11. März 2018 / 15:42 Uhr

VfL Wolfsburg: Mit Origis Auswechselung setzte Labbaddia ein Zeichen

VfL Wolfsburg: Mit Origis Auswechselung setzte Labbaddia ein Zeichen

Pascal Mäkelburg
Höchststrafe: Divock Origi (r.) wurde noch vor der Pause gegen Josip Brekalo ausgetauscht.
Höchststrafe: Divock Origi (r.) wurde noch vor der Pause gegen Josip Brekalo ausgetauscht.
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Unter der Woche deutete sich im Training an, dass der Startelf-Platz von Divock Origi wackelt. Kurzfristig entschied sich VfL-Trainer Bruno Labbadia dann aber doch dazu, den Belgier in der Bundesliga-Partie bei 1899 Hoffenheim von Beginn an stürmen zu lassen. Origis Reaktion? Eine weitere Nicht-Leistung! Wie schon gegen Leverkusen eine Woche zuvor. Mit seiner Auswechslung noch vor der Pause setzte Labbadia ein Zeichen in der Krise…

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Es war etwas überraschend, dass Origi überhaupt in der Startelf stand. Im Mittwoch-Training hatte Labbadia noch Nany Dimata für den Stürmer, der nur bis zum Sommer vom FC Liverpool ausgeliehen ist, in der A-Elf üben lassen. Das Vertrauen, das der Coach dann doch Origi schenkte, konnte er nicht zurückzahlen. Im Gegenteil: Wieder einmal war der Belgier ein Fremdkörper im VfL-Offensivspiel. Viele Ballverluste. Kein Zug zum Tor. Häufig wirkte der Belgier eigensinnig und lustlos.

Bereits in der 42. Minute korrigierte Labbadia seine Startelf und wechselte den Stürmer gegen Josip Brekalo aus. Ein Denkzettel für Origi! Der Trainer erklärte es so: „Wir haben totales Glück gehabt, dass wir zur Halbzeit nur mit 0:1 zurücklagen. Das war auch der Grund, warum ich eine unliebsame Auswechslung machen musste.“

Labbadia beteuerte allerdings, dass der Wechsel „unabhängig von der Person“ war: „Ich hätte schon fünf Minuten vorher reagieren müssen und habe natürlich mit mir gekämpft, weil ich gemerkt habe, wir machen momentan gar nichts mehr richtig.“

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Origis Leihe wird im Sommer aller Voraussicht nach enden. War die erneut bemerkenswert leidenschaftslose Vorstellung trotz des Abstiegskampfes ein Hilferuf, Wolfsburg so schnell wie möglich verlassen zu dürfen? „Woran es lag, werden wir hinter verschlossenen Türen mit ihm klären“, blockte Olaf Rebbe ab. Der VfL-Sportdirektor sagte aber auch: „Das war keine gute Leistung von Divock, das muss man festhalten. Es muss analysiert werden, wie solche 42 Minuten zustande kommen. Das war nicht das, was wir unter der Woche mit ihm vereinbart hatten“, so Rebbe.

Mit der frühen Auswechslung hat Labbadia auf jeden Fall ein Zeichen gesetzt, dass leidenschaftslose Auftritte nicht (mehr) geduldet werden. Dimata hat seine Sache im Sturmzentrum nach seiner Einwechslung besser gemacht. Es kann sein, dass das Spiel in Hoffenheim deshalb auch Origis letzter Auftritt im VfL-Dress war. Das wäre ein weiteres starkes Signal von Labbadia…

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