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VfL Wolfsburg: Das nächste Ziel von Brekalo ist die U-21-EM

Engelbert Hensel, Marcel Westermann
Will die U21-EM-Quali packen: VfL-Profi Josip Brekalo (r.). © Boris Baschin

Es waren zuletzt keine leichten Tage für VfL-Profi Josip Brekalo: Neben dem Platz hatte er jüngst mit seinen Homophobie-Äußerungen für Negativschlagzeilen gesorgt. Vergangenheit! Der kleine Flügelflitzer steht wieder wegen seiner sportlichen Leistungen im Fokus.

Brekalo hat in den ersten drei Pflichtspielen der Saison bereits zwei Tore vorbereitet - so viele wie in der gesamten vergangenen Saison, in der er das erste halbe Jahr noch für den VfB Stuttgart gespielt hatte. Im Winter kehrte er dann nach Wolfsburg zurück - und war nach Start-Schwierigkeiten am Ende ein Faktor im VfL-Spiel. Vor dem Schalke-Spiel in dieser Saison hatte er sich jedoch verdribbelt. Der VfL hatte zum Saisonauftakt in sämtlichen Mannschaften die Kapitänsbinde in Regenbogenfarben eingeführt. Als klar sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung und Homophobie und für Vielfalt im Fußball. Als der Klub die Entscheidung auf Instagram veröffentlichte, setzte Brekalo hinter zwei Kommentare, die kein gutes Haar an der Aktion des VfL ließen, ein „Gefällt mir“ - und sorgte damit für Irritationen. Abgehakt.

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Brekalo überzeugte daraufhin beim 2:1 in Leverkusen. Er hat seinen Stammplatz beim VfL auf der linken Außenbahn sicher. Und auch in der U 21 Kroatiens spielt der Flügelflitzer eine große Rolle. In der Länderspielpause war er beim EM-Quali-Spiel in Weißrussland im Einsatz und besorgte mit seinem Treffer zum 4:0 den Endstand. Kein Wunder also, dass Trainer Nenad Gracan auf den Wolfsburger nicht verzichten will. "Es gab Gespräche, ob ich für die A-Nationalmannschaft oder die U 21 spiele, aber momentan ist es das Wichtigste, für die U 21 zu spielen, weil wir eine große Chance haben, zur EM zu fahren", begründet Brekalo, der damit nicht allein ist. "Die Trainer und der Verband haben drei Kandidaten für die A-Mannschaft in der Jugend gelassen."

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Die Kapitäne des VfL Wolfsburg seit dem Bundesliga-Aufstieg 1997:

Josuha Guilavogui ist seit dieser Saison VfL-Kapitän © Boris Baschin
Ignacio Camacho (ab 2018)
Mario Gomez (Sommer 2017 bis Ende 2017)
Diego Benaglio (2012 bis 2017) © dpa/Carmen Jaspersen
Christian Träsch (2011 bis 2012) © Imago/Pressefoto Baumann
Marcel Schäfer (2011) © Imago/Christian Schröter
Edin Dzeko (2010) © Imago/Christian Schroedter
Josué (2008 bis 2010) © Imago/Cordon Press
Marcelinho (2007 bis 2008) © Imago/Geissler
Kevin Hofland (2007) © Imago/Eisele
Pablo Thiam (2006 bis 2007) © Imago/Schumann
Simon Jentzsch (2005 bis 2006) © Imago/ExSpo
Stefan Schnoor (2003 bis 2005) © Imago/Kaletta
Stefan Effenberg (2003) © Imago/HochZwei
Miroslav Karhan (2002 bis 2003) © Imago/Karhan
Charles Akonnor (2001 bis 2002) © Imago/Rust
Claus Reitmaier (2000 bis 2001) © Imago/pmk
Claus Thomsen (1999 bis 2000) © Imago/Contrast
Frank Greiner (1998 bis 1999) © Imago/Rust
Claudia Reyna (1998) © Imago/Oliver Behrendt
Jens Keller (1997 bis 1998) © Imago/Rust
Jann Jensen (1997) © Imago/Rust

Als Nächstes muss Kroatiens U 21, die gerade Zweiter ist, gegen den Tabellenführer der Gruppe 1, Griechenland, ran. Mit einem Sieg und einem weiteren Dreier bei Schlusslicht San Marino können Brekalo und Co. die EM-Teilnahme Mitte Oktober perfekt machen. Und bei der Endrunde 2019 in Italien will der VfLer unbedingt dabei sein. "Ich war bei der U-17-EM und -WM, bei der U-19-EM. Jedes Turnier war für mich ein großer Traum", betont Wolfsburgs Nummer 7. Als einer der vier besten Zweiten müssten die Kroaten gegebenenfalls in die Play-offs.

Alles noch Zukunftsmusik. Zunächst einmal steht der Bundesliga-Alltag an. Brekalo ist mit dem VfL mit zwei Siegen in die neue Saison gestartet, hat selbst mächtig Selbstvertrauen getankt. Und diesen Schwung will er in der Liga beibehalten. "Wir hatten zwei sehr schwere Spiele. Zum Glück haben wir gewonnen. Sechs Punkte aus zwei Spielen ist top. Jetzt haben wir zwei Heimspiele und wollen daran anknüpfen", sagt Brekalo und fügt hinzu: "Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen kann. Ich hoffe, dass es so weitergeht."

Was in diesem Sommer mit dem Fastabsteiger passiert, wie die 180-Grad-Drehung gelungen ist, dafür hat Brekalo eine simple Erklärung: "Damals waren wir in einer schwierigen Situation, hatten viel Druck. Es war schwer zu spielen. Jetzt sind wir freier im Kopf und haben in der Vorbereiung hart gearbeitet. Das zeigen wir jetzt auf dem Platz – mehr ist es nicht." So einfach kann also Fußball sein...

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