01. Mai 2018 / 21:34 Uhr

VfL Wolfsburg: Was sich Labbadia vom Kurz-Trainingslager erhofft

VfL Wolfsburg: Was sich Labbadia vom Kurz-Trainingslager erhofft

Tim Lüddecke
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Wollen gemeinsam Zeit verbringen: Trainer Bruno Labbadia und die VfL-Profis.
Wollen gemeinsam Zeit verbringen: Trainer Bruno Labbadia und die VfL-Profis. © Boris Baschin
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Der VfL Wolfsburg setzt alle Hebel in Bewegung und fährt für drei Tage ins Trainingslager nach Teistungen. "Über brennende Scherben werden wir nicht laufen", sagt Trainer Bruno Labbadia – einen Effekt verspricht er sich aber natürlich trotzdem.

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Bruno Labbadia war vorbildlicherweise der Letzte, der nach der Trainingseinheit am Dienstagmittag den Weg in die Kabine antrat. Es war der letzte Gang für diese Woche auf dem Wolfsburger Trainingsplatz. Nicht, dass es am Tag der Arbeit mit der Arbeit im Abstiegskampf getan gewesen wäre für den VfL, im Gegenteil: Der Trainer hat ein Kurz-Trainingslager in Teistungen angesetzt. Nach dem Frühstück bricht die Mannschaft am Mittwochmorgen in den Ort im Landkreis Eichsfeld auf.

Keine HSV-Kopie

Ein gutes Omen für den VfL? Zumindest hat Labbadia schon 2015 zu seiner Zeit beim Hamburger SV gute Erfahrungen damit gemacht hat, als er den Klub in der Relegation rettete. „Ich mache nichts als Kopie, denn das kannst du in dieser Situation nicht“, beschwichtigt der 52-Jährige, „bei allen Sachen, die ich hier schon gemacht habe, kann ich nicht sagen, dass sich etwas wiederholt hätte.“ Einen Effekt erhofft er sich aber natürlich trotzdem, nachdem bereits am Sonntag Leute beauftragt wurden, die mögliche Optionen für diese Maßnahme abklopfen sollten.

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„Da geht es nicht um Luxus, der Standard war nicht so wichtig. Sondern eher darum, dass wir Räumlichkeiten haben, wo wir eng zusammen sind und Zeit miteinander verbringen können“, erklärte der Trainer. Um Ruhe reinzubekommen, um konzentriert arbeiten zu können und um gemeinsam Zeit zu verbringen. „Wir haben einen Plan, was wir machen wollen“, sagt Labbadia, der dabei auch ein Stück weit auf sein Bauchgefühl vertraut habe. Als Aktionismus, „nur um irgendwas zu machen“, sei das Trainingslager jedenfalls nicht zu interpretieren. Zumal sich Labbadia nach wie vor nicht als Freund von besonderem Hokuspokus gibt: „Wir werden nicht über brennende Scherben laufen.“

Normaler Ablauf

Und der Coach hätte sich auch nicht für diese Option ausgesprochen, wenn „wir nicht sowieso auf Reisen gewesen wären“. Am normalen Ablauf vor dem Auswärtsspiel bei RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) ändert sich nichts. Die Abschluss-Einheit wird noch in Teistungen absolviert, am Freitag erfolgt die Anreise ins Hotel – „und dann haben wir unsere Ruhe“, wiederholt Labbadia.

Ruhe, Fokussierung – Teambuilding. Darum soll es gehen in diesen drei Tagen. Denn so eine Fahrt ist ja nicht nur als reines Trainingscamp, sondern auch ein Stück weit als Klassenfahrt zu verstehen: Um das Wir-Gefühl, bei dem in Wolfsburg gerne mal etwas genauer hingeguckt wird, ausfindig zu machen und – falls vorhanden – zu stärken. Zu viel verraten möchte Labbadia in dieser Hinsicht zwar nicht, allerdings lässt er durchblicken, dass „wir am Mittwoch und Donnerstag zwei gute Tage haben, was Fußball betrifft“ – die Champions und Europa League vor dem Fernseher.

Witter versucht's konstruktiv

Und dann sprach auch noch der neue VfL-Aufsichtsratschef Frank Witter am Dienstag erstmals zur Mannschaft, als er die Profis nach dem Training in der Kabine aufsuchte. „Es war interessant, bei der Mannschaft gewesen zu sein und die Jungs mal live und in Farbe zu sehen“, sagte der 58-Jährige.Der ehemalige Zweitligaspieler (OSV Hannover) versuchte, in konstruktivem Tonfall auf die Spieler einzuwirken. „Ich habe den Spielern ein bisschen was erzählt, welche Erfahrungen ich gesammelt habe und wie ich die Dinge sehe.“ Und wie sieht er sie?

Für Witter gehe es darum, was zwischen den Ohren passiert. „Druck machen und Draufhauen – das hilft hier keinem. Ich habe daran appelliert, an den Klassenerhalt zu glauben und den Mut nicht zu verlieren“, sagte er – und bekräftigte trotz der „schwierigen Umstände“ mehrfach den eigenen Glauben. „Ich bin auch schon abgestiegen, deswegen weiß ich, was mit den Spielern gerade passiert“, sagt er. „Ich weiß aber auch, was noch geht.“

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