08. September 2018 / 16:20 Uhr

VfL Wolfsburg: Frauen siegen im Pokal locker 11:0 bei Hannover 96

VfL Wolfsburg: Frauen siegen im Pokal locker 11:0 bei Hannover 96

Jasmina Schweimler
Der VfL Wolfsburg erzielt das erste Tor und lässt 96 am Ende keine Chance.
Der VfL Wolfsburg erzielt das erste Tor und lässt 96 am Ende keine Chance. © Florian Petrow
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Das war eine klare Angelegenheit: Die Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg setzten sich in der 2. Runde des DFB-Pokals deutlich mit 11:0 (7:0) beim Oberligisten Hannover 96 durch. Die Tore für den Titelverteidiger erzielten Sara Björk Gunnarsdottir (2), Zsanett Jakabfi (2), Ella Masar (2), Alexandra Popp, Caroline Hansen, Katharina Baunach, Pernille Harder und Nilla Fischer.

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1700 Zuschauer sorgten für eine Riesenkulisse beim Außenseiter. Die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch zündete sofort den Turbo, zeigte im ersten Pflichtspiel der Saison direkt, wer das Sagen hat. Wie geplant ließen die Gäste 96 kaum Luft, ließen Hannover nicht einmal kurz von einer Überraschung träumen. Ärgerlich nur: Anna Blässe musste nach 18 Minuten angeschlagen vom Platz, nachdem sie zuvor bereits einmal behandelt werden musste. In Hinsicht auf das anstehende Champions-League-Duell am Mittwoch (18.30 Uhr) gegen Thor/KA auf Island eine Vorsichtsmaßnahme. Zwei weitere Akteurinnen mussten mit Problemen ausgewechselt werden. Und: Lena Goeßling musste kurz vor Schluss angeschlagen raus, der VfL spielte zu zehnt zu Ende.

Verletzungen machen Trainer Stephan Lerch Sorgen


Der VfL-Coach zu den Verletzungen: „Anna hat sich im Zweikampf verletzt, eine genaue Diagnose müssen wir aber abwarten. Da mussten wir schon reagieren. Pernille Harder war auch ein bisschen angeschlagen, sie haben wir dann sicherheitshalber rausgenommen. Auch Sara Björk Gunnarsdottir hat Mitte der zweiten Halbzeit im Zweikampf etwas in Richtung Achillessehne abbekommen und konnte nicht weiterspielen. Bei Lena Goeßling war es ähnlich, da ist es das Sprunggelenk. Das ist sehr, sehr bitter für uns. Wir müssen schauen, was da rauskommt. Ich hoffe, dass alle so schnell wie möglich wieder fit sein werden.“

Zum Spiel: Vor der Pause gab der VfL Gas und der Torhunger des Titelverteidigers war auch nach der Pause groß – es wurde zweistellig, auch wenn Wolfsburg zunächst einen Gang runter geschaltet hatte. André Breitenreiter, Trainer der Hannoveraner Bundesliga-Männer, erwies sich zwischenzeitlich im offiziellen Livestream als Kenner, sagte: „Der VfL Wolfsburg ist quasi das Real Madrid im Frauenfußball.“ Das Spiel war nach Plan gelaufen. Lerch: „Wir wollten das Tempo hochhalten, da Hannover das aus dem Liga-Alltag nicht gewohnt ist. Wir haben frühe Tore erzielt, was uns Sicherheit gegeben hat. Hannover hat sehr tief gestanden, mit zehn Spielerinnen um den Sechzehner verteidigt. Trotzdem ist es uns gelungen, uns durchzukombinieren und zum Torabschluss zu kommen. Dieses Spiel ist gut für uns gewesen, auch um den Stand jeder einzelnen Spielerin zu verfassen. Das Taktische hat die Mannschaft gut umgesetzt.“

Bilder zum Pokalspiel zwischen den 96-Frauen und dem VfL Wolfsburg


Das sind die Bilder zur DFB-Pokalpartie zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg (Frauen):

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Die Hannoveranerinnen zeigten sich tapfer und mutig, 96-Torfrau Nina Rohrbeck verhinderte mit einigen tollen Paraden ein noch höheres Ergebnis. Die Engländerin Mary Earps, die beim VfL anstelle von Almuth Schult spielte, wurde bei ihrem Pflichtspieldebüt hingegen nicht sonderlich geprüft. Die dritte Pokalrunde wird am 17./18. November ausgetragen.

Alexandra Popp sagt: VfL Wolfsburg ist noch nicht satt


11 Tore erzielt, keines bekommen. Dazu eine Runde weiter – für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg war es optimal gelaufen. „Wir hatten richtig Lust“, so Torschützin Baunach, die auch die Zuschauer lobt: „Hut ab, was die hier aufgebaut haben. Das war eine tolle Kulisse.“ Das Ziel war klar: „Wir wollen immer Tore machen. Unsere Mannschaft steht für Tempo und Tore, das haben wir heute wieder gezeigt.“ Offensivspielerin Popp sah das ähnlich: „Nur weil wir letzte Saison zwei Titel geholt haben, heißt das nicht, dass wir satt sind. Wir machen immer weiter, können immer wieder besser werden. Wir haben andere Spielideen mit dem Trainerteam ausgearbeitet, die wir umsetzen wollen. Das hat man zum Teil richtig gut gesehen.“ Dass es gegen Hannover sieben verschiedene Torschützinnen gab, „sei wichtig.“ Denn, so Popp: „Wenn sich das in der Liga so weiterzieht, sind wir schwieriger auszurechnen.“

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96: Rohrbeck – Waßmann, Breitsch, Arend, Tietz (86. Berger) – Rathmann – Navarro, Osterwold – Rieks (75. Kreye), Dose, Haeckel (54. Kamm).

VfL: Earps – Blässe (18. Doorsoun), Fischer, Wedemeyer, Baunach – Goeßling, Gunnarsdottir (71. Wolter) – Masar, Popp – Harder (46. Hansen), Jakabfi.

Tore: 0:1 (5.) Gunnarsdottir, 0:2 (9.) Harder, 0:3 (11.) Jakabfi, 0:4 (29.) Baunach, 0:5 (36.) Masar, 0:6 (41.) Gunnarsdottir (Foulelfmeter), 0:7 (44.) Popp, 0:8 (52.) Hansen, 0:9 (55.) Fischer, 0:10 (75.) Jakabfi, 0:11 (89.) Masar.

Zuschauer: 1700.

Schiedsrichterin: Paszehr (Schwerte).

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