09. Januar 2019 / 20:00 Uhr

VfL Wolfsburg: Schäfer lobt Schmadtke - "Er ist mein Mentor"

VfL Wolfsburg: Schäfer lobt Schmadtke - "Er ist mein Mentor"

Tim Lüddecke
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Fußball, Bundesliga, Saison 2018/2019, VfL Wolfsburg, Trainingslager, Wintertrainingslager, Portugal, Almancil
Seit Sommer VfL-Sportdirektor: Marcel Schäfer (l.) mit Manager Jörg Schmadtke (2. v. l.). © Roland Hermstein
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Die erste Saisonhälfte als Sportdirektor lief für Marcel Schäfer mit dem VfL Wolfsburg  besser als erwartet. Die Zusammenarbeit mit Manager Jörg Schmadtke fruchtet, die Mannschaft funktioniert – nur der Erfolg beim Lattenschießen bleibt dabei etwas auf der Strecke...

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Für Marcel Schäfer ist es das erste Trainingslager als Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Damit ändern sich, im Vergleich zu seiner Zeit als aktiver Profi, natürlich auch die Aufgaben in Portugal. Eines ist aber ganz wie immer: „Das sieht man noch, wenn es ums Gewinnen geht“, sagt er und spielt auf die kleine Wette mit Manager Jörg Schmadtke an, bei der es übrigens nicht darum ging, das Tor aus rund 30 Metern zu treffen, sondern: die Latte. „Das ist ein Unterschied“, will er noch mal klarstellen – schmunzelnd, versteht sich. Am Ausgang endete es nichts, Schmadtke genoss seinen Triumph später bei einem Glas Wein. Doch Schäfer stichelt: „Er selbst hält sich bei solchen Spielen ja lieber zurück...“

"Ich glaube, die Konstellation ist einfach gut"

Dinge wie diese zeigen: Das neue Führungsduo beim VfL harmoniert, in gewisser Weise auf, vor allen Dingen aber neben dem Platz. „Er ist mein Mentor“, sagt Schäfer über Schmadtke, „ich glaube, die Konstellation ist einfach gut. Er bringt sehr viel Erfahrung mit, ich kann unheimlich viel lernen.“ Trotzdem ist es ihm aber wichtig, „dass man auch seinen eigenen Weg geht“, um ein eigenes Profil zu finden, es zu schärfen."

Das bedeutet auch, dass er nicht alles „hundertprozentig gleich“ angeht wie der 54-Jährige. Soll er auch gar nicht, denn Schmadtke legt Wert darauf, dass Schäfer seine eigene Meinung äußert. „Es kommt auch vor, dass wir mal unterschiedlicher Auffassung sind. Aber das ist kein Problem, wir ergänzen uns sehr gut.“

Wie der Manager ist auch der Sportdirektor im Trainingslager recht oft am Telefonieren. „Das ist hauptsächlich der Transferperiode geschuldet“, erklärt Schäfer. Viele Berater bieten dem VfL ihre Spieler an. Dabei würde der Klub seinen Kader erst mal lieber verschlanken. Der aktuelle Stand? „Wir arbeiten dran.“ Auch nach seinem ersten halben Jahr lernt der 34-Jährige als Sportdirektor noch vieles dazu. „Aber man geht mit gewissen Dingen schon anders um, als es noch im Sommer der Fall war.“

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Bei Platz fünf in der Bundesliga muss er das inzwischen auch mit der Erwartungshaltung. „Wenn man auf die Tabelle schaut, ist die Chance auf Europa natürlich größer als noch vor der Saison“, meint Schäfer. „Es ist nun eine andere Situation, weil wir vor den Gegnern anders wahrgenommen werden. Aber es ist nicht so, dass wir in Euphorie verfallen.“

"Wir wollen, dass sich unsere Spieler in der Stadt und der Region wohlfühlen"

Zumal man eine Entwicklung in dieser Form eigentlich nicht erwarten konnte („Zweimal Relegation schüttelt man nicht einfach ab“), allerdings hatte sich Schäfer den Zusammenhalt der Truppe auch „schlimmer vorgestellt“ – und dann doch relativ schnell ein gutes Gefühl. Der VfL sollte wieder ein familiärer Verein sein. „Wir wollen, dass sich unsere Spieler in der Stadt und der Region wohlfühlen", erklärt er. „Wir machen viel, nicht nur mit den Spielern, sondern auch mit den Familien.“

Die Übungseinheiten des VfL Wolfsburg, im Trainingslager in Almancil, gestalteten sich auch am 7. Tag intensiv, mit und ohne Ball Zur Galerie
Die Übungseinheiten des VfL Wolfsburg, im Trainingslager in Almancil, gestalteten sich auch am 7. Tag intensiv, mit und ohne Ball ©
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Die Mannschaft hat Schäfer auch in Almancil von der ersten Einheit früh morgens bis abends im Blick. „Man muss die Spieler letztendlich beurteilen. Und das kann ich am besten, je mehr Eindrücke ich habe“, sagt der Ex-Profi. „Von daher ist der Tag relativ lang“.

Immerhin hat er endlich mal wieder so richtig die Möglichkeit, selbst Sport zu treiben. „Ich habe hier schon mehr gemacht als in den sechs Monaten vorher. Ansonsten versuche ich bestmöglich, den Job und die Familie unter einen Hut zu bekommen. Und da bleibt das Lattenschießen natürlich mal auf der Strecke...“

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