28. April 2018 / 20:48 Uhr

Maximilian Arnold fordert deutliche Verbesserung: "Müssen uns den Arsch aufreißen"

Maximilian Arnold fordert deutliche Verbesserung: "Müssen uns den Arsch aufreißen"

Engelbert Hensel
Maximilian Arnold ist nach der Niederlage gegen den HSV alles andere als zufrieden.
Maximilian Arnold ist nach der Niederlage gegen den HSV alles andere als zufrieden. © Getty Images
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Nach dem verlorenen Kellerknaller gegen den Hamburger SV ist die Situation für den VfL Wolfsburg klar: Die Wölfe müssen wieder einmal zittern. VfL-Eigengewächs Maximilian Arnold ist stocksauer über die Wolfsburger Leistung gegen den HSV.

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Und am Ende brachen alle Dämme, plötzlich drohte der Platzsturm! In der Nordkurve waren schon viele wutentbrannte VfL-Fans über die Balustrade gestiegen. Vor ihnen hatten sich Ordner positioniert, während am Mittelkreis die Profis des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten zusammenkamen. Sie hatten gerade den Keller-Knaller gegen den Hamburger SV mit 1:3 verloren und dabei – wie so oft in dieser katastrophalen Saison – wie gelähmt gewirkt. Ein Anhänger schaffte es schließlich, in Richtung Maximilian Arnold und Co. zu rennen, wurde dabei aber von einem Mitarbeiter aus der Medienabteilung gestoppt. Wenigstens einer, der verstanden hatte, worum es in diesem Knaller ging...

Die Spieler des VfL Wolfsburg gegen den Hamburger SV in der Einzelkritik:

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​"Haben versucht, ein bisschen zu beruhigen"

Einzig drei Spieler trauten sich hinterher, den total frustrierten Anhängern Rede und Antwort zu stehen. Max Grün, Paul Verhaegh und Eigengewächs Maximilian Arnold. "Wir haben versucht, ein bisschen zu beruhigen", so ein sichtlich enttäuschter Arnold, der sich wünscht, dass gerade jetzt alle zusammenstehen. Zwei Spieltage vor Schluss, in der größten Krise der fast 21-jährigen Bundesliga-Historie der Wolfsburger. Das Ende ist nah, der HSV ist bis auf zwei Punkte wieder dran am VfL, am Sonntag droht der Sturz auf den Relegationsplatz.

Der VfL muss mal wieder zittern

Der Klub befindet sich im freien Fall, auf dem Platz passte - wie schon so oft - nichts zusammen, das Team funktioniert nicht als Team, bei der Pleite gegen die Rothosen kam bis auf eine kurze Phase in der zweiten Halbzeit – nichts. Die Fans brüllten verärgert: „Wir wollen euch kämpfen sehen“ und „Wir haben die Schnauze voll!“ Trainer Bruno Labbadia: „Wir haben kein Ergebnis geliefert, deshalb müssen wir uns der Kritik stellen.“ Ähnliches äußerte Arnold: „Ich kann das alles nachvollziehen, aber in der Situation hilft uns das nicht. Wenn wir uns selbst zerfleischen, haben wir keine Chance."

Nach dem Offenbarungseid (0:3) in Gladbach nun der nächste Tiefschlag. "Wir waren in zwei Situationen vor der Halbzeit unachtsam, dann haben wir uns selbst das Genick gebrochen", analysierte Arnold, der mit sich selbst haderte, mit seiner Leistung nicht zufrieden war. Dabei war er einer der wenigen, der kämpfte und ackerte, aber eben nicht immer erfolgreich.

Und so muss der VfL mal wieder um die Bundesliga zittern, im vergangenen Jahr ging's in die nervenaufreibende Relegation. Mit solchen Vorstellungen wie gegen die Hamburger droht gar der direkte Abstieg. "Die Situation ist so wie sie ist, wir haben es nach wie vor in der eigenen Hand", meinte Arnold und forderte: "Wir müssen uns zusammenreißen und müssen die zwei Spiele jetzt so spielen, als wären es die letzten." Und: "Jeder hat das Spiel doch gesehen: Wenn jetzt nicht alle Alarmglocken läuten, dann habe ich keine Ahnung. Wir müssen uns verdammt noch mal den Arsch aufreißen."

Das sind die Bilder zum Spiel VfL Wolfsburg gegen den Hamburger SV:

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Spieler kritisieren Vereinsführung

In der Woche vor dem so wichtigen Heimspiel hatte es beim VfL mal wieder viel Unruhe gegeben. Zunächst war der Wechsel von Wunschkandidat Horst Heldt (für den Posten Geschäftsführer Sport) von Hannover 96 zum VfL gescheitert – dann, nur 20 Stunden vor dem Duell mit dem HSV, gab der Klub die schon seit Tagen vorbereitete Trennung von Sportdirektor Olaf Rebbe bekannt. Die Mannschaft erfuhr es im Teamhotel. Arnold: "Das soll keine Ausrede sein, aber hilfreich war das nicht."

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