11. Februar 2018 / 23:01 Uhr

VfL Wolfsburg: Jetzt wird’s auch für Schmidt und Rebbe eng

VfL Wolfsburg: Jetzt wird’s auch für Schmidt und Rebbe eng

Andreas Pahlmann / Engelbert Hensel
Ein frustrierter Martin Schmidt auf der Pressekonferenz nach dem Spiel
Ein frustrierter Martin Schmidt auf der Pressekonferenz nach dem Spiel
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Bundesliga: Der VfL enttäuscht beim 1:3 in Bremen erneut – Verhaegh: „Müssen jetzt nicht über den Trainer reden“

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Es wird eng. Richtig eng. Für den VfL in der Tabelle ebenso wie für die sportlich Verantwortlichen beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Das 1:3 (0:2) gestern bei Werder Bremen offenbarte wieder einmal die eklatanten Schwächen dieses Kaders. Nach einer miesen ersten Hälfte reichten eine leichte Steigerung im zweiten Durchgang und ein Tor von Paul Verhaegh (Elfmeter-Nachschuss) nicht. Die Werder-Treffer erzielten vor 38.100 Zuschauern Ludwig Augustinsson und Florian Kainz (2).

Die Stimmen der Verantwortlichen vom VfL Wolfsburg nach der Niederlage gegen Werder Bremen (22.Spieltag).

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Der VfL bleibt 13., aber der Abgrund rückt näher – neben Bremen ist auch Stuttgart (gestern 1:0 gegen Gladbach) rangerutscht. Trainer Martin Schmidt: „Jetzt wissen alle, dass es fünf vor zwölf ist, vielleicht sogar drei vor zwölf.“ Und die phasenweise Wolfsburger Leblosigkeit, die vor der Pause in Bremen den Weg in die Niederlage bahnte, gibt Anlass zu großer Sorge. Droht schon wieder eine Trainerdiskussion, wie sie der VfL zuletzt im beständigen Halbjahres-Rhythmus hatte? „Es liegt nicht an irgendeinem Trainer oder Manager, wir Spieler sind schuld“, sagte Maximilian Arnold nach dem Bremen-Spiel. Und Kapitän Paul Verhaegh stimmte zu: „Wir müssen jetzt nicht über den Trainer reden, wir Spieler stehen auf dem Platz. Wir müssen kritisch gegenüber uns selbst sein, die Tabelle lügt nicht.“

Der VfL Wolfsburg in Noten: Die Einzelkritik zum Spiel gegen den SV Werder Bremen

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Dass es die Mannschaft aber erneut nicht schaffte, als Gruppe glaubhaft Siegeswillen zu verköpern, liegt auch in der Verantwortung von Trainer Schmidt, der zugab, zur Pause in Bremen in der Kabine laut geworden zu sein. „Sogar sehr laut“, wie er sagte, zudem „mussten ein paar Blechkisten dran glauben“.

Was tun? Aus dem VW-Umfeld ist zu hören, dass man nach den nächsten beiden Spielen gegen Bayern und in Mainz mal genauer draufschauen will – aber dieser Plan, das haben die letzten Jahre gezeigt, kann sich jederzeit wieder ändern. Sportdirektor Olaf Rebbe kündigte jedenfalls schon einmal an, dass man „im inneren Zirkel die Dinge genau durchleuchten“ müsse, meinte damit aber wohl eher Mannschaft und Trainerstab. Man müsse sich fragen, „ob das alles so richtig“ sei. Und er kritisiert in für seine Verhältnisse deutlichen Worten die Spieler: „Jeder muss sich hinterfragen, wie so ein Leistung zustandekommt und ob er alles dafür gibt, dass wir erfolgreich sind.“Dass der VfL aktuell große Verletzungssorgen hat, macht die Lage nicht besser, Trainer Schmidt führte zudem an, dass die Mannschaft zuletzt stark kritisiert wurde und „dann verlässt einen der Mut auch schon einmal schneller als in anderen Phasen.“

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Gerüchte um Schmadtke und Flick

Der Druck wächst – auf Schmidt, und damit auch auf Rebbe, für den der Schweizer bereits der dritte Coach in seiner 14-monatigen Amtszeit als Sportdirektor ist. Einen erneuten Trainerwechsel würde auch Rebbe, dessen Kader-Zusammenstellung vor allem von den Fans kritisch gesehen wird, kaum überstehen. Mit Jörg Schmadtke (zuletzt Köln) und Hansi Flick (vorm Aus in Hoffenheim) geistern mal wieder die Namen potenzieller Nachfolger durch die Gerüchteküche. Wie die VfL-Anhänger derweil mit der Lage umgehen, steht am Dienstag auf der Tagesordnung – die Ultras laden alle Fans um 19 Uhr in den Nordkurvensaal ein, „um über die aktuelle sportliche Misere zu reden.“

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