VfL-Trainer Martin Schmidt gab John Yeboah gegen Enschede eine erste Chance bei den Profis VfL-Trainer Martin Schmidt gab John Yeboah gegen Enschede eine erste Chance bei den Profis ©
VfL-Trainer Martin Schmidt gab John Yeboah gegen Enschede eine erste Chance bei den Profis

VfL Wolfsburg: Was für Talent Yeboah jetzt wichtig ist

Dass sich Fußballtrainer mit Nachwuchsarbeit beschäftigen, erkennt man oft an ihrer Wortwahl. Sie sagen dann nicht „Der ist 18“, sondern „Das ist ein 99er“ und meinen damit das Geburtsjahr, das im Jugendfußball die Altersklasse bestimmt. In der Bundesliga ist der erste „2000er“ aufgetaucht, Fiete Arp vom HSV – und der hat schon mit zwei Toren von sich reden gemacht. Jeder Klub fragt sich: Haben wir auch so einen? Die Antwort beim VfL Wolfsburg heißt John Yeboah.

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Am Donnerstag durfte Wolfsburgs wahrscheinlich bester „2000er“ zum ersten Mal bei den Profis ran, bekam 15 Einsatzminuten beim Test gegen Twente Enschede. Körperlich, so Trainer Martin Schmidt hinterher, müsse er sich noch entwickeln, aber man sieht seine Qualität, „wenn er den Ball hat, wenn er mutig ist, wenn er vorn reindribbelt.“ Was ebenfalls auffiel: „Er ist auch ungeduldig, drei oder vier Mal haben ihn die Mitspieler noch übersehen.“ Fazit: „Er ist ein hochtalentierter Außenbahnspieler, deshalb nimmt man einen wie ihn in so einem Spiel auch mal dazu.“

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Wichtiger als die Leistung im ersten Kurzeinsatz bei den Profis sei aber das, was jetzt passiert. „Wir haben dem Jungen mit auf den Weg gegeben, dass er jetzt in der Verantwortung ist, wenn er wieder zu seinem U-19-Team kommt.“ Man werde darauf achten, wie er sich dort nach seinem Ausflug zu den Profis präsentiert „Da kann man immer gucken, was für eine Mentalität sie haben, wenn sie dann wieder runtergehen“, so Schmidt, „das ist eigentlich das Entscheidende“.

Yeboah, der bei der U-17-WM gerade noch zusammen mit Arp für Deutschand stürmte, muss heute mit der A-Jugend des VfL zu einem Testspiel in Dortmund ran. Dort ist er gefordert, denn die Leistungen in den U-Teams geben den Ausschlag, wenn es um die weitere Förderung geht. Schmidts Mahnung: „Bei uns mal eine gute Viertelstunde oder ein guter Einstand, das ist noch lange keine Gewähr.“

Wie alle Spiele und Trainingseinheiten der Profis wurde auch die Partie gegen Enschede auf Video festgehalten. „Es ist gut“, so Schmidt, „dass wir jetzt auch Bilder von John haben, die kann man dann dem U-19-Trainer zeigen, das ist schon auch wertvoll.“
Das gilt ebenfalls für die anderen Talente, die gegen Twente ran durften – Murat Saglam oder Dominik Franke etwa, aber auch Victor Osimhen, Kaylen Hinds und Elvis Rexhbecaj, die regelmäßig bei den Profis dabei sein. Wie gut ihre Perspektive sein kann, zeigt das Beispiel Gian-Luca Itter. Der Linksverteidiger, Jahrgang 1999, kam mittlerweile zu seinen ersten Bundesliga-Spielen. „Wenn man sieht, dass andere Vereine 2000er bringen“, so Schmidt schmunzelnd, „dann müssen wir uns nicht schämen, hier 1999er zu bringen, im Gegenteil.“

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