07. September 2018 / 17:06 Uhr

VfL Wolfsburg: Für Seguin ist es "die schwierigste Phase meiner Karriere"

VfL Wolfsburg: Für Seguin ist es "die schwierigste Phase meiner Karriere"

Engelbert Hensel
Foto: Boris Baschin,Fu§ball, Bundesliga, Saison 2017/18, VfL Wolfsburg, Trainingslager, Saisonvorbereitung, Klosterpforte, Marienfeld, Harsewinkel, Training nachmittag, 27.07.2017
Hart: VfL-Eigengewächs Paul Seguin ist momentan weit weg vom Platz in der Startelf. © Boris Baschin
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Aktuell spielt VfLer Paul Seguin in den Planungen von Trainer Bruno Labbadia nur eine untergeordnete Rolle. Weit weg ist er derzeit von einem Platz im Kader. Das beschäftigt das Eigengewächs sehr, auch wenn er am Freitag im Testspiel gegen Erzgebirge Aue mal wiede ran durfte.

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Es ist noch nicht so lange her, da war Paul Seguin gefragt beim VfL, er war auf dem Weg zum Stammspieler. Erfolgstrainer Dieter Hecking hatte ihn immer wieder ins Team eingebaut, dessen Nachfolger Valérien Ismaël ebenfalls. Dessen Nachfolger wiederum, Andries Jonker, baute gar nicht auf das VfL-Eigengewächs, das momentan ziemlich geknickt ist. „Für mich ist das gerade die schwierigste Phase meiner Karriere“, sagt der Mittelfeldspieler des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten.

Beim Testspiel am Freitag gegen Aue durfte Seguin immerhin mal wieder ran, wurde nach der Pause eingewechselt. „Die Situation ist schwer für meinen Kopf. Ich werde oft gefragt: ,Warum spielst du nicht?’ Manchmal ist es dann so, dass ich einfach mein Handy ausmache“, beschreibt der Sohn von DDR-Fußball-Idol Wolfgang „Paule“ Seguin, der in der vergangenen Saison bei Zweitligist Dynamo Dresden gespielt hatte. Ein Leihgeschäft für ein Jahr. Er hätte auch zum FC Augsburg wechseln können, der FCA wollte ihn als Rechtsverteidiger holen, doch Seguin entschied sich für Dynamo.  „Obwohl ich viel gespielt habe, war es ein schweres Jahr für mich“, sagt Seguin. Der Grund: Bei Dynamo durfte er ganz selten im Mittelfeld auf der Sechs oder der Acht ran, er spielte überwiegend hinten rechts.

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Vergessen und vorbei, dachte sich Seguin im Sommer nach seiner Rückkehr nach Wolfsburg und griff neu an. Aber eine Wadenverletzung warf ihn zurück. Seguin, der noch einen Vertrag bis 2020 beim VfL hat: „Ich bin jetzt wieder richtig fit, aber momentan ist’s eben schwierig, sich zu zeigen.“ Bei den Geheim-Einheiten, bei denen Labbadia häufig elf gegen elf spielen lässt, gehört Seguin nicht mal mehr zum B-Team, sondern trainiert gesondert.

Und doch kam ein erneuter Wechsel für ihn nicht in Frage. „Unser Trainer ist offen und ehrlich, er hat mir gesagt, dass es für mich schwer werden könnte. Ich akzeptiere das. Ich habe es nicht bereut, hierzubleiben“, sagt Seguin und gibt sich kämpferisch: „Ich lasse mich nicht hängen, gebe jeden Tag Vollgas, mache Extra-Schichten.“ Damit er beim VfL eine neue Chance bekommt.

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