10. Juni 2018 / 15:41 Uhr

VfL Wolfsburg: Dieser Sommer hat Heribert Rüttger Nerven gekostet

VfL Wolfsburg: Dieser Sommer hat Heribert Rüttger Nerven gekostet

Jürgen Braun
Photowerk (he), Heribert Eüttger, VfL Wolfsburg, Bundesliga, Fussball, Betreuer, Zeugwart, 1. FC Kaiserslautern, Fan, 07.12.2010
Die gute Seele des VfL-Teams: Zeugwart Heribert Rüttger. © Roland Hermstein
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Er ist eine Seele von Mensch, liebenswert, ausgeglichen und so ein bisschen die gute Seele im Stab der Profis von Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg.

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Doch dieser Sommer, der hat Heribert Rüttger Nerven gekostet. Und auch ziemlich wehgetan. Erst wieder Abstiegskampf mit dem VfL und gleichzeitig stieg der zweite Klub seines Herzens ab. „Fußball ist nicht einfach, das ist das Schöne an ihm“, sagt Rüttger. Doch manchmal tut es deshalb dann auch weh. Rüttger: „Es war ein trauriger Sommer!“ Denn der 1. FC Kaiserslautern stieg nun auch noch aus der 2. Liga ab. Lautern, Rüttgers erste große Fußball-Liebe.

Der 1. FCK, das ist Rüttgers Heimatklub. „18 Jahre hatte ich dort eine Dauerkarte.“ In der Südkurve des Betze war sein Stammplatz. Nie hätte ich gedacht, dass es mal so weit runtergeht.“ Das geht dem Mann aus Wattenheim in der Pfalz nah. Ein anderer Pfälzer, der auch mal bei Lautern spielte, hatte Rüttger nach Wolfsburg geholt: Wolfgang Wolf. Mit dem hatte Rüttger in der A-Jugend des VfR Hettenleidelheim gespielt. Der Kontakt blieb, auch als Wolf Profi wurde, unter anderem auch auf dem Betzenberg für Lautern stürmte. Im Januar 2000 flog Rüttger auf Wunsch von Wolf als Zeugwart mit ins Wolfsburger Trainingslager nach Portugal. Und blieb seitdem dabei, ist mit Masseur Manfred Kross (seit 1996 VfLer) die Konstante im direkten Umfeld der Profis. Und manchmal Seelentröster.

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Nun brauchte er selbst mal ein bisschen Trost. Zur Erholung ging es an den Strand nach Kreta. Und bald an den Tegernsee. Da trifft er sich mit Wolf. Um Lautern wird es dann mit Sicherheit auch gehen. Das ist unvermeidlich. Zwischendurch aber schaute er noch in Wolfsburg vorbei. „Da sind schon wieder viele Pakete von Ausrüster Nike eingetroffen“, erfuhr er von Nils Scholz, der ihn seit 2013 in seinem Bereich unterstützt.

Arbeit ist auch Ablenkung. Langsam, aber sicher verdaut Rüttger den Frust und auch die anspannenden Wochen mit dem VfL, seiner zweiten Liebe. Um die hatte er sich aber nicht so viel Sorgen gemacht, denn: „Ich habe nie daran geglaubt, dass der VfL absteigt.“

Rüttger schaut nach vorn, sagt: „Ich freue mich auf die neue Saison, wünsche mir, dass die Trainer mal nicht mehr so schnell wechseln wie zuletzt.“ Dem neuen Coach hatte Rüttger selbst noch zugejubelt. Bruno Labbadia stürmte von 1989 bis 1991 auf dem Betzenberg für die Roten Teufel. Die Lauterer in der 3. Liga – „gut, dass Eintracht Braunschweig auch abgestiegen ist“, so der Zeugwart des VfL. Das meint er nicht aus Schadenfreude, das wäre sowieso nicht seine Art. Sondern: „Braunschweig ist ein Klub in Wolfsburgs Nähe, wo ich vielleicht mal Lautern zuschauen könnte, wenn es der Spielplan zulässt.“ Der Spielplan seiner anderen Liebe –  VfL.

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