16. April 2018 / 16:08 Uhr

VfL Wolfsburg: Tisserand will nicht den zweiten Abstieg in Folge

VfL Wolfsburg: Tisserand will nicht den zweiten Abstieg in Folge

Tim Lüddecke
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Marcel Tisserand: Seit 2017 da, Vertrag bis 2022
Gehörte gegen Augsburg erstmals wieder zum Kader: Marcel Tisserand vom VfL Wolfsburg. © imago
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Nach über zweimonatiger Verletzungspause steht Marcel Tisserand vor einem Comeback beim VfL Wolfsburg - auf welcher Position? Das ist dem Kongolesen egal, er will der Mannschaft dort helfen, wo er gebraucht wird. Denn absteigen, das möchte er nicht noch einmal.

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Marcel Tisserand war selber ganz überrascht. Eigentlich hatte ihm die medizinische Abteilung des VfL Wolfsburg noch im Februar beschieden, dass die Saison für ihn gelaufen sei. Doch nach seinem im Pokalspiel auf Schalke erlittenen Sehnenriss im hinteren Oberschenkel stand er am Freitagabend auf einmal schon wieder im Kader für die Partie gegen den FC Augsburg (0:0). Der Kongolese will seiner Mannschaft im Saisonendspurt noch mal helfen. Egal wie, egal wo.

Nicht wieder absteigen


„Ich habe dem Trainer gesagt, dass ich ihm auf der Position spiele, wo er mich haben will“, sagt der 25-Jährige – ohne Ausnahmen: „Ob als Stürmer, im Mittellfeld, links oder rechts (lacht). Ich kann der Mannschaft überall helfen – weil ich unbedingt in der ersten Liga bleiben will.“ Tisserand möchte nicht schon wieder absteigen – wie im Vorjahr mit dem FC Ingolstadt. Von den Bayern war der Defensivspezialist zu Saisonbeginn zunächst vom VfL ausgeliehen worden, ehe er Ende November fest verpflichtet wurde, nachdem er auf die vereinbarte Anzahl von zehn Einsätzen gekommen war.

Marcel Tisserand: Die Karriere des VfL-Abwehrspielers in Bildern

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Die Situation beider Klubs hält er nun aber nicht für vergleichbar. „Der Unterschied ist, dass wir mehr Talent, mehr Potenzial, eine höhere Individualität in der Mannschaft haben. Wir haben Spieler, die normalerweise um Europa spielen müssten. Wir haben Origi, Guilavogui, Camacho – das sind Profis auf hohem Niveau. Nicht zu vergleichen mit Ingolstadt, wo wir nur als Team erfolgreich sein konnten. Aber in Wolfsburg gibt es Spieler, die den Unterschied ausmachen können – so wie Malli gegen Hannover.“ Nur: Trotz all der Lobeshymnen zeigen seine hochveranlagten Mitspieler ihr Potenzial viel zu selten. Das scheint auch Tisserand zu wissen, wenn er fordert, „dass wir zusammen spielen, zusammen kämpfen müssen – so wie gegen Freiburg.“

"Wir sind ein großer Klub"


An einen möglichen Abstieg möchte er gar nicht erst denken, „weil wir ein großer Klub sind und einfach in die erste Liga gehören“. Einen Vertrag für die 2. Liga jedenfalls hätte Tisserand. Damit es nicht so weit kommt, rechnet er vor, „brauchen wir noch sieben Punkte, vielleicht sechs. Doch im Fußball weiß man nie.“ Am liebsten würde er bei diesem Unterfangen mithelfen. „Dafür muss ich jetzt aber erst mal mit der Mannschaft arbeiten, trainieren. Ich habe gerade mal drei Einheiten absolviert. Wenn ich diese Woche jeden Tag trainiere, bin ich besser auf das Wochenende vorbereitet.“ Er selbst will das Training auch dazu nutzen, um zu sehen, wie weit er schon ist, denn „um auf mein bestes Level zu kommen, brauche ich noch Zeit.“

VfL Wolfsburg, Freiburg und Mainz 05: Restprogramm im Vergleich

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Ob Bruno Labbadia nun schon er auf ihn baut – oder etwa weiterhin auf Paul Jaeckel – das überlässt er ganz dem Trainer des VfL. „Wir haben einen guten Draht. Ich wäre glücklich, ihm zu helfen“, so Tisserand. Seinen neuen Konkurrenten aus der U 23 kannte er vor seiner Beförderung zu den Profis übrigens gar nicht. „Ich war sehr überrascht von ihm, er macht das sehr clever und hat ein großes Potenzial.“ Auch das Restprogramm des VfL hat es laut Tisserand noch in sich. Wobei ihm die anstehende Partie bei Borussia Mönchengladbach angenehmer erscheint als die eine Woche später gegen den Hamburger SV. „Ich finde, wenn wir gegen ebenbürtige Gegner spielen, so wie Gladbach, tun wir uns leichter, weil wir mehr Platz haben. Aber wenn wir auf Augsburg, Hannover oder Hamburg treffen, ist das schwierig. Diese Mannschaften spielen mit langen Bällen, kämpfen.“ Letzteres sollte man auch in Wolfsburg nicht gänzlich vernachlässigen – bei allem Potenzial.

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