10. Januar 2018 / 18:31 Uhr

VfL Wolfsburg: Das sagt Martin Schmidt über seinen neuen Giftzwerg

VfL Wolfsburg: Das sagt Martin Schmidt über seinen neuen Giftzwerg

Engelbert Hensel
Renato Steffen
Unterschrieb beim VfL Wolfsburg bis 2021: Renato Steffen.
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Martin Schmidt lehnte sich zufrieden zurück auf seinem Stuhl im VfL-Center – und freute sich darüber, dass er nach Josip Brekalo mit Renato Steffen vom FC Basel einen weiteren Außenbahnspieler bekommen hat. Der 1,70 Meter kleine Flügelflitzer unterschrieb – wie erwartet – am Mittwoch beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten einen Vertrag bis 2021, knapp 2 Millionen Euro muss der VfL für den 26-Jährigen bezahlen. Bereits am Mittwochmorgen trainierte Steffen bei den Wolfsburger mit.

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Und er habe dabei gleich mal gezeigt, dass er einen guten Fuß hat und dass er beweglich sei, lobte Schmidt seinen Landsmann, der eher ein Spätstarter im Profi-Fußball ist. Dabei brachte er schon in jungen Jahren alles mit, was es braucht. Aber:  Im Alter von 15 Jahren schien die Karriere von Steffen bereits beendet, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Denn bei den Junioren des FC Aarau wurde er für zu wenig gut befunden. Er sei zu klein, zu undiszipliniert –  hatte es geheißen. Doch Steffen ließ sich von seinem großen Traum nicht abbringen. Neben einer Maler-Lehre verdiente sich der VfL-Neuzugang seine Sporen in den Niederungen des Amateurfußballs, über den SC Schöftland und den FC Solothurn schaffte er mit 21 den Sprung zum FC Thun in die Schweizer Super League. Über die Young Boys Bern landete er schließlich beim Spitzenklub FC Basel. 2016 und 2017 wurde Steffen mit dem FCB Schweizer Meister, 2017 gewann er zudem den Schweizer Pokal.

Bereits im Sommer hatte der VfL bei ihm angeklopft (WAZ berichtete), jetzt bekam er ihn. Schmidt: „Ein Spielertyp, der gut zu unserer Art und Weise, wie wir Fußball spielen, passt. Renato ist ein Pressing- und Umschaltspieler, er weiß, wie man eine Seite verteidigt und wie man sie offensiv bespielt.“ Nachdem der erste Versuch, Steffen zu verpflichten, nicht geklappt hatte, verloren die VfL-Verantwortlichen ihn nicht aus den Augen. „Der Spieler hat der Chance nachgetrauert, er wollte den Schritt in die Bundesliga unbedingt und jetzt konnten wir ihn wahr machen“, so der VfL-Trainer, dem wichtig war, dass „Sprache und Mentalität“ des Neuzugangs passen. Schmidt: „Wir haben gesagt: Wenn wir im Winter etwas machen, muss das einer sein, der auf Knopfdruck funktioniert.“

Bei Steffen könnte das passen, „er bringt alles mit“, freut sich der VfL-Coach über den Neuen, den sie in seiner Heimat gern mal als „Giftzwerg“ beschreiben. Schmidt erklärt schmunzelnd: „Im  positiven Sinne nennen sie ihn so, weil er auf dem Platz sehr griffig ist, er ist ein ungemütlicher Spieler, er weiß sich zu helfen. Durch seine Größe musste er sich schon in jungen Jahren sehr viel aneignen.“ Steffen sei ein Typ wie Xherdan Shaqiri (Stoke City). Schmidt weiter: „Er ist ein kleiner, kräftiger Spieler, einer, der extrem giftig ist im Spiel gegen den Ball – vor allem im Pressing und Gegenpressing-Verhalten“.

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Und das, obwohl Steffen – wie erwähnt – ein Spät-Starter ist. Doch der Flügelmann, der am stärksten vorn rechts sei, jedoch auch alle Positionen auf der linken Seite spielen könne, habe sich innerhalb kürzester Zeit toll entwickelt. Im spielerischen, aber auch im athletischen Bereich. Wolfsburgs Trainer meinte schmunzelnd: „Wenn man ihn jetzt so sieht, dann muss man sagen: Sein Hals ist fast so breit wie seine Schulter...“

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