12. Juli 2018 / 21:06 Uhr

VfL Wolfsburg: Guilavogui drückt nicht nur Frankreich die Daumen

VfL Wolfsburg: Guilavogui drückt nicht nur Frankreich die Daumen

Marcel Westermann
Mario Mandzukic (v.) und Ivan Perisic schossen Kroatien ins Finale, VfL-Mittelfeldmann Josuha Guilavogui  (r.) hat die Daumen gedrückt
Mario Mandzukic (v.) und Ivan Perisic schossen Kroatien ins Finale, VfL-Mittelfeldmann Josuha Guilavogui (r.) hat die Daumen gedrückt © dpa
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Am Sonntag steigt das WM-Finale - und Josuha Guilavogui, Franzose in Diensten des VfL Wolfsburg fiebert mit. Allerdings: Seine Sympathien gehören auch einem Spieler bei Frankreichs Gegner.

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Einer der besten Freunde spielt bei Kroatien, die Liebe hängt aber am Heimatland Frankreich: In dieser verzwickten Situation befindet sich VfL-Profi Josuha Guilavogui, wenn am Sonntag das WM-Finale zwischen den beiden Nationen steigt. Dennoch ist dem Mittelfeldmann des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten klar, wem er im Endspiel die Daumen drückt.

Guilavogui-Kumpel Ivan Perisic, Halbfinal-Siegtorschütze Mario Mandzukic und Co-Trainer Ivica Olic – drei Ex-Wolfsburger greifen am Sonntag nach den WM-Titel. Um die kleine Krone kämpfen mit Belgien tags zuvor bereits VfL-Torwart Koen Casteels und der ehemalige Wolfsburg-Star Kevin De Bruyne, die sich im Semifinale mit 0:1 Frankreich geschlagen geben mussten. Ähnlich knapp lief’s für Kroatien gegen England. Mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich im Halbfinale gegen England hatte Perisic, der 2013 von Borussia Dortmund zum VfL gewechselt war, großen Anteil am Finaleinzug. Das freute auch Guilavogui, der mit dem jetzigen Inter-Mailand-Profi in der Saison 2014/15 in Wolfsburg zusammengespielt hatte und mit dem Klub die Vizemeisterschaft und den DFB-Pokalsieg feierte: „Er hat ein tolles Tor gemacht.“ Und der entscheidende Treffer von Mandzukic (von 2010 bis 2012 in Wolfsburg) in der Verlängerung brachte Guilavogui in einen Zwiespalt.

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„Kroatien hat eine super Mannschaft, Perisic war gegen England mein bester Freund auf dem Platz. Aber mein Herz schlägt für Frankreich. Ich hoffe, dass der Pokal zu uns zurückkommt“, sagt der Wolfsburger Publikumsliebling, der selbst lange einen kleinen Funken Hoffnung hatte, in Russland dabei sein zu dürfen. Stattdessen verfolgt Guilavogui das Finale zu Hause. „Ich werde meine französischen Freunde einladen und für diesen Moment vielleicht mein Frankreich-Trikot anziehen“, sagt der Abräumer schmunzelnd.

Und wie schätzt der VfLer die Chancen für sein Land ein? Guilavogui: „Frankreich ist stark, hat eine große individuelle Qualität. Die Mannschaft ist sogar noch besser als die von 1998“ – und die ist damals mit Zinedine Zidane, Robert Pires, Youri Djorkaeff, Thierry Henry und Co. immerhin Weltmeister geworden. Allerdings geht Guilavogui nicht davon aus, dass es ein Selbstläufer wird: „Kroatien spielt mit viel Herz. Die WM hat gezeigt, dass es keine vermeintlich kleinen Nationen mehr gibt.“

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