12. Januar 2018 / 14:33 Uhr

VfL Wolfsburg: Die Kapitänsfrage ist beantwortet, aber nicht kommuniziert

VfL Wolfsburg: Die Kapitänsfrage ist beantwortet, aber nicht kommuniziert

Redaktion Sportbuzzer
Martin Schmidt
Martin Schmidt © dpa
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Seitdem Mario Gomez den VfL kurz vor Weihnachten in Richtung des VfB Stuttgart verlassen hat, fehlt dem Wolfsburger Fußball-Bundesligisten nicht nur ein erfahrener Profi, sondern auch der Kapitän sowie ein wichtiges Sprachrohr der Mannschaft. Jetzt müssen andere Spieler nachrücken, sowohl auf dem Platz als auch in der Kabine und in der Öffentlichkeit. Vor dem Rückrundenstart am Sonntag (18 Uhr) bei Borussia Dortmund ließ VfL-Trainer Martin Schmidt die Kapitänsfrage noch unbeantwortet.

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"Seit Mario weg ist, ist die größte Frage, wer Kapitän wird", weiß auch der Schweizer. Allerdings betont er auch: "Intern ist es gar nicht so ein Thema. Das ist eher etwas, was die Medien und die Fans beschäftigt." Die VfL-Anhänger setzen sich mit diesem Thema jedenfalls intensiv auseinander. Der Großteil wünscht sich, dass Eigengewächs Maximilian Arnold ab sofort das Amt übernimmt. Das hatte eine SPORTBUZZER-Umfrage ergeben, in der sich knapp drei Viertel der rund 2000 Teilnehmer für den Mittelfeldmann aussprachen. Ob es dazu kommt, ließ Schmidt noch offen. "Jemand wird am Sonntag die Binde tragen, das steht fest. Wer das sein wird, ist bereits entschieden, aber es wird vorher nicht kommunizert. Darüber zu debattieren, bringt nichts", so der Coach.

Da stellt sich die Frage nach dem "Wieso", beziehungsweise "Wieso nicht". Die Antwort liegt auf der Hand: Für Schmidt hat das Kapitäns-Amt keine große Bedeutung. "Ich bin von dem Thema nicht genervt, ich kenne aus Mainz. Ich war am Anfang nur überrascht, welch' große Bedeutung es hat", so der VfL-Trainer. "Der wahre Kapitän ist oft gar nicht derjenige, der die Binde trägt. Sondern der ist in der Kabine so wichtig, der will das gar nicht nach außen tragen. Der zweite oder dritte ist fast wichtiger, als der, der es auf den Platz bringt." Mit dieser Aussage vergrößert der 50-Jährige bewusst den Kreis derer, die nach dem Gomez-Abschied noch mehr Verantwortung übernehmen müssen. "Ein Spieler reicht nicht, um ein Team zu führen, das braucht mittlerweile zwei, drei Spieler."

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Und der VfL hat genug Akteure, die jetzt den Abgang von Gomez kompensieren und vorne weg gehen können. "Solche Typen gibt es", bestätigt Schmidt. "Das sind die, die mit allen reden, jede Sprache sprechen, sich um alles kümmern, wenn beispielsweise mal nicht genug Früchte da sind, das Wasser nicht passt oder die Heizung nicht funktioniert. Das sind die, denen alles auffällt und die mit allen eine gute Kommunikation haben." Dazu dürften neben Arnold auch Sprachtalent Josuha Guilavogui und Langzeit-Wolfsburger Max Grün zählen.

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In der Rückrunde dürfte Arnold dann wohl die Binde bekommen. Der bisherige Gomez-Stellvertreter Paul Verhaegh wäre dann gemeinsam mit Ignacio Camacho Stellvertreter. Den U-21-Europameister zum Mannschaftsführer zu machen, würde Schmidt einerseits viele Diskussionen ersparen, gleichzeitig wäre es ein Vertrauensbeweis für Arnold, der seinen Vertrag gerade erst vorzeitig bis 2022 verlängert hat. Aber egal, wer die Binde in Dortmund tragen wird, noch wichtiger wird es sein, dort zu punkten. "Wir sind bereit für dieses Spiel. In der kurzen Pause verlieren die Spieler nicht so viel. Die Mannschaft steht, die Stimmung ist gut und der alle sind fokussiert", sagt Schmidt.

Den BVB erwartet der VfL-Coach gewohnt stark. "Die wollen das Spiel bestimmen, die spielen in ihren eigenen Katakomben vor 80.000 Zuschauern. Das wird das Team nach vorne pushen. Die Herangehensweise ist in Dortmund jetzt anders, die Ansprache auch, das System ist gleich geblieben", sagt Schmidt und erklärt, wie er mit Wolfsburg dagegenhalten will: "Wir müssen die Offensive eindämmen. Mit Castro, Kagawa, Pulisic, Yarmolenko und Aubameyang hat der BVB ein optimales Tempo." Aber: "Sie haben auch schon 24 Tore kassiert, da gehören sie nicht zu den Besten. Die Spielweise passt zu unserem Fußball."

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