11. Juli 2018 / 18:31 Uhr

VfL Wolfsburg: Didavi-Weggang bedeutet für Malli "nicht, dass ich spiele"

VfL Wolfsburg: Didavi-Weggang bedeutet für Malli "nicht, dass ich spiele"

Tim Lüddecke
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Zwei VfL-Profis, eine Position: Yunus Malli und Daniel Didavi konkurrierten in der Vergangenheit um die Rolle im zentralen offensiven Mittelfeld.
Zwei VfL-Profis, eine Position: Yunus Malli und Daniel Didavi konkurrierten in der Vergangenheit um die Rolle im zentralen offensiven Mittelfeld. © imago/Hübner
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Unter Bruno Labbadia darf Yunus Malli auf seiner bevorzugten Position im Zentrum ran. Trotz Wechsel-Angeboten im Sommer bekennt sich der türkische Nationalspieler zum VfL Wolfsburg.

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Dass Yunus Malli „immer gern“ zurück in die Heimat kehrt, war ihm anzumerken. Erst plauderte der gebürtige Kasselaner vor Anpfiff am Stadionmikrofon über die alten Zeiten. Später hatte er auf dem Platz in Halbzeit zwei seinen Anteil daran, dass aus der 2:0-Halbzeitführung noch ein deutlicher 7:0-Testspielsieg gegen den KSV Baunatal wurde. Mit einem selbst erzielten Tor – und so etwas wie der zurückerlangten Lust am Fußball. Nachdem die bisherige Zusammenarbeit für Spieler und Klub nicht so ganz verlaufen war, wie gewünscht, nimmt der türkische Nationalspieler einen neuen Anlauf beim VfL. Wegbereiter dafür könnte ein Spieler sein, der gar nicht mehr da ist.

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Denn mit dem Abgang von Daniel Didavi zum VfB Stuttgart hat ebenjener Mitspieler den Verein verlassen, der mit Malli um den kreativen Part im zentralen Mittelfeld konkurriert – und dort meistens (wenn nicht verletzt) die Nase vorn hatte. Konsequenz: Der Ex-Mainzer musste oftmals auf Außen ausweichen, gerade unter Ex-VfL-Coach Martin Schmidt. Zwar erklärt Malli immer noch, „dass das dazu gehört und ich dann versuche, dort mein Bestes zu geben“, doch es ist ein offenes Geheimnis, dass der Mann mit der Nummer 10 auch den dazugehörigen Spielertypen verkörpert.

"Ich muss mich weiter anbieten"

Das weiß auch VfL-Trainer Bruno Labbadia, „deshalb brauchte ich ihm auch nicht zu sagen, dass ich ein Zentrumsspieler bin“, so Malli. "Ich freue mich, wenn ich dort zum Einsatz komme.“ Im 4-3-3 füllt er dabei eine der beiden offensiveren Rollen vor dem klaren Sechser aus, als offensiver Achter gewissermaßen; die Position, die Didavi oftmals bekleidete. Malli möchte dessen Weggang jedoch nicht zu hoch bewerten. „Als er noch da war, haben wir auch zusammen auf dem Platz gestanden“, sagt er, „auf der anderen Seite bedeutet sein Wechsel nicht, dass ich jetzt immer automatisch von Anfang an spiele, denn wir haben genug Spieler, die diese Rolle in dem System spielen können. Von daher muss ich mich weiter anbieten und Gas geben.“

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VfL-Manager Jörg Schmadtke hatte zuletzt gegenüber dem Kicker zumindest betont, dass der Verkauf Didavis „natürlich auch als Bekenntnis zu Malli“ zu verstehen sei. Trotz Angeboten anderer Vereine in der Sommerpause ist der 26-Jährige „froh, dass ich noch hier bin“, auch wenn die letzten beiden Jahre „nicht so waren, wie wir uns das vorgestellt hatten“. Ab sofort möchte er „versuchen – wie alle anderen hier auch – bessere Zeiten mit dem Klub zu erleben.“

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