12. August 2018 / 16:40 Uhr

VfL Wolfsburg: Die größte Qual der Wahl hat Labbadia vorn

VfL Wolfsburg: Die größte Qual der Wahl hat Labbadia vorn

Engelbert Hensel
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg, SPORT - Testspiel, VW-Arena, VfL Wolfsburg - SSC Neapel, 11.08.2018, Saison 2018/19,
Vorbereiter und Vollstrecker: Daniel Ginczek (l.) legte Admir Mehmedi beim 3:1 des VfL gegen Neapel zwei Treffer auf. © Boris Baschin
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Daniel Ginczek oder Wout Weghorst im Sturm? Oder mit Admir Mehmedi ganz vorn drin? Es ist noch nicht lange her, da stellten sich solche Aufstellungs-Fragen für Bruno Labbadia nicht. Da musste der VfL-Trainer - auch wegen der vielen Verletzten - nehmen, was eben da war. Nun aber hat der Coach gerade vorn die größte Qual der Wahl...

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Beim 3:1 gegen Neapel im letzten Härtetest vor dem Pflichtspiel-Start am Samstag im Pokal in Elversberg machten es die beiden Neuzugänge Ginczek und Weghorst richtig gut. Aber auch Mehmedi signalisierte: Ich bin wieder da. Dazu noch Josip Brekalo und Renato Steffen auf den Flügeln. Brekalo ist gesetzt, Steffen darf sich ebenfalls große Hoffnungen machen, im Pokal erste Wahl zu sein. Und was ist mit Winter-Neuzugang Mehmedi? Der hatte lange wegen einer hartnäckigen Fuß-Verletzung passen müssen. Nun der Doppelpack gegen den italienischen Spitzenklub. Dennoch: Ein Gewinner der Vorbereitung sei er nicht, sagte der Schweizer: "Wichtig ist nur, dass ich fit werde. Ich bin auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ende. Es braucht noch ein bisschen, bis ich wieder ganz der Alte bin. Und bis man endlich mal sieht, wozu der Mehmedi in Wolfsburg fähig ist. Das haben wir noch nicht so oft gesehen."

Beide Tore hatte ihm Ginczek aufgelegt. Mustergültig. Mehmedi tauchte dabei als zentraler Stürmer auf, dabei ist er im 4-3-3-System von Labbadia eher einer für den Flügel. Aber: Als hängende Spitze, die es in dieser 4-3-3-Variante gar nicht gibt, hatte Mehmedi bei seinem Ex-Verein Freiburg eine Top-Saison gespielt. "Es kommt darauf an, wie man das Ganze interpretiert", sagte der Offensivmann übers System. "Wenn wir mit hohen Außenverteidigern spielen und mit Halbpositionen, dann ist das sehr gut für mich. Ich verstehe mich, das hat man gegen Neapel gesehen, mit Daniel Ginczek nahezu blind. Obwohl wir noch nicht so lange zusammengespielt haben."

Ginczek und er hatten sich im Winter zufällig im Urlaub in Dubei getroffen. "Ich habe viele Spiele von ihm in Freiburg und Leverkusen gesehen", so VfL-Neuzugang Ginczek. "Wir verstehen uns auch außerhalb des Platzes gut. Es freut mich, wenn wir gemeinsam auf dem Platz stehen." Ob Labbadia ihn oder Weghorst im Pokal starten lässt, scheint noch offen - obwohl Weghorst gegen Neapel beginnen durfte. "Das System, was der Trainer spielen will, ist mit einem Stürmer, und da werden wir dann sehen, wie er sich entscheidet. Ich glaube, wir haben beide Gas gegeben in der Vorbereitung, haben beide gute Spiele gemacht, viele Tore geschossen. Ich möchte da nicht Trainer sein", meinte der Ex-Stuttgarter und fügte hinzu: "Mein Anspruch ist schon zu spielen. Ich bin aus Stuttgart gekommen, wo wir eine sehr, sehr gute Saison gespielt hatten und ich glaube, ich habe 14 Spiele von Anfang an gemacht in der Rückrunde. Natürlich möchte ich spielen."

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Am Ende entscheidet Labbadia, der sich natürlich freut, dass er so viele Möglichkeiten in der Offensive hat. Dass der VfL zwingend etwas an seiner Offensive machen musste, war in der enttäuschenden letzten Saison immer wieder sichtbar geworden. Insgesamt waren den Wolfsburgern nur 36 Treffer gelungen – einzig die Absteiger Köln (35) und Hamburg (29) sowie Kellerkind Freiburg (32) hatten weniger Tore erzielt. Vergessen und vorbei, denn mit Ginczek, Weghorst und Mehmedi, dazu noch mit dem quirligen Brekalo, hat der VfL wieder Torgefahr in seinen Reihen. "Wir brauchen einfach den Druck von allen, da ist jeder mitverantwortlich", fordert Labbadia.

Leer ging diesmal Weghorst aus, aber stark war der Niederländer trotzdem - zum einen wegen seines guten Passspiels, zum anderen wegen seiner hohen Laufbereitschaft und seiner Aggressivität. "Das ist meine Art zu spielen. Ich bin ein Stürmer, der viel arbeiten kann. Ich brauche das auch für mich", meinte Weghorst, der in der 28. Minute sich mit einem Treffer hätte belohnen können, doch da scheiterte er an Neapels Torhüter Orestis Karnezis. „Das muss ein Tor sein. Schade. Ich muss den Ball ein bisschen weiter in die Ecke platzieren, dann ist er drin.“

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Labbadia hat vorn die Qual der Wahl, das bedeutet auch, dass Spieler enttäuscht sein werden, wenn sie nicht gleich in der Startelf stehen. Ginczek dazu: "Wir versuchen, uns gegenseitig zu pushen. Aber es darf nie passieren, dass der eine sauer ist, wenn der andere spielt oder umgekehrt. Wir brauchen Zusammenhalt dieses Jahr. Das haben wir uns auch in der Kabine geschworen, der Zusammenhalt wird sehr, sehr wichtig sein."

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