11. September 2018 / 16:05 Uhr

VfL Wolfsburg: Ginczek weiß, wie Heimstärke geht

VfL Wolfsburg: Ginczek weiß, wie Heimstärke geht

Engelbert Hensel
Siegtorschütze
Raus mit der Freude: Auf Daniel Ginczek und den noch ungeschlagenen VfL warten nun zwei Heimspiele. © Peter Steffen
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Mit seinem Ex-Verein VfB Stuttgart hat Daniel Ginczek in der vergangenen Spielzeit gerade mal drei Heimspiele verloren. Jetzt will er dabei mithelfen, das auch der VfL zu einer Heimmacht wird...

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In der vorletzten Fast-Abstiegs-Saison waren es fünf Siege, die der VfL in der VW-Arena einfuhr, in der vergangenen gar nur drei. Gegen Freiburg, Gladbach und Köln wurde mit den eigenen Anhängern über Heimsiege gejubelt. Viel zu selten. Es wird Zeit, dass sich das dreht. Und jetzt bekommt der  Wolfsburger Fußball-Bundesligist die doppelte Chance. Am Samstag (15.30 Uhr) kommt die ebenfalls noch ungeschlagene Hertha in die Arena, eine Woche später Freiburg. „Wir wollen, dass unser Stadion wieder zur Festung wird“, sagt VfL-Stürmer Daniel Ginczek vor dem Heimspiel-Doppelpack.

Und Ginczek weiß, wie sich Heimstärke anfühlt. In der vergangenen Saison, als der Stürmer noch das Trikot des VfB Stuttgart trug, feierte er mit den Schwaben zehn Heimsiege, viermal gab’s ein Remis – und nur dreimal wurde verloren. In der Rückrunde verloren Ginczek und Co. nur einmal. „Das kann einiges auslösen bei den Fans und bei der Mannschaft“, sagt der Angreifer und meint die Heimstärke. „Wer gegen Schalke in der Arena war, hat gesehen, wie viele Emotionen es auf der Tribüne und auf dem Platz gab. Das sind Momente, die tun der Mannschaft und auch den Fans gut.“ Dann fügt er kämpferisch hinzu: „Der Gegner muss immer das Gefühl haben: Hier ist es schwierig, etwas zu holen. Das müssen wir jede Sekunde auf dem Platz vermitteln. Das ist unser Ziel.“

Wie Heimstärke geht, weiß der VfL eigentlich. In der Saison 2015/16, also in der Spielzeit vor den beiden Fast-Abstiegs-Saisons, fuhr Wolfsburg neun Siege ein, dazu noch fünf Unentschieden – in der Heimtabelle stand das Team auf Rang fünf. Ein Jahr zuvor war der VfL in dieser Tabelle mit 13 Heimsiegen und vier Remis hinter den Bayern sogar Zweiter, wurde Vizemeister und holte den Pokal.

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So stabil wie damals ist der VfL zwar noch längst nicht wieder, beim Heimsieg gegen Schalke und beim Erfolg in Leverkusen war jedoch zu erkennen, dass das Team besseren Fußball spielt als in den beiden vergangenen Frust-Jahren. Das will der VfL seinen Fans nun auch gegen Hertha zeigen. Allerdings: Das werde nicht so einfach, glaubt Gin-czek vor dem Duell mit dem Hauptstadt-Klub, der ebenfalls seine beiden ersten Saisonspiele gewonnen hat. „Es war ganz schön, in der Länderspielpause auf die Tabelle zu schauen, aber letztendlich sind erst zwei Spieltage gespielt. Wir hatten mit Schalke und Leverkusen ein straffes Programm. Wir dürfen jetzt kein Prozent nachlassen, dürfen keinen Millimeter weniger laufen – dann kriegen wir Probleme“, mahnt Ginczek.

Probleme, die der neue und überraschend gut in die neue Spielzeit gestartete VfL nicht gebrauchen kann. Allerdings: „Die anderen Vereine sind auch nicht blind, machen auch ihre Arbeit und versuchen Stärken und Schwächen des Gegners noch besser zu analysieren, wenn man so startet“, vermutet der Neuzugang und verspricht: „Wir versuchen da weiterzumachen, wo wir vor der Länderspielpause aufgehört haben.“

Er selbst dürfte wieder von der Bank kommen – es sei denn, Trainer Bruno Labbadia ändert sein System. Im 4-3-3 hat Ginczek-Konkurrent Wout Weghorst momentan die Nase vorn. Beim Test am Freitag gegen Aue ließ Labbadia jedoch mit einem 4-4-2 mit Mittelfeldraute spielen. Mit Ginczek und Weghorst. Und wie wird’s bei Teil eins des Heimspiel-Doppelpacks sein? Wolfsburgs Nummer 33: „Ich habe in der vergangenen Woche ein längeres Gespräch mit dem Trainer gehabt, das sehr positiv war – deshalb denke ich, dass ich nicht weit weg bin von der Startelf. Ich gebe weiterhin Gas im Training. Und wenn ich am Samstag wieder von der Bank kommen sollte, versuche ich es so zu machen wie gegen Schalke.“ Da hatte Ginczek nach seiner Einwechslung den Siegtreffer erzielt...

Bilder vom Bundesligaspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Schalke 04

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