08. Dezember 2018 / 19:11 Uhr

VfL Wolfsburg: Mehmedis Verletzung bremst die Serienzerstörer aus

VfL Wolfsburg: Mehmedis Verletzung bremst die Serienzerstörer aus

Andreas Pahlmann und Marcel Westermann
Bis zur Auswechslung bärenstark: Admir Mehmedi
Bis zur Auswechslung bärenstark: Admir Mehmedi © imago/regios24
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Der VfL Wolfsburg war drauf und dran, auch das dritte Spiel in Folge gegen ein Top-Team der Bundesliga zu gewinnen. Dass es am Ende "nur" zu einem 2:2 gegen Champions-League-Teilnehmer 1899 Hoffenheim reichte, lag auch daran, dass der überragende Mann des Spiels nach gut einer Stunde vom Platz musste. Mit Admir Mehmedis Auswechslung kam der Bruch.

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Bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung war Mehmedi der bestimmende Mann auf dem Platz, zog immer wieder mehrere Gegenspieler auf sich, holte sich bei Bedarf die Bälle auch tief, half defensiv. Die Vorarbeit vorm zweiten VfL-Tor war weltklasse, erneut nutzte der "Freigeist" im Wolfsburger Trikot den Raum, den ihn das flexible Hin-und-Her zwischen 4-4-2 und 4-3-3 im VfL-Spiel bietet. Als er dann nicht mehr dabei war, fehlten den Wolfsburgern ohne Mehmedi gegen die Offensiv-Power der Kraichgauer die spielerischen Mittel. Und so war es seinem Team nicht vergönnt, nach den Siegen gegen Leipzig und in Frankfurt auch die Hoffenheimer Erfolgsserie (jetzt sieben Liga-Spiele ohne Niederlage) zu zerstören.

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"Das wäre ja Wahrsagerei", meinte VfL-Trainer Bruno Labbadida nach dem Abpfiff auf die Frage, ob sein Team denn mit einem 90-Minuten-Mehmedi gewonnen hätte. "Aber ich sage einfach mal ,Ja, wir hötten gewonnen'", fügte er scherzend hinzu. Klar sei auf jeden Fall: "Admir ist ein guter Form, hat gute Bewungen, setzt seine Mitspieler gut ein." Gerade in der Phase, als die Partie in der zweiten Halbzeit mehr und mehr kippte, "hätte er uns gut zu Gesicht gestanden". Der Coach betonte weiter: "Admir ist momentan in einer ordentlichen Verfassung, auch wenn ich denke, dass da noch mehr drin steckt."

Offenbar keine ernsthafte Blessur

Gut für den VfL: Mehmedi, der in den vergangenen Monaten immer mal wieder Verletzungsprobleme hatte, hat sich offenbar keine ernsthafte Blessur zugezogen. "Die Hüfte hat blockiert, und das strahlte dann irgendwie in die Adduktoren", so der 27-Jährige. In dem Moment "ging nichts" mehr, aber nach dem Spiel fühlte es sich "schon wieder besser" an. Klingt, als könne Mehmedi auch am Freitag im Spiel beim 1. FC Nürnberg wieder die Wolfsburger Freigeist-Rolle übernehmen.

Und in dieser Rolle ist er wichtig fürs VfL-Spiel. Insbesondere mit Daniel Ginczek harmoniert es - auf und neben dem Platz. "Wir gehen ab und zu mit unseren Familien essen. Wir verstehen uns gut und das versuchen wir, aufs Feld mitzunehmen", sagte Mehmedi. Das hat gegen Hoffenheim geklappt. Der Schweizer lobte seinen Teamkollegen: "Daniel ist ein intelligenter Spieler, mit einer starken Technik und und einem brutalen Tempo. Er spielt momentan auf hohem Niveau.

Genau wie Mehmedi, der am liebsten die drei Punkte in Wolfsburg behalten hätte. "Wir haben 50 Minuten lang ein super Heimspiel gemacht, hatten den Gegner fast in allen Belangen im Griff", analysierte der Offensiv-Mann und fügte hinzu: "In der zweiten Halbzeit ist Hoffenheim dann etwas mehr gekommen. Es ist ärgerlich, dass wir nur 2:2 spielen."

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