13. März 2018 / 12:56 Uhr

VfL Wolfsburg zweites Jahr in Folge im Abstiegskampf: Ex-Kapitän Hofland kennt das

VfL Wolfsburg zweites Jahr in Folge im Abstiegskampf: Ex-Kapitän Hofland kennt das

Redaktion Sportbuzzer
Kevin Hofland, Ex-Spieler vom VfL Wolfsburg
Schaffte mit dem VfL zweimal in Folge den Klassenerhalt: Der ehemalige Wolfsburger Kapitän Kevin Hofland, der jetzt Co-Trainer bei Fortuna Sittard ist. © Gero Gerewitz
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Dass beim VfL Wolfsburg auf eine Katastrophen-Saison die nächste folgt, ist nichts Neues: Schon 2006 und 2007 spielte der Wolfsburger Fußball-Bundesligist bis zum Saisonende gegen den Abstieg. Die Geschichte wiederholt sich nun. Kevin Hofland, der einstige VfL-Kapitän, analysiert für die AZ/WAZ die Situation von damals und gibt Ratschläge für die Truppe, die in der aktuellen Spielzeit um den Klassenerhalt kämpft.

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Die eingefleischten VfL-Fans werden sich noch bestens an die beiden Abstiegsendspiele 2006 gegen den 1. FC Kaiserslautern und ein Jahr später bei Alemannia Aachen erinnern. Und an die Relegationsspiele gegen Eintracht Braunschweig im vergangenen Sommer. Die aktuellen Leistungen deuten daraufhin, dass es nun wieder zu so einem Saisonfinale kommen könnte. Wieder einmal haben die Verantwortlichen nicht aus den Fehlern der Vorsaison gelernt...

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Gewisse Parallelen erkannten auch die Supporters Wolfsburg. Der Fan-Dachverband des VfL erinnerte am Montag via Facebook an einen offenen Brief aus dem Jahr 2006. Mit der Einleitung: „Es ist erschreckend, dass wir immer wiederkehrend in solche Situationen kommen...“

Hofland erinnert sich, wie es damals zur Krise kam: „Es gab viel Streit zwischen Mannschaft und den Verantwortlichen um Trainer Klaus Augenthaler. Ruhig war es eigentlich nie.“ Mit drei Trainern in nur einer Spielzeit und der permanenten Kritik an Sportdirektor Olaf Rebbe kann von Ruhe auch in der Gegenwart keine Rede sein.

Das sind die nächsten Gegner für den VfL Wolfsburg:

32. Spieltag: Samstag, 28. April (15.30 Uhr): VfL Wolfsburg - Hamburger SV. Zur Galerie
32. Spieltag: Samstag, 28. April (15.30 Uhr): VfL Wolfsburg - Hamburger SV. ©
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Eine weitere Parallele: die Qualität im Kader. Schon vor über zehn Jahren hatten die Wolfsburger eigentlich genug Potenzial, um in Europa mitzuhalten, statt tief im Abstiegssumpf zu stecken. Eigentlich. „Letztlich geht’s aber darum, wie die Mannschaft mental drauf ist. Das Wichtigste ist, dass Leidenschaft und Glaube da sind“, sagt Hofland.

Er selbst sei ein Spieler gewesen, der „nach dem Spiel in den Spiegel geschaut hat und das Gefühl haben musste: Ich habe hundert Prozent gegeben. Sonst war ich nicht zufrieden.“ Die bemerkenswert leidenschaftslosen Auftritte von Divock Origi und Co. zuletzt ließen zumindest den Eindruck zu, dass die Profis von heute diese Mentalität nicht verkörpern...

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Hofland könne nicht beurteilen, ob die Lage ebenso bedrohlich ist wie zu seiner Zeit in Wolfsburg. „Weil ich nicht in die Kabine schauen kann.“ Denn dort, so betont der ehemalige Wolfsburger Führungsspieler vehement, gab es die entscheidenden Impulse für den Klassenerhalt. Nicht vom Trainer. Nicht von der Führungsetage. Nicht von den Medien. „Irgendwann kamen wir an den Punkt, an dem wir uns als Mannschaft zusammengesetzt und gesagt haben: ,Es geht nicht um uns. Es geht nicht um mich. Es geht um den Verein.’ Und keiner von uns wollte, dass der Verein absteigt.“

Aus dieser Situation damals „konnte man wirklich nur als Mannschaft herauskommen. Die Spieler müssen keine Freunde sein, aber sie müssen zusammenhalten“, sagt der 38-Jährige, der mittlerweile Co-Trainer bei Fortuna Sittard in der zweiten niederländischen Liga ist.

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