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VfL Wolfsburg: "Wenn du auf den Platz gehst und Angst hast, passiert es sowieso wieder"

Engelbert Hensel
Comeback: VfL-Pechvogel Sebastian Jung konnte erstmals nach seiner hartnäckigen Wadenverletzung wieder spielen. © Imago

Bruno Labbadia sprach es von sich aus an. „Es ist sehr erfreulich, dass Sebi spielen konnte“, sagte der Trainer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten nach dem 3:1 im Testspiel gegen Aue am Freitagabend. Sebi, das ist der Spitzname von Sebastian Jung.

Im Februar 2016 hatte der Leidensweg des großen VfL-Pechvogels begonnen – aber jetzt sieht der Ex-Frankfurter wieder Licht am Ende des Tunnels. Jung hatte sich beim Champions-League-Spiel in Gent einen Kreuzbandriss zugezogen. Im Januar 2017 dann einer von vielen Rückschlägen auf dem Weg zurück: Die OP-Wunde am Knie riss beim Fußball-Tennis auf. Wieder einmal musste der Rechtsverteidiger kürzertreten. Im Saisonfinale der vorletzten Spielzeit zwang ihn dann eine Muskelverletzung zu einer Pause.

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Aber das war noch lange nicht alles in Sachen Verletzungen: Im Oktober 2017 zog sich der 28-Jährige während der Länderspielpause im Training einen Außenbandriss im Sprunggelenk zu, kämpfte sich zurück, erlitt jedoch zwischenzeitlich einen Rückschlag. Kurzeinsatz im Dezember im Pokal in Nürnberg in der vergangenen Spielzeit, im Februar 2018 gegen die Bayern dann in der Startelf, aber Jung verletzte sich erneut. Wieder Reha, wieder herankämpfen, wieder Rückschlag. Erst hieß es, die Wade sei nur verhärtet, dann war von einem Muskelfaserriss die Rede, später kam heraus, dass auch die Sehne in Mitleidenschaft gezogen worden war.

Im Sommer stellte ihn ein Spezialist aus München auf den Kopf. Jung bekam neue Schuheinlagen, stellte seine Ernährung um. „Aber ob es daran wirklich lag, dass ich so oft gefehlt habe, kann man nicht sagen“, erzählt ein gut gelaunter Jung und ergänzt: „Wichtig ist, dass ich wieder Fußball spielen kann, das ist der nächste Schritt, für mich ist es wichtig, jetzt fit zu bleiben, um die vergangenen zwei, zweieinhalb Jahre vergessen und nach vorn schauen zu können.“

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Gegen Aue machte er sein erstes Spiel unter Trainer Labbadia (hat am 20. Februar beim VfL übernommen) überhaupt. Wie war die Gefühlslage? „Angst hatte ich nicht. Wenn du auf den Platz gehst und Angst hast, passiert es sowieso wieder. Ich habe ja genug Rehatraining hinter mir und habe in der Woche mit dem Testspiel mit der Mannschaft trainiert. Daher wusste ich, dass es funktioniert“, so Jung, der nur noch nach vorn blicken möchte und glaubt, dass seine beste Zeit noch kommt. „Wenn ich fit bin, glaube ich daran, dass ich unserer Mannschaft helfen kann.“ Ein paar Trainingswochen und ein, zwei Testspiele werde er dafür aber noch brauchen, sagt der Mann, der nach seinem Kreuzbandriss gerade mal acht Pflichtspiele für den VfL gemacht hat. Für einen wie ihn, der an das Tor zur Nationalmannschaft geklopft hat, „viel zu wenig“.

Ein Wechsel war für Jung im Sommer kein Thema, nun muss er sich beim VfL hinten rechts gegen William (zurzeit erste Wahl) und Routinier Paul Verhaegh durchsetzen. Zudem läuft sein Vertrag im nächsten Sommer aus. Aber: Für einen, der trotz vieler Nackenschläge immer wieder aufgestanden ist, bedeutet das keinen Druck. Jung sagt selbstbewusst: „Wir haben erst September – wenn ich fit bleibe, werde ich noch ein paar Spiele in dieser Saison machen – und dann schauen wir mal, wie es weitergeht. Ob hier beim VfL oder irgendwo anders.“ Aber das sei „Zukunftsmusik, für mich zählt jetzt einfach, fit zu bleiben und die Trainingswochen zu überstehen“.

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Die Bilder vom VfL-Test gegen Aue

AOK-Stadion, Fußball-Testspiel, VfL Wolfsburg - Erzgebirge Aue © ROLAND HERMSTEIN
AOK-Stadion, Fußball-Testspiel, VfL Wolfsburg - Erzgebirge Aue © ROLAND HERMSTEIN
AOK-Stadion, Fußball-Testspiel, VfL Wolfsburg - Erzgebirge Aue © ROLAND HERMSTEIN
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AOK-Stadion, Fußball-Testspiel, VfL Wolfsburg - Erzgebirge Aue © ROLAND HERMSTEIN
AOK-Stadion, Fußball-Testspiel, VfL Wolfsburg - Erzgebirge Aue © ROLAND HERMSTEIN
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AOK-Stadion, Fußball-Testspiel, VfL Wolfsburg - Erzgebirge Aue © ROLAND HERMSTEIN
AOK-Stadion, Fußball-Testspiel, VfL Wolfsburg - Erzgebirge Aue © ROLAND HERMSTEIN
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Autogramme nach dem Fußball-Testspiel VfL Wolfsburg - Erzgebirge Aue
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