12. Februar 2019 / 14:22 Uhr

VfL-Coach Labbadia lobt Blaszczykowski: "Trotz toller Karriere bodenständig geblieben"

VfL-Coach Labbadia lobt Blaszczykowski: "Trotz toller Karriere bodenständig geblieben"

Tim Lüddecke
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Jakub Blaszczykowski hat den VfL Wolfsburg verlassen und spielt jetzt für Wisla Krakau.
Jakub Blaszczykowski hat den VfL Wolfsburg verlassen und spielt jetzt für Wisla Krakau. © Frank Molter/dpa
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Der VfL Wolfsburg und Jakub Blaszczykowski gehen fortan getrennte Wege. Trainer Bruno Labbadia hatte vorher noch mit dem Polen gesprochen, unter anderem über die große Erwartungshaltung bei seinem neuen Verein. Allerdings gab es auch viele warme Worte für den 33-Jährigen.

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Neben seinem Trikot mit der Nummer 16, das er auch beim VfL trug, gibt es im Fanshop von Wisla Krakau neuerdings auch Shirts, Schals, Kissen oder Tassen mit dem Konterfei von Jakub Blaszczykowski zu kaufen. Am Freitag stellte der polnische Klub den 33-jährigen, der seinen Vertrag in Wolfsburg in der Winterpause aufgelöst hatte, vor. Es handelt sich dabei um eine Geschichte, die der Profifußball nicht allzu oft schreibt. Auch mit VfL-Trainer Bruno Labbadia sprach Kuba über seine Entscheidung.

Labbadia schätzt Kuba sehr

„Ich hatte mehrere Gespräche mit ihm, das war sehr interessant“, erklärte der 53-Jährige, der den Polen sehr schätzt: „Ich habe ihn so kennengelernt, dass er sein Wort hält.“ Aus alter Verbundenheit unterschrieb Blaszczykowski in Krakau, wo er bereits von 2005 bis 2007 aktiv war, einen Vertrag bis zum Saisonende.

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Die Vertragslaufzeiten der VfL-Profis ©
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Er will seinem Ex-Klub nun auch sportlich helfen, nachdem er es zuvor schon finanziell getan hatte – und tut. Denn dem 13-maligen Meister droht die Insolvenz und damit ein Zwangsabstieg in die 3. Liga. Mit zwei weiteren Investoren will Kuba dem Klub rund eine Million Euro leihen, bereits 2018 hatte es eine Zahlung von circa 300.000 Euro gegeben, die Zinsen der Rückzahlung spendete er.

Symbolisches Gehalt von 116 Euro

Als symbolisches Gehalt erhält er monatlich lediglich 500 Zloty, das entspricht 116 Euro – die wiederum in Form von Tickets an Kinder in Waisenhäusern fließen. Labbadia: „Es spricht extrem für ihn, dass er seinen Verein, über den er immer gesagt hat, dass er ihm helfen wird, jetzt noch mal auf diese Art unterstützt.“

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In Wolfsburg war das sportlich nicht mehr möglich. „Er war für mich ein Mann, der unheimlich gute Fähigkeiten hat. Aber bei uns konnte er es nicht mehr umsetzen. Das hat mir leid- und wehgetan, weil ich ihn eigentlich gut hätte gebrauchen können – und so habe ich ihm das auch mitgeteilt“, erklärt Wolfsburgs Coach.

"Trotz toller Karriere ist er sehr bodenständig geblieben"

Er redete mit dem polnischen Nationalspieler auch über seinen weiteren Weg – und die angestrebte Rückkehr. „Ich habe ihm gesagt, dass es natürlich schon ein gewisses Risiko ist, unabhängig vom Finanziellen, weil es eine unheimliche Erwartungshaltung an so einen Spieler gibt, wenn man zu einem Verein zurückkommt“, so Labbadia. „Wenn man sich dessen bewusst und davon überzeugt ist – und das war er, obwohl er das eine oder andere Angebot hatte – spricht das für ihn. Trotz einer tollen Karriere ist er sehr bodenständig geblieben.“

Am Montagabend absolvierte Blaszczykowski sein erstes Spiel für den Tabellenneunten Wisla – am Ende seines Vollzeit-Comebacks stand eine 0:2-Pleite bei Abstiegskandidat Gornik Zabrze.

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