12. Februar 2019 / 08:48 Uhr

VfL Wolfsburg: Für Jung und Verhaegh geht’s beim VfL nicht weiter

VfL Wolfsburg: Für Jung und Verhaegh geht’s beim VfL nicht weiter

Engelbert Hensel
Haben wohl keine Zukunft mehr in Wolfsburg: Sebastian Jung und Paul Verhaegh.
Haben wohl keine Zukunft mehr in Wolfsburg: Sebastian Jung und Paul Verhaegh. © imago/regios24
Anzeige

Die Verträge von Sebastian Jung und Paul Verhaegh beim VfL Wolfsburg laufen im Sommer aus. Geschäftsführer Jörg Schmadtke kündigt eine zeitnahe Entscheidung bei den beiden Rechtsverteidigern an - der Daumen geht nach SPORTBUZZER-Informationen jeweils nach unten.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Der VfL hatte in der gerade abgeschlossenen Transferperiode auf Neuzugänge verzichtet, im Sommer wird das dann mit Sicherheit anders sein.

Mindestens auf der Rechtsverteidiger-Position werden die Verantwortlichen um VfL-Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer etwas machen, zumal die Verträge von Paul Verhaegh und Sebastian Jung (beide Rechtsverteidiger) auslaufen – und diese nach SPORTBUZZER-Informationen aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht verlängert werden. Vorzeitig verlängern wiederum soll Koen Casteels, die Nummer 1 des VfL hat ein Angebot vorliegen.

"Bis Ende März wird's eine Entscheidung geben"

Bis wann er da eine Entscheidung erwartet, das will Schmadtke nicht verraten. „Wir sind im Dialog und es wird irgendwann eine Entscheidung geben. Wann es die gibt, kann ich jetzt nicht abschließend sagen“, so der Manager, der bei den Personalien Jung und Verhaegh etwas konkreter wird. „Das hängt zwar immer vom Einzelfall ab, aber in der Regel wird’s da Mitte, Ende März eine Entscheidung geben.“

VfL Wolfsburg: So lange laufen die Verträge der Spieler

Die Vertragslaufzeiten der VfL-Profis Zur Galerie
Die Vertragslaufzeiten der VfL-Profis ©
Anzeige

Verhaegh hinter William zurückgefallen

Beide sind momentan hinten dran beim VfL. Jung, weil er immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden ist. Und statt Verhaegh, der in der vergangenen Saison hinten rechts noch erste Wahl war, setzt Trainer Bruno Labbadia nun auf William. Der Brasilianer hatte zwar nach Patzern eine Denkpause bekommen, spielte in Berlin und in Leipzig nicht – beim 3:3 in Freiburg am Samstag war er jedoch wieder erste Wahl.

Und das dürfte auch zunächst einmal so bleiben, zumal Jung nach einem Muskelfasseriss Ende des vergangenen Jahres gerade um den Anschluss kämpft und Oldie Verhaegh nicht das Tempo des Brasilianers hat.

Mehr zum VfL Wolfsburg

Jungs Zeit in Wolfsburg "unter keinem glücklichen Stern"

„Paul möchte gern mehr spielen, er ist wichtig für uns – das wissen wir. Wir werden auch mit ihm noch mal ein Gespräch führen“, sagt der Manager und kommt auf Pechvogel Jung zu sprechen. „Die Zeit hier steht unter keinem glücklichen Stern für ihn, ich konnte ihn nicht wirklich wahrnehmen und kennenlernen auf dem Platz, weil er immer wieder Probleme hatte und sich immer wieder herankämpfen musste.“

Allerdings: „Ich kann Sebastian nichts vorwerfen, weil ich sehe, wie intensiv er arbeitet, aber trotzdem bekommt er keine Stabilität rein – das ist ärgerlich und schade, sowohl für ihn als auch für uns.“

Sebastian Alexander Jung, Jahrgang 1990, kam bereits 1998 zu Eintracht Frankfurt. Im Jahr 2008 debütierte er in der U 23-Mannschaft der Frankfurter. Zur Galerie
Sebastian Alexander Jung, Jahrgang 1990, kam bereits 1998 zu Eintracht Frankfurt. Im Jahr 2008 debütierte er in der U 23-Mannschaft der Frankfurter. ©

Jung war 2014 von Frankfurt nach Wolfsburg gewechselt, im Februar 2016 begann der Leidensweg des großen VfL-Pechvogels: Der 28-Jährige hatte sich beim Champions-League-Spiel in Gent einen Kreuzbandriss zugezogen, danach schaffte er es nie mehr, für längere Zeit zurückzukommen. Auch deshalb hatte der VfL im Sommer 2017 den inzwischen 35-jährigen Verhaegh verpflichtet, doch nun stehen die Zeichen auf Abschied.

Schlussmann Casteels soll verlängern

Verlängern wiederum soll Casteels. Trotz Vertrages bis 2021 ist ein Verbleib nicht ganz sicher, weil der Torhüter nach seinen Top-Leistungen längst in den Notizbüchern von Top-Klubs wie dem FC Barcelona und dem FC Arsenal stehen soll. Der Belgier hat ein Angebot vorliegen. „Er kennt unsere Intention“, so der Manager, der selbst mal Bundesliga-Torhüter war.

Schmadtke sagt schmunzelnd: „Aber er ist besser als ich es war, keine Frage.“ Das sagt einer, der 266 Mal in der Bundesliga gespielt hatte, daher weiß, was einen guten Torhüter ausmacht: „Koen ist eher ein unspektakulärer Torhüter, was ich vom Grundsatz her mag. Er ist beidfüßig, hat eine gute Spieleröffnung, kommt von der Linie runter, ist aber auch auf der Linie gut – ein Top-Torhüter der Liga eben.“ Und den will Schmadtke nun noch länger an den Klub binden.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Wolfsburg/Gifhorn
Sport aus aller Welt