13. September 2018 / 21:17 Uhr

VfL Wolfsburg: Saisonstart gegen das einstige Frauenfußball-Aushängeschild

VfL Wolfsburg: Saisonstart gegen das einstige Frauenfußball-Aushängeschild

Redaktion Sportbuzzer
Jetzt geht der Blick Richtung Bundesliga: In Nord-Island absolvierte der VfL (in weiß von links Pernille Harder, Ewa Pajor, Lara Dickenmann, Claudia Neto und Lena Goeßling) seinen Champions-League-Auftakt. vfl
Jetzt geht der Blick Richtung Bundesliga: In Nord-Island absolvierte der VfL (in weiß von links Pernille Harder, Ewa Pajor, Lara Dickenmann, Claudia Neto und Lena Goeßling) seinen Champions-League-Auftakt. vfl © vfl
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Bundesliga-Auftakt: Rekordmeister 1. FFC Frankfurt ist am Sonntag bei Meister VfL Wolfsburg zu Gast

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Im DFB-Pokal (11:0 bei Hannover 96) und in der Champions League (1:0 bei Thór/KA auf Island) haben die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg ihre ersten Aufgaben absolviert, jetzt geht endlich auch die  neue Bundesliga-Saison los. Am Sonntag steigt die offizielle Saisoneröffnung im AOK-Stadion, Anpfiff des VfL-Spiels gegen  Rekordmeister 1. FFC Frankfurt ist um 14 Uhr. Das Spiel wird nicht live im Fernsehen übertragen, es gibt allerdings einen Internet-Livestream auf hessenschau.de.

Nach dem Champions-League-Spiel im nordisländischen Akureyri reiste das VfL-Team gestern zurück, die Gedanken gingen dabei schon  Richtung Sonntag. „Wir haben zwei Siege im Rücken und jetzt geht es gegen Frankfurt. Das wird auf jeden Fall auch eine heiße Partie“, weiß Wolfsburg-Torfrau Almuth Schult.  Denn: „Es ist egal, ob Frankfurt in den vergangenen Jahren viele Nationalspielerinnen abgegeben hat – sie haben immer Qualität und eine gute Nachwuchsarbeit. Wir freuen uns auf das Spiel.“

* Siggi Dietrich galt als der Uli Hoeneß des Frauenfußballs*


Jahrelang war Frankfurt als eigenständiger Frauenfußball-Klub der deutsche Vorzeigeverein, Manager Siggi Dietrich galt als der Uli Hoeneß des Frauenfußballs, im Stadion am Brentanobad spielten Stars wie Steffi Jones, Birgit Prinz, Dzsenifer Marozsán, Célia Šašic oder Kerstin Garefrekes. Mittlerweile haben die Frauen-Abteilungen von Männer-Bundesligisten den Rekordmeister (der immer noch gegen alle Teams der Bundesliga-Geschichte eine positive Bilanz hat!) in Sachen Kaderqualität und wirtschaftliche Möglichkeiten überholt, in der Vorsaison wurde Frankfurt Sechster – und große Namen sucht man dort mittlerweile vergebens.

Auch diesen Sommer verloren die Frankfurterinnen mit Sophie Schmidt (noch ohne Verein), Kathrin Hendrich (Bayern München) und Desiree Schumann (Karriereende) wichtige Leistungsträgerinnen, setzen weiter auf  junge Talente. Gemeinsam mit Borussia Mönchengladbach stellt der FFC den jüngsten Kader der Bundesliga.

Das sind die Bilder zur DFB-Pokalpartie zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg (Frauen):

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Und womöglich sind in Frankfurt die Tage der Frauenfußball-Eigenständigkeit bald gezählt. Dietrich bestätigte unlängst, dass sein FFC, der in diesem Jahr 20 Jahre alt wird, Kooperations-Gespräche mit Eintracht Frankfurt (mit dem Frauenteam in der 3. Liga) führt. Dietrich: „Wir müssen nach Möglichkeiten suchen, wo der Weg eines reinen Frauenfußballvereins in Zukunft hingeht.“

Aktuell gilt der FFC als Mittelmaß-Team, unterschätzen wird VfL-Trainer Stephan Lerch den Auftaktgegner allerdings nicht: „Das wird ein schwieriges Spiel.“ Während die Isländerinnen am Mittwoch mauerten und teilweise mit zehn Spielerinnen an und im  Sechzehner verteidigt haben, erwartet Lerch, dass Frankfurt „mehr mitspielen wird und will“.

Beim Gast ist die Vorfreude auf das Spiel in Wolfsburg groß. „Trotz unserer schwierigen Vorbereitung, in der wir nur bei wenigen Trainingseinheiten den kompletten Kader zusammenhatten, gehen wir diese Herausforderung bei der stärksten deutschen Mannschaft mit Selbstvertrauen, aber auch mit Demut an“, so Frankfurt-Coach Niko Arnautis. Die Rollen seien klar verteilt: „Unser Gegner ist der Favorit. Wenn wir allerdings nicht die Überzeugung hätten, auch in Wolfsburg punkten zu können, bräuchten wir erst gar nicht dorthin zu fahren.“

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