: „Man hasst uns da ein bisschen, das wissen wir auch. Doch das sind genau die Spiele, die doch Spaß machen.“ Lerch sieht es ähnlich: „Potsdam ist jahrelang von Titel zu Titel geeilt. Das hat sich jetzt verändert. Wenn dann der Nachbar aus Wolfsburg erfolgreich ist, ist es klar, dass die Fans entsprechend emotional unterstützen und dabei sind. So eine Atmosphäre motiviert ja auch, da macht es Spaß, vor so einer Kulisse zu spielen.“

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 Potsdam war selten so ausgeglichen wie jetzt, eine Spielerin allerdings ragt heraus. „Von Svenja Huth halte ich persönlich sehr viel“, lobt Lerch die Nationalspielerin, deren Vertrag am Saisonende ausläuft. „Sie hat eine gute Dynamik, ist stark im Eins-gegen-eins, ständig unterwegs und zieht Räume. Dazu ist sie torgefährlich, da muss man stets wach sein.“ Auch Lena Petermann „hat in Potsdam noch einmal eine gute Entwicklung genommen und kommt in Fahrt.“ Zusammen kommen Petermann und Huth bereits auf zwölf Saisontore. „Das Mittelfeld ist auch gut eingestellt, da konnten sie den Weggang von Lia Wälti gut kompensieren. Defensiv sind sie immer sehr robust und griffig, haben groß gewachsene Spielerinnen, da müssen wir bei Standards wachsam sein.“

Anna Blässe fällt weiterhin mit einem grippalen Effekt aus, der Einsatz von Claudia Neto (Wade) ist ebenso fraglich wie der von Zsanett Jakabfi (muskuläre Probleme).

Harder Zweite beim „Ballon d’Or“

Beim „Ballon d’Or“, der großen Weltfußball-Wahl von „France Football“ gab es in diesem Jahr erstmals auch Auszeichnungen für die weltbesten Fußballerinnen. Pernille Harder vom VfL Wolfsburg landete auf Platz zwei, knapp hinter Olympique-Lyon-Star Ada Hegerberg. Auf Platz drei kam DFB-Spielführerin Dzsenifer Marozsán (ebenfalls Lyon). „Ich bin ein bisschen enttäuscht“, so Harder nach der Veranstaltung. „Es war ganz nah dran am ersten Platz. Beides ist natürlich ein gutes Gefühl.“ Das Event „war eine gute Show. Es war anders als alles andere was ich zuvor besucht habe.“ Im August wurde Harder zu Europas Fußballerin des Jahres gekürt. Zum Unverständnis vieler fand sich Wolfsburgs Offensivspielerin nur einen Monat später aber nicht auf der FIFA Liste für die Nominierten zur Wahl der Weltfußballerin des Jahres. Der Titel ging an Brasilianerin Marta.

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