05. Dezember 2018 / 15:00 Uhr

VfL Wolfsburg: Verhaegh steht vor seinem Saison-Debüt

VfL Wolfsburg: Verhaegh steht vor seinem Saison-Debüt

Marcel Westermann
VfL Wolfsburg gegen Magdeburg: Paul Verhaegh
Am Samstag erstmals in dieser Saison erste Wahl? VfL-Routinier Paul Verhaegh. © Sebastian Bisch
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Er hat in dieser Saison noch keine Pflichtspiel-Sekunde auf dem Rasen gestanden, doch nach der fünften Gelben Karte für William in Frankfurt dürfte VfL-Routinier Paul Verhaegh am Samstag (15.30 Uhr) gegen 1899 Hoffenheim beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten erste Wahl sein.

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Jahrelang war Verhaegh erste Wahl, eine Führungsfigur. Letzteres ist der Niederländer immer noch - obwohl er nicht mehr spielt. Gegen 1899 jedoch dürfte er den Platz auf der Bank gegen den auf dem Rasen tauschen, sein Konkurrent William muss diesmal zuschauen. "Ich habe die fünfte Gelbe Karte während des Spiels gar nicht mitbekommen. Jetzt gehe ich davon aus, dass ich meine ersten Minuten machen werde", so Verhaegh, der im Vergleich zu Sebastian Jung (befindet sich nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel im Aufbautraining), der ebenfalls hinten rechts spielen könnte, fit ist. "Mein Selbstvertrauen ist gut, auch wenn es lange her ist, dass ich ein Pflichtspiel gemacht habe."

Sein letztes Bundesliga-Spiel hatte Verhaegh am letzten Spieltag der Vorsaison gegen Köln gemacht, als er sich eine Kopfverletzung zugezogen hatte. Dass er jetzt bis zum 14. Spieltag auf seinen ersten Liga-Einsatz warten musste, "habe ich so noch nicht erlebt", aber Wolfsburgs Nummer 3 nimmt die Situation sportlich. "Bei knapp 30 Spielern ist es normal, dass einige Jungs nicht spielen. Der Trainer hat William bevorzugt, das ist bis heute der Fall", sagt der VfLer und fügte hinzu: "Ich war fast die ganze Zeit fit und versuche, mich anzubieten. Klar hofft man irgendwann auf seine Chance. Ich gehe davon aus, dass ich am Samstag spiele."

"Ich versuche, mich hier durchzubeißen"

Trotz seiner Reservisten-Rolle - über einen Wechsel im Winter macht sich Verhaegh keine Gedanken. "Ehrlich gesagt beschäftige ich mich damit nicht. Ich bin keine 21 mehr. Ich habe meine Familie, meine Kinder gehen hier zur Schule. Ich versuche mich hier durchzubeißen. Natürlich ist die Situation nicht zufriedenstellend, aber wir haben eine gute Mannschaft. Von daher ist es nicht so dramatisch, als dass ich einen Wechsel im Kopf habe", so der Routinier, der sich in den Dienst des Teams stellt und auch abseits des Platzes eine wichtige Rolle einnimmt. "Ich versuche, meine Leistung im Training abzurufen und wenn ich nicht spiele, dafür zu sorgen, dass wir erfolgreich sind."

Nach den beiden Siegen zuletzt gegen Leipzig (1:0) und in Frankfurt (2:1) sieht es beim VfL ganz gut aus. "Wir waren an einem Punkt, an dem wir schon fast nach unten gucken mussten", erinnert sich Verhaegh an die Niederlage in Hannover. "Aber wir haben gegen Leipzig und Frankfurt wenig Tore zugelassen und selbst schöne gemacht. Das gibt Selbstvertrauen." Warum läuft es plötzlich so gut? "Ein Großteil der Mannschaft ist zusammen geblieben, dazu kamen ein paar Neuzugänge. Wir haben viele junge Spieler, die eine enorme Entwicklung genommen haben wie Elvis Rexhbecaj. Von der Balance her ist der Kader sehr gut zusammengestellt."

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Neu dazu kam im Sommer auch Landsmann Wout Weghorst, den Verhaegh zuvor nicht persönlich gekannt hatte. "Wir haben kurz vor seinem Wechsel telefoniert. Ich wusste, dass er viel läuft, Einsatz zeigt und keinem Zweikampf aus dem Weg geht", sagt der Rechtsverteidiger, der am Samstag erstmals zusammen mit Weghorst auflaufen dürfte. Gegen 1899 Hoffenheim, das nächste Spitzenteam. Verhaegh warnt: "Die haben auch die letzten sechs Spiele nicht verloren, haben eine starke Mannschaft, die viel Einzelqualität hat und variabel spielt."

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Wolfsburgs Robin Knoche (rechts) und der Frankfurter Ante Rebic kämpfen um den Ball. ©
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