23. September 2018 / 16:13 Uhr

VfL Wolfsburg: Fans gehen früher, Arnold ärgert's

VfL Wolfsburg: Fans gehen früher, Arnold ärgert's

Engelbert Hensel
22.09.2018, Niedersachsen, Wolfsburg: Fußball: Bundesliga, 4. Spieltag: VfL Wolfsburg - SC Freiburg in der Volkswagen-Arena. Wolfsburgs Maximilian Arnold (l) wird von Freiburgs Lukas Kübler kzu Fall gebracht. Foto: Peter Steffen/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Ärgerte sich über einige VfL-Anhänger: Maximilian Arnold (l.). © DPA
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Trotz des tollen Starts des VfL Wolfsburg in die neue Saison blieben auch beim dritten Heimspiel viele Plätze in der VW-Arena frei, zudem gingen Fans früher. Das wiederum ärgerte VfL-Eigengewächs Maximilian Arnold...

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Der VfL hat in den vergangenen Jahren viel Kredit bei seinen Fans verspielt – das war in den ersten drei Heimspielen der neuen Fußball-Bundesliga-Saison deutlich zu sehen. Sowohl beim Saisonauftakt gegen Schalke (26.700 Fans) als auch im zweiten Heimspiel gegen Berlin (26.300) war die VW-Arena nicht ausverkauft. Jetzt gegen Freiburg blieben noch mehr Plätze frei. Gerade einmal 23.011 Anhänger, so die offizielle Zuschauerzahl, wollten beim Duell mit den Breisgau-Klub dabei sein. Dass die Arena erneut nicht voll war, störte Maximilian Arnold nicht unbedingt. Er ärgerte sich viel mehr über die Zuschauer, die bereits rund zehn Minuten vorm Ende gingen.

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Arnold hatte bereits nach dem Hertha-Spiel die VfL-Fans gelobt. Dafür, dass sie „ein Gespür dafür entwickelt“ hätten, „was für uns wichtig ist – so schlimm die letzten zwei Jahre für uns auch waren. Da haben sie viel draus gelernt“, meinte er. Und weiter: „Wenn die Relegation also etwas Gutes hatte, dann das.“ Auch diesmal gab’s für das Eigengewächs und seine Kollegen von den Rängen einen tollen Support. „Der Kern ist immer da“, lobte der Mittelfeldspieler. Allerdings: „Ein bisschen schade“ sei eben gewesen, dass einige der Anhänger schon früher nach Hause wollten. Arnold deutlich: „Klar, es steht 3:1 für den Gegner, aber wenn ich mit meiner Familie einen Fußballnachmittag mache, ziehe ich den auch durch – egal, wie es steht.“

Wolfsburg-Sportchef Andreas Pahlmann (links) bei der Spielanalyse mit Stephan Hox von Radio 21.

Auffällig auch: die geringe Zuschauerzahl. „Gegen Freiburg hast du oft nicht so viele“, sagte VfL-Manager Jörg Schmadtke, was häufig mit der weiten Anreise der Fans aus dem Breisgau zusammenhängt. In der vergangenen Spielzeit war das ähnlich, da gehörte dieses Heimspiel mit 23.744 Zuschauern ebenfalls zu den schwach besuchten VfL-Heimspielen. Weniger waren in der Saison 2017/18 nur gegen RB Leipzig (22.827) gekommen, das war jedoch ein Dienstagabend-Spiel. Und Abendspiele unter der Woche sind für die VfL-Anhänger durch das Schicht-System von VW eh immer schwierig zu besuchen.

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Positiv jedoch beim Freiburg-Spiel: Die, die da waren, machten ordentlich Stimmung. Und sie pfiffen selbst dann nicht, als Freiburg das 3:0 machte, das Spiel aus VfL-Sicht endgültig gelaufen war. „Im Erfolgsfall ist das relativ leicht, aber in so einer Situation so zu reagieren – das finde ich klasse. Das war super, dafür möchte ich mich auch bedanken“, lobte VfL-Trainer Bruno Labbadia und fügte hinzu: „Wichtig ist, dass die Leute gemerkt haben, dass die Mannschaft nie aufgegeben hat.“

Foto; Boris Baschin, Wolfsburg, SPORT, VW-Arena, Fußball-Bundesliga, VfL Wolfsburg - SC Freiburg, 22.09.2018,
Vorm Spiel gab's von den VfL-Fans in der Nordkurve eine tolle Choreo. © Boris Baschin

Die größte Unterstützung kam – wie fast immer – aus der Nordkurve. Schon weit vor Spielbeginn waren die Fans da laut. Kurz vorm Start wurde es dann bunt. Es gab eine tolle Choreo mit einem riesengroßen VfL-Wimpel und einem Spruch. „Unser Tag wird kommen“ stand auf einem Transparent – gemeint ist der Wunsch vieler Fans, das alte Zinnenwappen wieder einzuführen.

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